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KlagenfurtUnheimliche Brandserie geklärt: 21-Jähriger in Haft

Nach Serie von Bränden im Bereich Waidmansdorf: 21-Jähriger ist in U-Haft. Laut Polizei hat er gestanden, vier Brände gelegt zu haben. Brandserie im Stadtteil Fischl ist weiter ungeklärt. Zweiter Täter?

Auch eine Gartenhütte wurde in Brand gesteckt © 
 

Die unheimliche Brandserie von Klagenfurt scheint geklärt zu sein. Zumindest teilweise. In den vergangenen Wochen gab es mindestens acht Brände im Klagenfurter Stadtteilen Fischl sowie im Bereich Waidmannsdorf.

Nach umfangreichen Ermittlungen wurden nun einem 21-jährigen Klagenfurter mehrere Brandlegungen in der Karawankenblickstraße nahe Waidmannsdorf an der Grenze zum Stadtteil Viktring nachgewiesen.  Laut Pressemitteilung der Polizei hat der junge Mann dort in zwei Tagen vier Brände gelegt.

Die Brandstiftungen begannen am 9. Jänner: Zuerst hat der Klagenfurter  laut Polizei einen Müllcontainer im Müllraum eines Mehrparteienhauses  angezündet. Eine Stunde später steckte er dort auch einen Altpapiercontainer in Brand.

Am nächsten Tag, dem 10. Jänner, legte der 21-Jährige bei einem Gartenhaus in der Karawankenblickstraße ein Feuer. 15 Minuten später entfachte er auf einer Terrasse einen Brand, auf der Brennholz gelagert war. Das ergaben die Ermittlungen und Einvernahmen der Polizei. Gebrannt hat es entweder direkt im Mehrparteienhaus oder ganz in der Nähe des Gebäudes.

Brandstifter hatte Rauchgasvergiftung

Die Sirenen heulten meist zwischen 21 und 22 Uhr. "Die Brandstiftungen  wurden von dem 21-jährigen Mann teilweise selbst gemeldet", sagt Polizeisprecher Mario Nemetz.  "Den ersten Brand versuchte der Mann sogar selbst zu löschen, bis die Feuerwehr kam", erläutert Nemetz. "Nach dem ersten Feuer wurde der Mann mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Klinikum gebracht. Doch er ließ sich nicht untersuchen, verließ das Krankenhaus wieder und legte gleich danach den nächsten Brand." 

Mit den Taten wollte er laut seinen Angaben "Aufmerksamkeit erregen". Nach Abschluss der Ermittlungen wurde der 21-jährige Tatverdächtige am Samstag in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert. Die vier Brände in der  Karawankenblickstraße gab er nach anfänglichem Zögern zu. Die Vernehmung führte die Brandgruppe des Landeskriminalamtes.

"Die anderen vier Brände, die es im Stadtteil Fischl gegeben hat, konnten dem Mann nicht nachgewiesen werden. Es gibt auch keine Hinweise, dass er damit etwas zu tun hatte", stellt Nemetz klar.

Hausdurchsuchung, Dealerei

Dafür fanden die Polizisten der Polizeiinspektion Viktring in der Wohnung des vorbestraften Mannes noch etwas anderes: Bei einer Hausdurchsuchung wurde eine Vielzahl an Suchtmittelutensilien gefunden, dazu rund hundert Gramm Cannabis und eine kleinere Menge an weiteren Suchtmitteln sowie suchtmittelhältige Medikamente. Es besteht der Verdacht, dass der Mann mit Drogen gedealt hat, sagt Nemetz.

Auch eine Schreckschusspistole samt mehreren hundert Stück Patronen und ein Samuraischwert wurde von der Polizei sichergestellt. Zusätzlich wurde in der Wohnung auch noch ein gefälschter Polizeidienstausweis gefunden.  Der 21-Jährige wird bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt nach dem Waffengesetz, dem Suchtmittelgesetz und hinsichtlich der Brandlegungen angezeigt. 

Zweiter Täter?

Bleibt die Frage: Was ist mit den vier Bränden in Fischl? "Brandstiftung ist nicht auszuschließen", betont Nemetz. Derzeit gehe die Polizei davon aus, dass in Fischl ein anderer Täter am Werk war.

Einer der Müll-Brände in Fischl Foto © KK

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