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Ocean VikingRettungsschiff ruft Notstand aus, Italien schickt Ärzteteam

In den vergangenen 24 Stunden habe es an Bord sechs Suizidversuche gegeben. Am Donnerstag seien zwei Männer über Bord gesprungen. Am Freitag in der Früh habe ein Mann versucht, sich zu erhängen.

Ocean Viking
Ocean Viking © AP
 

Das Rettungsschiff "Ocean Viking", das seit Tagen mit 180 Flüchtlingen an Bord im Mittelmeer unterwegs ist, hat am Freitag den Notstand ausgerufen. Die Situation auf dem Schiff habe sich derart zugespitzt, dass die Sicherheit der 180 Geretteten und der Besatzung nicht mehr gewährleistet werden könnten, teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée am Abend mit.

Die italienischen Behörden haben ein medizinisches Team an Bord des Rettungsschiffes gesendet. "Bisher wurde keine weitere Hilfe angeboten. Die Spannung an Deck steigt wieder", twitterte die Hilfsorganisation SOS Mediterranee am Samstag.

Verzweiflung und Selbstmordversuche

"Auf dem Schiff warten mehr als die Hälfte der Geretteten seit über einer Woche verzweifelt auf einen sicheren Ort", erklärte Verena Papke, Geschäftsführerin von SOS Méditerranée Deutschland. Die Behörden in Italien und Malta hätten in den vergangenen Tagen alle Anfragen nach einem Anlegen in einem ihrer Mittelmeerhäfen abgelehnt, hieß es weiter in der Mitteilung.

In den vergangenen 24 Stunden habe es Stand Freitag an Bord sechs Suizidversuche gegeben. 44 Menschen hätten die Absicht geäußert, sich selbst und anderen Schaden zuzufügen. Die Ausrufung des Notstands an Bord sei "beispiellos in der fünfjährigen Geschichte von SOS Méditerranée". Die Organisation sehe sich aber "durch die rapide Verschlechterung des psychischen Zustands einiger der Überlebenden an Bord dazu gezwungen".

Seelische Not und Depressionen

Am Donnerstag seien zwei Männer über Bord gesprungen und dann vom Rettungsteam der "Ocean Viking" wieder geborgen worden. Am Freitag in der Früh habe ein Mann versucht, sich zu erhängen. Viele der Überlebenden befänden sich in großer seelischer Not und litten unter Depressionen. An Bord gebe es Streit und auch körperliche Auseinandersetzungen.

Die Flüchtlingshelfer hatten die 180 Menschen nach eigenen Angaben zwischen dem 25. und 30. Juni aus dem Meer gerettet. Unter den 180 Überlebenden seien 25 Minderjährige. Die Organisation appellierte an alle EU-Staaten, eine Lösung für die 180 Überlebenden an Bord der "Ocean Viking" zu finden.

Besonders die deutsche Bundesregierung sei jetzt in der Verantwortung, im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft auf eine Lösung hinzuwirken. Die "Ocean Viking" hatte erst Mitte Juni ihre Seenotrettungseinsätze im Mittelmeer wieder aufgenommen, nachdem die Schiffscrew drei Monate wegen der Corona-Pandemie pausiert hatte.

Kommentare (21)
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Morioka
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Mir stellt sich die Frage ...

Die Menschen sind etwas mehr als 10 Tage auf See gefangen und schon entwickeln sich solche Zustände? Würde es zu Depressionen kommen und noch schlimmerem? Wem will diese Organisation diesen Unsinn verkaufen?

Um einen Vergleich anzustellen: 10 Tage auf See gefangen -> Migranten

Mehrere Monate auf See gefangen, die Presse berichtet kaum darüber, Seeleute. Diese sitzen fest, werden nicht an Land gelassen, wie mag es denen wohl gehen? Wird man natürlich nicht erfahren, eben weil darüber nicht berichtet wird, ausser es käme zu Aufständen oder ähnlichem. Steht nat. in diesem Fall nicht zu erwarten.

Nun will ich die eigentliche Sache nicht gleichsetzen, klarerweise sind Migranten in einer anderen Situation, und wo es sich dabei noch um Asylwerber handelt im besonderen. Deren Verhalten - die Drohung: Entweder ihr lasst uns an Land, oder ... wird im einen wie dem anderen Fall eher zu einem negativem Ergebnis führen und Konsequenzen haben.

Der Organisation die hier solchen Unsinn verbläst, kann man da ruhig eine Teilschuld einräumen, wenn es für jene dann heissen sollte es gäbe keinen Aufenthaltstitel oder kein Aufenthaltsrecht. Für die Organisation gibt es ja noch genügend andere die 'gerettet' werden und nach Europa müssen; Insofern, business as usual, nur eben nicht direkt auf Inseln, griechischer oder italienischer.

Edelstahl 50
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Nicht jammern

Einfach richtig Wählen und Öxit Dan sind wir alle wieder los. Solche Schiffe gehören verboten.

smithers
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Man sollte die 44 Unruhestifter nach Europa holen und einsperren. Nach drei Jahren dann sofort wieder Abschieben nach Nordaftrika.

PeterWerhonik
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🤔

Warum drei Jahre warten und verköstigen.
Das verstehe ich nicht. Gleich mit ihnen einen nordafrikanischen Hafen anlaufen dort alle aussteigen lassen. Inkl. Besatzung wenn die wollen.

tomtitan
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Erpressung

der Sonderklasse...

Radiosoundportal
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Wollen wir das?

44 wollen anderen Menschen Schäden zufügen ......
es gibt körperliche Auseinandersetzungen !
Die besten Voraussetzungen Und Visitenkarte zur ( vorübergehenden) Aufnahme als Hilfe suchender ??🧐🧐🤨🤨🤣🤣🤣

PeterWerhonik
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Warum muss es Europa sein?

Ich gehe davon aus, dass die Häfen von Tripolis, Tunis oder ein anderer in dieser Region sicher bereit sind die Leute von der Ocean Viking aufzunehmen. Also warum wird keiner dieser Häfen angesteuert.

joektn
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🤔

"...44 Personen haben die Absicht geäußert sich oder anderen Schaden zuzufügen..". Na gartuliere, wenn man dann diese potentiellen Gefährder dann einfach so nach Europa lässt, kann man sich ausrechnen, wo das hinführen kann.

struge1
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Achtung, Achtung,

wir bringen uns alle um und schon sind wir gerettet. Erpressung im höchsten Maße, vielleicht von den NGOs angeordnet, damit es schneller geht! Es gilt natürlich die Unschuld Vermutung!

zweigerl
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Deutschland, rette!

Die Ocean Viking segelt unter norwegischer Flagge, die Mittelmeerländer verweigern die Aufnahme. Warum soll nun schon wieder Deutschland eine Lösung suchen, um diese Geflüchteten aus ihrer psychischen Depression zu holen? Man möchte beinahe das unselige Emanuel Geibel-Wort zitieren, wonach am deutschen Wesen die Welt genesen soll. Herr Putin, übernehmen Sie doch auch einmal zur Abwechslung den Fall einer Seenotrettung!

justinjohnson
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Putin

Der fällt als Staatsoberhaupt seinem Volk,anders als bei uns, nicht in den Rücken!

0A0G4FLK9CKZ4QC8
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bruhahahahahaha

Selten so einen Topfen gelesen! Unfassbar was sich Leute so zusammen denken.

zweigerl
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Welch' Umdrehung der Tatsachen

Der macht jeden Ansatz einer oppositionellen Gegenstimme mundtot. Über die Aufnahme von Migranten verzieht er nicht einmal einen Mundwinkel. Solange dieses Riesenreich mit den unerschöpflichen Erdöl- und Erdgasfeldern gute Geschäfte machen kann, wird jeder das Maul halten. Auch das mit dem Annektieren geht so nebenbei (Krim, Ostukraine, japanische Inseln).

shorty
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Ocean Viking

segelt nicht. Sie fährt zwar unter norwegischer Flagge, ist aber von der deutsch/französischen Organisation SOS Mediterranee gechartert. Was geht Hrn. Putin bitte Seenotrettung im Mittelmeer an? Eigentlich geht es die Deutschen auch nichts an, aber sie können es nicht lassen sich als große Retter aufzuspielen und den Anderen dann die Konsequenzen ihres Handelns umzuhängen.

zweigerl
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Ein kleiner Solidaritätsbeitrag gefällig?

Ach, dafür geht ihn, der sich eben zum ewigen Staatsoberhaupt hat ernennen und als siegreicher Feldherr beim "Großen vaterländischen Sieg" hat feiern lassen, die Bombardierung syrischer Städte etwas an. Ein kleiner Freundschaftsdienst des einen despotischen Diktators für den anderen, der sich in seinem 1 Milliardendollar-Palast versteckt hält. 2016 wurde die Flüchtlingswelle nach "Germany" weitergewunken, das auch tatsächlich bereit war, Merkels Satz dürfte bekannt sein, dieses unabsehbare Heer von "ich will besser leben"-Migranten aufzunehmen.

hansi01
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Diese offiziellen Schlepper sollen sich selbst kümmern

Und kein SOS ausrufen

Bobby_01
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das sind

erpresserische Aktionen dieser Leute.
Umgehend den nächsten Hafen in Libyen anfahren und raus mit diesen Leuten.

walter1955
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die sollten doch richtung China

unterwegs sein,China beutet diesen Kontinent aus
und wir sollen die menschen übernehmen

Hieronymus01
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China beutet nun den Kontinent aus nachdem Europa diesen ausgebeutet hat.

Aber die leichten lukrativen Bereiche (Erdöl und Fischereirechte) ist Europa voll im "Geschäft".

ordner5
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Welche Ausbeutung?

So leicht lassen sich Afrikaner nicht ausbeuten, mein Guter. Europäer haben zumindest eine brauchbare Infrastruktur übergeben.

walter1955
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und was ist

mit den Bodenschätzen.Tourismus ect.
ja Europa hat ausgebeutet aber nicht in diesem Ausmaß wie es jetzt die Usa,Russland.Japan ect.machen ,sind voll im Geschäft
man sollte die Ölförderländer in die Pflicht nehmen die ja in Sau u.Braus leben (aber die verbrauchen ihr Geld nur um Kriege zu führen u.den Terrorismus zu fördern