Nach dem tödlichen Messerangriff eines 23-jährigen Syrers auf Passanten meldete sich der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Samstagabend zu Wort: „Diese unfassbare Gräueltat muss schärfste Konsequenzen haben“, so Kaiser in einer Aussendung. Wer in Österreich lebe, müsse „Recht und Gesetz achten, hat sich an unsere Regeln und Werte anzupassen“. Wer dagegen verstoße, „dem ist der Prozess zu machen, einzusperren und abzuschieben“. Sein Mitgefühl sei „vor allem auch persönlich als Vater“ bei den Hinterbliebenen des Verstorbenen.
Österreich und die EU seien laut Kaiser aufgerufen, „endlich eine restriktive und auf Recht und Gesetz beruhenden Richtlinien fußende Migrations- und Asylpolitik umzusetzen“. Die „unfassbare und unentschuldbare Tat“ dürfe nicht zu Hass und Pauschalurteilen führen, die Möglichkeiten des Rechtsstaats seien aber „auf das Allerschärfste zu nutzen“.
Stadtsenat erschüttert über „abscheuliches Verbrechen“
Der Villacher Stadtsenat rund um Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) spricht von einer „unfassbaren Tat“, die die Stadt „mitten ins Herz getroffen habe“. Die Gedanken und das tiefe Mitgefühl gelte den Opfern, Verletzten und Familien. „So ein abscheuliches Verbrechen ist auf Schärfste zu verurteilen“, teilte Albel mit, und dankte jenem Mann, der „selbstlos, mutig und entschlossen“ eingriffen sowie dem raschen Einsatz der Polizei. SPÖ, ÖVP und FPÖ Villach betonen gemeinsam, es könne so nicht weitergehen: „Es muss Veränderungen und klare Maßnahmen auf Bundesebene geben“, es brauche eine funktionierende Asylpolitik.
Für ÖVP „furchtbare Tat“
Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP) sprach von einer „furchtbaren Tat“, die ihn „tief betroffen“ mache. „Solche Gewaltexzesse dürfen in unserem Land keinen Platz haben“, stellt Gruber klar. Auch er fordert - wie der Villacher ÖVP-Chef Stadtrat Christian Pober - die „volle Härte des Rechtsstaats“ und konsequente Abschiebungen ein. Es brauche jetzt „Entschlossenheit und Geschlossenheit auf allen Ebenen“, es seien keine Einzelfälle mehr. Seine Gedanken und Gebete seien bei den Opfern und ihren Familien.
FPÖ will „sofortigen Asylstopp“
FPÖ-Chef Erwin Angerer betont, seine Partei warne „seit Jahren vor diesen Zuständen, die durch die fatale Asylpolitik der Einheitspartei unter Führung der ÖVP entstanden“ seien. Man fordere einen „sofortigen Asylstopp und konsequente Abschiebungen von ausländischen Straftätern“. Die Volkspartei habe sich für ein „weiter wie bisher“ entschieden, „das einzige Sicherheitsrisiko“ sei im Innenministerium, so Angerer.
Team Kärnten: „Verabscheuungswürdige Tat“
Laut Team-Kärnten-Chef Gerhard Köfer könne „nach dieser verabscheuungswürdigen Tat nicht zur Tagesordnung übergangen werden“. Konsequenzen brauche es für den mutmaßlichen Täter als auch in der Asyl- und Migrationspolitik. Die „linkslinke Politik“ sei gescheitert – das „zeigt sich am heutigen Tage einmal mehr auf dramatische Art und Weise“, erklärt Köfer. Sein Mitgefühl gelte den Hinterbliebenen des Toten.
Neos: „Ruhe und Besonnenheit“ bei der Aufklärung
Die Neos seien laut Landessprecher Janos Juvan „erschüttert und tief betroffen von diesem furchtbaren Ereignis“. Für die Aufklärung der „auf Schärfste zu verurteilenden Tat“ brauche es „Ruhe und Besonnenheit“. Die Gesellschaft sei gefordert, Sicherheit in Österreich zu gewährleisten und auch Verfolgte zu schützen. Ihr Mitgefühl gelte den Familien der Opfer.