"Maderna" statt ModernaMit gefälschtem Impfausweis nach Hawaii: Gefängnis statt Strand

Für eine 24-jährige US-Amerikanerin endete der Hawaii-Urlaub im Gefängnis, ihr wurde ein Schreibfehler im gefälschten Impfausweis zum Verhängnis.

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Gefängnis statt Paradies hieß es für die 24-jährige US-Amerikanerin
Gefängnis statt Paradies hieß es für die 24-jährige US-Amerikanerin © CBS/Twitter
 

Gefängnis statt Paradies: Eigentlich plante die aus dem landumschlossenen US-Bundesstaat Illinois stammende Amerikanerin Chloe Mrozak einen schönen Aufenthalt am Meer, geworden ist es ein Aufenthalt im Gefängnis, berichtet CBS Chicago. Bei der Einreise nach Hawaii ist eine zehntägige Quarantäne vorgeschrieben - außer man verfügt über einen gültigen negativen PCR-Test oder kann nachweisen, dass man mindestens 15 Tage vor Reiseantritt die Impfung gegen das Coronavirus erhalten hat. Somit sollte dem Urlaub auf der Inselgruppe im Zentralpazifik nichts im Weg stehen, denn laut Impfausweis ist die 24-Jährige bereits seit April vollimmunisiert.

Das Problem: Mrozak wurde zweimal mit dem Vakzin von "Maderna" geimpft, das auch den hawaiianischen Behörden kein Begriff war. Vielmehr läuteten die Alarmglocken, es könnte sich um eine Fälschung handeln. Wie sich herausstellte, war die naheliegendste aller Erklärungen auch die richtige. Beim Fälschen des Impfausweises passierte ein folgenschwerer Fehler und aus "Moderna" wurde "Maderna". Schon der Kontrolleur am Flughafen äußerte seine Zweifel an der Echtheit ihrer Impfkarte, trotzdem durfte sie ihn zunächst verlassen.

Später läutete das Telefon eines Mitarbeiters der Generalstaatsanwaltschaft, dem mitgeteilt wurde, dass Mrozak verdächtigt wird, mit einem gefälschten Impfausweis eingereist zu sein. Daraufhin versuchten die Behörden mehrmals, die Touristin zu kontaktieren - erfolglos. Als sie sechs Tage später zum Flughafen fuhr, um die Heimreise anzutreten, wurde sie festgenommen. Die Ermittler identifizierten die Amerikanerin anhand eines markanten Tattoos auf der Hüfte, das sie zuvor auf ihrem Facebook-Profilbild gesehen hatten.

"Verbotene Handlungen im Notfallmanagement"

Nach ihrer Festnahme wurde die Urlauberin gegen eine Kaution von 2000 US-Dollar im Gefängnis von Honolulu festgehalten, bis "zur Verhandlung wegen verbotener Handlungen im Notfallmanagement". Am Mittwoch wurde sie einem Richter vorgeführt, an den sie ein tränenreiches Plädoyer richtete. Trotz Einwänden der Staatsanwaltschaft entließ dieser sie aus dem Gefängnis, nachdem sie beteuert hatte: "Ich bin kein schlechter Mensch."

Obwohl sie die Inseln mittlerweile wieder verlassen durfte, ist die Geschichte für Mozrak noch nicht vorbei: Sie muss zu einer virtuellen Anhörung am 22. September erscheinen. Ihr wird nicht nur vorgeworfen, einen gefälschten Impfausweis benutzt zu haben, in dem das Wort "Moderna" falsch geschrieben war, sondern auch, dass sie bei weiteren Angaben hinsichtlich ihres Aufenthaltes gelogen habe. In Hawaii steht auf die Verwendung gefälschter Testnachweise oder Impfdokumente für die Einreise eine Geldstrafe von bis zu 5000 US-Dollar und/oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Kommentare (1)
ralfg
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Tja gut, dass Hawaii zur USA gehört und sie im Falle einer verdienten Gefängnisstrafe diese auch antreten muss.