Seinen Hund retten wollte ein 63-jähriger Mann am Samstagnachmittag in der Gemeinde Carlino nahe Lignano. Das Tier war im Fluss Cormor in Not geraten. Vom Mann fehlte infolge jede Spur, eine großangelegte Such- und Rettungsaktion startete – mit tragischem Ende.

Rettungsaktion für Hund ging schief

Es war am Samstag gegen 18.15 Uhr: Etliche Einsatzkräfte rückten aus, um nach dem vermissten Mann zu suchen, der im nahegelegenen Tavagnacco wohnhaft war. Er soll sich in den Cormor gestürzt haben – in einem verzweifelten Versuch, seinen Hund zu retten. Dabei wurde der 63-Jährige von der Strömung mitgerissen. Entsprechende Zeugenaussagen wurden von den Carabinieri gesammelt.

Rettungskräfte aus mehreren Gemeinden beteiligten sich an der Suche
Rettungskräfte aus mehreren Gemeinden beteiligten sich an der Suche © Vigili del Fuoco/ Nordest24

An der Rettungsaktion beteiligten sich laut Nordest24 Kräfte aus Udine, Venedig, Görz, Triest, Cervignano, Latisana und Lignano. Unterstützt wurden sie von einem Hubschrauber und spezialisierten Tauchern für die Unterwassersuche sowie von Drohnen und Infrarot-Geräten. Erschwert wurde die Suche allerdings vom Wetter: Schwere Regenfälle in den Stunden zuvor führten zum starken Anstieg des Wasserspiegels. Darüber hinaus war das Wasser derart getrübt, dass man kaum Sicht gehabt haben soll.

Mann leblos nach 23 Stunden gefunden

Am Sonntag dann die traurige Gewissheit: Nach rund 23 Stunden Suche wurde der 63-Jährige leblos in San Gervasio di Carlino gefunden. Er blieb in einer Walze stecken und wurde schließlich durch den absinkenden Wasserspiegel – rund 30 Meter von jenem Punkt entfernt, wo er sich ins Wasser stürzte – gefunden.

Auch ein Hubschrauber befand sich im Einsatz
Auch ein Hubschrauber befand sich im Einsatz © Vigili del Fuoco/ Nordest24

Der treue Wegbegleiter des 63-Jährigen, den dieser offenkundig retten wollte, wurde bereits am Samstag gefunden. Wie Notizie.it berichtet, konnten Feuerwehrleute den Hund lebendig retten.