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Zwei Rumänen getötet"Im Vergleich zur Forstarbeit ist jede Baustelle der reinste Bürojob"

Wälder gelten nach Sturmschäden als die gefährlichsten Arbeitsplätze, die es gibt. Mitfahren mit Seilzügen ist streng verboten. Viele Arbeiter sprechen kein Deutsch.

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In Großkirchheim wurden bei einem Unfall zwei Forstarbeiter aus Rumänien (29 und 21) getötet
In Großkirchheim wurden bei einem Unfall zwei Forstarbeiter aus Rumänien (29 und 21) getötet © Privat
 

Zwölf Stunden Knochenarbeit im Berg. Am Ende des Tages ist es sehr verlockend, sich einen Weg im steilen Gelände zu ersparen und in einem Wagen mit dem Seilzug mitzufahren. Verständlich auf der einen, streng verboten auf der anderen Seite. Es gilt mittlerweile als sehr wahrscheinlich, dass die beiden Forstarbeiter aus Rumänien – wir haben berichtet – Donnerstagabend auf diese Weise nach Forstarbeiten in Großkirchheim ums Leben gekommen sind. „So etwas ist leider gang und gäbe. Es gibt dazu die wildesten Erzählungen. Wenn nichts passiert, ist alles in Ordnung. Wenn doch, dann gibt es große Probleme für alle Beteiligten“, sagt Herbert Ruhdorfer, Leiter des Arbeitsinspektorat Kärnten. Bei der Aufarbeitung von Sturmschäden sei der Wald der gefährlichste Arbeitsplatz, den es gibt. „Alles steht unter Spannung. Im Vergleich dazu wird jede Baustelle zum reinsten Bürojob“, sagt Ruhdorfer.

Kommentare (4)

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joschi41
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8
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Schlimm

Ganz, ganz schlimm, was da passiert ist. Im Strafprozess wird sich zeigen, ob alles eine Selbstverschuldung war, oder ob dem Seilkranbetreiber eine Mitschuld angelastet werden kann. Es ist nicht zu verstehen, dass im Betrieb das Seil bei einer Last von mehr als einer Tonne hält, um dann bei einer Last von 150 kg zu reißen.

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koko03
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Da ist jeder Euro hart verdient!

Diese Leute haben meinen vollsten Respekt!

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Smusmu
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Das liebe Arbeitsinspektorat

Wenn diese Damen und Herren vielleicht auch das tun würden was eigentlich ihre Kernaufgabe wäre, anstatt den ganzen Tag Statistiken hinterher zu laufen, würde die Welt auch etwas anders aussehen. Meine Erfahrung.

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levis555
11
11
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Vielleicht wäre es ein guter Ansatz, die Sicherheit der Beschaäftigten zu erhöhen, wenn es endlich rigorose Kontrollen von Seiten des Landes gäbe. Zero Tolerance würde das Sicherheitslevel enorm steigern

Dann bräuchte es nicht mehr so markige Sprüche, wie die Überschrift dieses Artikels. Niemand braucht irgendwelche Helden, über diese Zeiten sollten wir längst draussen sein. Bei der zitierten Aussage von Herrn Ruhdorfer hat man den Eindruck, dass eben dieser Herr eher als Feigenblatt von der Wirtschaftskammer nominiert wurde und nicht als Leiter des Arbeitsinspektorates in Funktion ist. Auch die Beschreibung der Einweisung über eine Art „schriftliche Bedienungsanleitung“ für eine Menschengruppe, deren Alfabetisierungsgrad zu hinterfragen ist, sollte bei diesem Herrn die Alarmglocken läuten lassen. Taten dies anscheinend bisher nicht. Funktioniert anscheinend nicht immer nach dem Motto „gibt der Herr ein Amt, gibt er auch den Verstand“...

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