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Unwetter in Kärnten und OsttirolGeologe warnt: "Sünden der Raumordnung sind irreparabel"

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Salzburgs Landesgeologe Rainer Braunstingl mit Ursache und Wirkung von Unwetterschäden. Seine ernüchternde Analyse: Vieles ist von Menschenhand verursacht.

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Salzburgs Landesgeologe Rainer Braunstingl
Salzburgs Landesgeologe Rainer Braunstingl © Neumayr/SB, Land Salzburg
 

In weiten Teilen Kärntens und Osttirols sowie in Salzburg haben die starken Regenfälle der vergangenen Tage teils verheerende Schäden angerichtet. Wo liegen die Ursachen?
RAINER BRAUNSTINGL: Der Erdboden besteht zu 20 Prozent aus Hohlräumen, die sich mit Wasser füllen. Sind Regen- und Schneefälle stark genug, erfolgt eine schnelle Sättigung. Bodenteile können einander nicht mehr abstützen und beginnen zu rutschen. Hangteile brechen aus und es kommt zu Murenabgängen.

Kommentare (3)

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ErichGolger
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Baubehörde neu regeln!

Tatsache ist, dass die Gemeinden bzw. deren Bürgermeister die Baubehörde 1. Instanz und die Gemeindevorstände die Baubehörde 2. Instanz mit der Aufgabe, Baugenehmigungen in sensiblen Gebieten, speziell an den Kärntner Seen und Gebirgsregionen, vollkommen überfordert sind. Sie haben zwar die Möglichkeit, wenn Projekte die örtlichen Bebauungspläne strapazieren, die Ortsbildpflegekommission einzubinden, die dann Empfehlungen aussprechen sollte.

Was jedoch dabei oft herauskommt, ist eine furchtbare Architektur, die weder zum Ortsbild passt, noch die Regionsinteressen vertritt. Es wäre hoch an der Zeit, die Gemeinden, meistens fachlich vollkommen überfordert, von ihrer nicht zu beherrschenden Verpflichtung, Baubehörde zu sein, zu entbinden!

Die Aufgaben der Baubehörde sollte zumindest in den Bezirkshauptmannschaften oder beim Land angesiedelt werden, wo entsprechendes Fachpersonal mit ausreichender Qualifikation erstens bereits vorhanden ist und zweitens auch leichter den Erfordernissen entsprechend aufgestockt werden könnte. Jedenfalls wären in einer Baubehörde dieser Art die regionalen und überregionalen Interessen wesentlich einfacher zu bündeln und umzusetzen.

Es gibt bereits so viele Bausünden, die aus dem Unvermögen der heutigen Baubehörden entstanden sind, dass hier seitens der Politik unverzüglicher Handlungsbedarf besteht, neue Weichenstellungen vorzunehmen!

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scaramango
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Auf Experten zu hören, tut weh....

.... lieber bezahlt die Politik immer noch im "tragischen Nachhinein" die Schadenskosten - ein solches Handeln lässt sich besser für eine Wiederwahl verkaufen, als VOR einem Unglück Grundeigentümern erklären zu müssen, dass auf gewissen Parzellen schlicht nicht gebaut werden darf !!!

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GordonKelz
3
51
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Übersetzt heißt das....

...die 2100 Gemeinden Österreichs haben punkto Raumordnung versagt. Das wundert einem nicht wirklich. Wenn es um ein Projekt und ein sensibles Gebiet geht, entscheidet kein Fachmann sondern ein Gemeinderat der der Freund eines Gemeindebürgers ist und dessen Freund der Freund des Gemeinderates den Bruder des Bürgers nicht enttäuschen möchte, da der für ihn in Sache
....alles geregelt hat.
Gordon Kelz

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