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"Arktische Hitzewelle"Alert: Rekordtemperatur in nördlichster ständig bewohnter Siedlung

Im nordkanadischen Alert, das weniger als 900 Kilometer vom Nordpol entfernt liegt, wurden am Sonntag 21 Grad Celsius gemessen, teilte der kanadische Wetterdienst mit.

Kein Scherz: Die Ortschaft heißt wirklich "Alert" (auf deutsch: der Alarm) © APA (AFP)
 

Einen Temperaturrekord hat die nördlichste dauerhaft bewohnte Siedlung der Erde erlebt. Im nordkanadischen Alert, das weniger als 900 Kilometer vom Nordpol entfernt liegt, wurden am Sonntag 21 Grad Celsius gemessen, teilte der kanadische Wetterdienst mit. Der Chef-Meteorologe im kanadischen Umweltministerium, David Phillips, sprach von einer wahren "arktischen Hitzewelle".

Absoluter Rekord

In Alert liegt die Durchschnittstemperatur im Juli für gewöhnlich bei 3,4 Grad. Die jetzt gemessenen 21 Grad seien ein "absoluter Rekord", sagte der Meteorologe Armel Castellan. "Das ist eine ziemlich unglaubliche Statistik. Es ist eines von Hunderten Beispielen von Rekorden im Zuge der Erderwärmung."

Der bisherige Rekord von 20 Grad in Alert wurde am 8. Juli 1956 gemessen. Seit dem Jahr 2012 wurden an mehreren Tagen Temperaturen zwischen 19 und 20 Grad erreicht.

>>>Experte warnt: Klimawandel kann außer Kontrolle geraten

Alert liegt am 82. Breitengrad am Ufer des Arktischen Ozeans. Die Militärbasis wurde eingerichtet, um russische Kommunikation abzufangen. Seit 1950 gibt es dort eine Wetterstation.

 

UN-Bericht: Die größten Bedrohungen für die Umwelt

Der UN-Bericht erinnere daran, dass Eingriffe in die Natur das Risiko bergen, lang anhaltende Auswirkungen auf unseren Planeten zu haben, sagte die derzeitige Leiterin des Umweltprogramms, Joyce Musya. Mit der Crispr-Technologie etwa können Organismen viel leichter gentechnisch verändert werden als früher. Das hat viele Vorteile.

(c) APA (Andreas Gebhard/DPA)

Doch genetisch manipulierte Organismen freizusetzen könne auch "weitreichende Auswirkungen und unabsichtliche Konsequenzen" mit sich tragen. Mit der "Macht, eine ganze Spezies verändern, unterdrücken oder austauschen" zu können, müsse sorgfältig umgegangen werden.

(c) AP (Malcolm Ritter)

Eine weitere Bedrohung liege dem Bericht zufolge darin, dass immer mehr Lebensräume von Tieren durch Straßen, landwirtschaftlich genutzte Felder und Dämme zerschnitten werden. So haben Lebewesen demnach immer weniger Platz sich zu bewegen, Nahrungsmittel zu suchen und sich zu paaren.

(c) AP (PETER DEJONG)

Durch die Erderwärmung schmilzt immer mehr Permafrost, der in der Arktis die Erde bedeckt. Doch der Permafrost hält Moore gefroren - und darin sind gigantische Mengen an Treibhausgasen eingeschlossen, wie es in dem Bericht heißt. Schmilzt der Permafrost weiter, könnten diese Gase demnach freigesetzt werden.

(c) AP (JOHN MCCONNICO)

Alle machen sich Sorgen um Kohlenstoff - doch auf die Gefahren von Stickstoff werde wenig geachtet, berichtet die UN-Umweltorganisation. Wegen der Landwirtschaft, der Industrie, dem Verkehr und dem Energiesektor werde massenweise Stickstoff abgesetzt. In Form von Distickstoffmonoxid etwa sei dies ein Treibhausgas 300 Mal stärker als Kohlenstoff.

(c) AP (Martin Meissner)
(c) APA/AFP/ALEXANDER GRIR (ALEXANDER GRIR)
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Kommentare (6)

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AndiK
9
7
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Nur gut dass es dort erst seit 1950

eine Wetterstation gibt, nicht auszudenken wenn es dort schon früher mal so warm gewesen sein sollte....

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Jodl
1
6
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Es gibt offenbar immer Leute,...

... die glauben, selber klüger zu sein als alle Experten zusammen.
Durchschnittstemperatur im Juli bis 1985-2015: 3,0 Grad.
Durchschnittstemperatur im Juli 1985-2019: 3,7 Grad.
Allein die letzten vier Jahre haben den Durchschnitt also um 0 7 Grad gehoben.

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ichbindermeinung
6
13
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Palmölimport verbieten und Anbauflächen aufforsten

dann kann man seitens der EU-Zentrale ohne zusätzl. Klima-Steuern als Sofortklimaschutzmaßnahme den klimaschädl. Import von Palmöl verbieten. Und die dortigen Länder können die Flächen wieder klimafreundl. aufforsten. Die heimischen Bauern können Öle/Butter liefern u. das Geld bleibt im Land...

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AndiK
29
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Im Jahr 1956

gab es 20 Grad und das ganz ohne reisserischer Klimaerwärmungs - Schlagzeile.....

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Jodl
4
16
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AnsiK übersieht...

... wieder einmal de Untetschied zwischen Wetter und Klima. Einmalige Ausreißer können immer passieren, es geht aber um den langfristigen Trend. Und der zeigt, dass in den letzten 7 Jahren die 20 Grad mehrmals fast erreicht wurden. 1956 hingegen war es eine Ausnahme.

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schism
2
16
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Sinnerfassendes Lesen...

"Seit dem Jahr 2012 wurden an mehreren Tagen Temperaturen zwischen 19 und 20 Grad erreicht."

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