Schrittweises HochfahrenKaiser will Testregionen für Aufheben von Corona-Maßnahmen

Je nach Fallzahlen in Bundesländern oder Regionen könnten unterschiedliche Schritte gesetzt werden, sagt der Kärntner Landeshauptmann. Er kann sich für Kärnten etwa eine testweise Öffnung der Schulen im Mai vorstellen.

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© Helge Bauer
 

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) kann sich regional unterschiedliche Schritte bei der Rücknahme der Corona-Einschränkungen vorstellen. "Ich denke, das ist etwas, das wir diskutieren sollten. Muss man wirklich in allen Bundesländern und Regionen immer alles gleichzeitig machen?", sagte Kaiser am Montag zur Kleinen Zeitung.

Kommentare (31)
UHBP
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Schon seltsam!

Vorschläge der Opposition werden von den Regierungstreuen gleich einmal als "falsch" "populistisch", etc. hingestellt.
Erst wenn die selben Vorschläge von der Regierung kommen, sind sie super. Das war beim Testen so, das war bei den Masken so und das wird auch beim regionalen Öffnen so sein.
Die Regierungstreuen finden es "gut", wenn Österreich einen schnelleren Weg geht als die EU, weil ja weniger Fälle. Das selber für Kärnten ist aber "böse", weil warum genau??
Ah! es kommt von der Opposition - als ein paar Tage warten, dann hat der einfache Regierungstroll eh schon vergessen von wem es gekommen ist. Beim Testen haben wir gesehen das bereits 24 Stunden reichen.

egubg
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Im Gespräch bleiben, in den Medien

das ist das Gefühl und die Vermutung, wenn Kaiser sich zu Wort meldet, ob ernstes oder weniger ernstes Thema, irgendwie mit einer Wortmeldung dabei sein zu wollen, das ist wahrscheinlich für viele Funktionäre das Wichtigste.

carpe diem
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Halte ich für sehr riskant.

Anstatt froh zu sein, dass es in Kärnten deutlich weniger Fälle als in Restösterreich gibt, öffnet man womöglich gerade jene Orte, die als "Coronaschleudern" bezeichnet werden. Politisches Profil (oder bitte wo anders zeigen.

Klgfter
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@carpe diem

gebe dir vollkommen recht, es bringt nix außer höherem Risiko !
Politische profilierungssucht ist in solchen Zeiten nicht hilfreich !

5V8ELOFHV4Z391N2
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Carpe diem

Ganz verstehe ich die breite Ablehnung nicht. Was würde es einer Region schaden, wenn man statt in ganz Österreich vorläufig einmal nur in einer Region z.B. die Schulen öffnen würde. Schüler aus anderen Regionen sind ja sowieso an ihre Schulen gebunden. Ein Impfstoff ist nicht so rasch zu erwarten. Was soll sich also in z.B. 5 Monaten ändern? Wollen sie die Kinder monate- oder jahrelang isolieren? Man wird einen Weg einer einigermaßen vernünftigen Normalisierung finden müssen. Da ist es mir völlig egal ob konstruktive Vorschläge von linker oder rechter politischer Seite kommen.
Also ich als Kärntner Risikopatient sehe die Kaiser Idee positiv.

carpe diem
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Aber...

... sie als Risikopatient müssen dann nicht mit 100en Schülerinnen und Schülern viele Stunden in einem Gebäude verbringen. Da können Sie literweise Desinfektionsmittel hinstellen. Und z.B. Englischunterricht mit Gesichtsmasken stelle ich mir sehr spannend vor.

5V8ELOFHV4Z391N2
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carpe diem

Sicher ein Argument, dass man speziell aus Sicht der Lehrer/innen in Betracht ziehen muss. Aber wie soll es sonst weitergehen? Ein Impfstoff ist laut Fachleuten in weiter Ferne. Auch Verkäufer, Ärzte, Pflegepersonal usw. sind mit diesen Problemen konfrontiert.

Amadeus005
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Gute Idee

Dann aber mit Kontrollen an den Landesgrenzen. So wie in Richtung Italien. Abgesehen von Tages-Pendlern auch mit 14 Tagen Quarantäne.

5V8ELOFHV4Z391N2
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Amadeus005

Ganz verstehe ich die breite Ablehnung nicht. Was würde es einer Region schaden, wenn man statt in ganz Österreich vorläufig einmal nur in dieser Region z.B. die Schulen öffnen würde. Schüler aus anderen Regionen sind ja sowieso an ihre Schulen gebunden.

luze
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Region hin oder her

Öffnen der Schulen bringt der Wirtschaft meiner Meinung nach nicht viel bis nichts. Aber als Virenüberträger sind sie allemal als Versuchskaninchen gut. Man müsste als erstes sofort die Grenzen zu Slowenien wieder sperren, da wir zur Zeit in Kärnten genug Arbeitslose haben und keine potentiellen neuen Virenüberträger brauchen.

luze
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Sind wir alle Coronavirus immun!

Man konnte in einigen Gemeinden feststellen, wie slowenische und bosnische Verwandte unsere Gastarbeiter in den Gemeinden ihren Osterbesuch abstatteten. Ich denke, die können das Wort Schutzmaske und Abstand halten nicht einmal in ihrer Muttersprache schreiben. Wir hatten über die Feiertage und haben noch immmer viele Urlauber aus Wien in unserer 1500 Seelen Gemeinde zu Gast. Ja, die Urlaubs und Reisezeit hat in Österreich schon sehr früh begonnen.

5V8ELOFHV4Z391N2
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luze

Ob die Öffnung der Schulen unmittelbar der Wirtschaft was bringt weiß ich nicht. Aber eines weiß ich, dass man meine Enkelkinder nicht ewig vom Unterricht fernhalten wird können. Ein Impfstoff ist nicht so rasch zu erwarten. Was soll sich also in z.B. 5 Monaten ändern? Wollen sie die Kinder monate- oder jahrelang isolieren? Man wird einen Weg einer einigermaßen vernünftigen Normalisierung finden müssen. Da ist es mir völlig egal ob konstruktive Vorschläge von linker oder rechter politischer Seite kommen.
Ihren Hinweis auf Slowenien verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht.

Klgfter
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@gerhard

na ganz so egal scheints dir nicht zu sein woher die vorschläge kommen … aber egal, was sollte dieses vorreiterspielen deiner Meinung nach bringen außer das deine Enkelkinder früher unterrichtet werden ?

am wahrscheinlichsten ist das wir an Rückschlag kriegen und dann haben wir eines …. mehr tote !

5V8ELOFHV4Z391N2
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Klgfter

Denke jeder hat, soferne er die Demokratie liebt irgend welche politischen Vorlieben. Ich für mich versuche, das gelingt sicher nicht immer, gute Vorschläge auch von Andersdenkenden zu akzeptieren. Den Kaiser Vorschlag finde ich insoferne gut, als es ja irgendwie mit der Schule weitergehen muss, zumal ein Impfstoff so schnell nicht in Sicht ist. Einen Nachteil für eine Region, in der ein Hochfahren versucht wird, gegenüber einem gleichzeitigen Hochfahren österreichweit sehe ich nicht. Wenn es schadet, schadet es entweder nur regional oder in ganz Österreich. Leichter zu bekämpfen ist es jedenfalls regional.
Kann natürlich auch in einem anderen Bundesland probiert werden.
Übrigens, wenn bei unserer heutigen Diskussion von mir aus über das Ziel hinausgeschossen wurde, da entschuldige ich mich dafür und hoffe, dass kein übler Beigeschmack zurückbleibt.

luze
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was heißt ewig

Im Herbst heurigen Jahres gibt es den Impfstoff gegen den Virus. Bis dahin brauchen wir aber keine Pendler als Virenschleuder. Ob aus Slowenien oder Italien spielt hier keine Rolle, da der Schnelltest zu ungenau ist. Oder vertrauen sie einem bunten Schal um Mund und Nase als Virenstopper? Denke nicht, den sie vertrauen sicher auf ihren Mund/Nasenschutz der Klasse 0.

5V8ELOFHV4Z391N2
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luze

Würde mich natürlich sehr freuen wenn es den Impfstoff im Herbst geben würde. Fachleute sprechen von mindestens 18 Monaten. Mit ihren anderen Einwänden kann ich leider nichts anfangen. Wo sehen Sie im obigen Artikel irgend einen Hinweis auf Pendler aus Slowenien?

UHBP
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Kaiser will Testregionen für Aufheben von Corona-Maßnahmen

Schade das die Idee nicht von Basti ist, dann wäre sie nämlich super. Aber so finde ich sie blöd.

luze
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Kaiser nach Wien

LH Kaiser wird nach den schlechten Umfragen zu Rendi Wagner nach Veröffentlichung dieser nach Wien übersiedeln und das Zepter übernehmen. Er hatte dies vor einiger Zeit noch lautstark verneint. Na, viel waren Worte aus dem Munde eines Politikers ja eh nie wert. Aber in Wien kann er dann ja massiv weiter testen.

5V8ELOFHV4Z391N2
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Gute Idee!

Hat aber leider kaum Chancen auf Durchführung - kommt von der falschen Person.

Stubaital
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Kaiser

Sehr gscheit Herr Landeshauptmann.
Wahrscheinlich wollen Sie, dass alle Restösterreicher nach Kärnten auf Urlaub kommen.
😂😂😂😂😂😂😂😂😂

5V8ELOFHV4Z391N2
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Stubaier....

Tolles Posting! Bewahren Sie sich Ihr kindliches Gemüt! Ist in Zeiten wie diesen sicher hilfreich.

gecko
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Valider Vorschlag, wird aber sicher niedergebügelt

Das brächte uns näher zu evidenzbasierten Entscheidungen. Aktuell bewegen wir uns - was die allgemeinen Datengrundlagen als Entscheidungsbasis betrifft - im Nirgendwo. Bei der Vorbereitung eines solchen Schritts wäre aber höchste Professionalität gefordert (wie messe ich, was messe ich, was vergleiche ich, etc.), was die statistische Beurteilung betrifft, um belastbare Grundlagen für Folgeentscheidungen treffen zu können. Wir wären in der Lage, Entwicklungen über Referenzregionen zu vergleichen (wenn wir es richtig machen). Experten sollten entsprechende Vorschläge machen und zur Entscheidung bringen. Was fürchterlich ist: in der aktuellen Situation sehe ich keine Chance, dass ein solcher Vorschlag fair bewertet und betrachtet wird.

wolte
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Alleingang

Bitte keine Alleingänge!! Was ist, wenn das in die Hose geht von wegen vermehrter Neuinfektionen?? Wer trägt die Verantwortung?? Hr. Kaiser? Ich könnte mit so einer Verantwortung nicht leben!! Siehe Tirol! Muss auch erst geklärt werden wer für dieses Durcheinander verantwortlich ist! Also bitte richten wir uns nach Bundesrichtlinien und fertig!!

helmutmayr
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Warum das mit

den Schulen so ein Theater ist. Abwarten bis die Fallzahlen wirklich unten sind und dann im Sommer durchfahren. Auch die Eltern die wieder in den Job gehen haben damit einen Vorteil. Aber ich weiß: die Lehrergewerkschaft. Sicher dagegen.

pietrok5
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Wenn man,

wozu es ohnehin nicht kommen wird, daran denkt, die Schulen in den Sommerferien zu öffnen: Dann müßten dafür im Mai/Juni Ferien sein. Es gibt sehr viele Schüler und Lehrer, die jetzt fleißig lernen und sich damit Sommerferien verdienen.

Mr.T
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Meiner Meinung nach...


... KEINE GUTE IDEE!!!

Wenn es schief läuft werden wir, statt einer Region mit sehr wenig Erkrankten, zu einem Hotspot!

Bei einem tödlichen Virus sollte man nicht mit Testregionen arbeiten... das Risiko ist zu groß!

Man sollte sich viel mehr Gedanken machen wie man in Zukunft mit solchen Situationen umgeht...

Den es könnte schneller ein anderer Virus Ähnliches anrichten als uns das lieb ist!

Deswegen heißt es alternative Vorgehensweisen zu einem Shotdown zu entwickeln...

D.h. die Produktion der lebenswichtigen Gütern wie Lebensmittel, Medikamente usw. wieder ins eigen Land bzw. nach Europa zu verlegen (auch wenn dann die Gewinne den Unternehmer nicht mehr so exorbitant hoch sind)

Homeoffice ausbauen..

Alternative Unterrichtsformen zu etablieren...

usw. usw.

 
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