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Neue SimulationSterbender Stern verhalf der Erde zu lebensfreundlichen Bedingungen

Eine neue Simulation zeigt, dass radioaktive Elemente aus einer nahen Supernova wohl die "Bauelemente" der Erde trockneten, bevor sie sich zusammenballten.

© dapd
 

Hätte die Erde bei ihrer Entstehung zu viel Wasser eingesammelt, wäre sie eine unwirtliche Ozeanwelt geworden. Eine neue Simulation zeigt, dass radioaktive Elemente aus einer nahen Supernova wohl die "Bauelemente" der Erde trockneten, bevor sie sich zusammenballten.

Ein tiefer globaler Ozean und eine undurchdringliche Eisschicht am Meeresboden. So hätte die Erde durchaus aussehen können, hätte sie in ihrer Entstehung einen höheren Wasseranteil angesammelt. Das hätte geochemische Zyklen wie den Kohlenstoffkreislauf verhindert, die das Klima stabilisieren und Bedingungen für Leben schaffen.

Computer-Simulation

Ein Forschungsteam der ETH Zürich und der Universitäten Bern, Oxford, Bayreuth und Michigan hat mit Computermodellen simuliert, wie es zum lebensfreundlichen Wasseranteil der Erde kam, wie der Nationale Forschungsschwerpunkt PlanetS am Dienstag mitteilte. Demnach sorgte ein sterbender Stern (Supernova) in der kosmischen Nachbarschaft für trockenere Bausteine, aus denen sich die inneren Planeten unseres Sonnensystems bildeten. Davon berichten die Wissenschafter um Tim Lichtenberg im Fachblatt "Nature Astronomy Letters".

Diese Bausteine, Brocken aus Gestein und Eis, bildeten sich in einer Staub- und Gasscheibe um die noch junge Sonne. Nach und nach wuchsen diese sogenannten Planetesimale dann zu Planetenembryos heran. "Man geht zurzeit davon aus, dass die Erde den größten Teil ihres Wassers von diesen teils wasserreichen Planetesimalen geerbt hat", sagte Lichtenberg. Theoretisch hätte die Erde so viel zu viel Wasser aufgenommen.

Mit ihrer Simulation prüften die Wissenschafter nun die Theorie, dass die Planetesimale von innen aufgeheizt wurden, so dass ein Teil des ursprünglichen Wassereises verdampfte. Diese "innere Heizung" beruhte auf dem Zerfall radioaktiver Elemente wie Aluminium-26, die aus der nahen Supernova stammten. Die Computermodelle zeigten, dass die Menge an Aluminium-26, die bei Geburt unseres Planetensystems vorhanden war, ausreicht, um Planetesimale systematisch zu trocknen, bevor sie zu Planetenembryos heranwachsen.

Das radioaktive Aluminium könnte den Unterschied machen, ob in einem Planetensystem Planeten mit relativ wenig Wasser entstehen, wie in unserem Sonnensystem, oder ob in erster Linie Ozeanwelten entstehen, erklärte Lichtenberg.

 

Kommentare (1)

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SoundofThunder
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1
Lesenswert?

🤔

Es gibt auch eine andere Theorie:Ein Massereicher Stern explodierte als Supernova und versetzte eine Stellare Gaswolke durch die Druckwelle der Explosion in Bewegung und reicherte sie mit den uns bekannten Elementen an (Unsere Sonne produziert aus Wasserstoff durch Kernfusion gerade mal Helium,woher kommt dann das ganze Gold?).Aus dieser Staubwolke entwickelte sich dann unsere Sonne und die Planeten. (Die Erde war in ihrer Entstehung doch nur ein glühender Feuerball ohne Atmosphäre und war vor der Planetenkollission mit Theja nur halb so groß wie heute und nur der halben Schwerkraft , wie soll sich da Wasser halten? Siehe Mars!)

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