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Welche Vorteile hat es? Auch Deutschland empfiehlt nun das Mischen von Impfstoffen

Möglichst schnell und unabhängig vom Alter sollen Menschen, die zunächst Astrazeneca bekommen haben, als zweites einen mRNA-Impfstoff erhalten - das empfiehlt die Impfkommission in Deutschland.

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Auf AstraZeneca soll ein mRNA-Impftstoff verabreicht werden © dpa-Zentralbild/Robert Michael
 

Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland empfiehlt nach einer ersten Impfung mit Astrazeneca möglichst schnell eine zweite Impfung mit dem Vakzin von Moderna oder Biontech. Mindestens sei ein vierwöchiger Abstand einzuhalten, erklärt die Stiko. Dies gelte unabhängig vom Alter. Nach aktuellen Studien sei die Immunantwort bei diesen Kreuzimpfungen höher. Grund sei die schnelle Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante in Deutschland.

Die Expertinnen und Experten begründen diesen Rat damit, dass die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten – erst Vektor-, dann mRNA-Impfstoff – der Immunantwort nach zwei Dosen Astrazeneca "deutlich überlegen" sei.

Wie sieht es in Österreich aus?

Anders in Österreich: Aktuell empfiehlt das Nationale Impfgremium (NIG) das homologe Impfschema. Das bedeutet, wenn man seine Erstimpfung mit einem Vektorimpfstoff erhalten hat, sollte auch die zweite Impfung mit diesem erfolgen. Im Gegensatz dazu steht das heterologe Impfschema (Kreuzimpfung). Hierbei wird erst mit einem Vakzin die erste Dosis verabreicht, und mit einem anderen die zweite. Die Kombination aus Vektor- und mRNA-Vakzine zeigt sehr gute Ergebnisse. Das heterologe Impfschema ist von der Europäischen Arzneimittelbehörde aber nicht zugelassen, einige Länder wenden es aber an. „Wir sind hier im zulassungsfreien Raum, das bedeutet für Arzt und Patienten eine unsichere rechtliche Situation“, sagt Herwig Kollaritsch, Mitglied des NIG.


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