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Ost-Lockdown zu EndeKatharina Reich: "Öffnungen vertretbar, Problem liegt eher im privaten Bereich"

Handel und Dienstleister dürfen in Wien und Niederösterreich wieder unter Sicherheitsvorkehrungen öffnen. Für Katharina Reich, Generaldirektorin für die Öffentliche Gesundheit, sind die Öffnungen vertretbar ‒ das Problem liege eher im privaten Bereich.

Katharina Reich, Generaldirektorin für die Öffentliche Gesundheit
Katharina Reich, Generaldirektorin für die Öffentliche Gesundheit © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Der harte Lockdown in Wien und Niederösterreich geht am Montag zu Ende. Geschäfte öffnen wieder, ebenso persönliche Dienstleister wie Friseure ‒ dazu müssen nach wie vor negative Eintrittstests vorgewiesen werden. Wer in den letzten sechs Monaten infiziert war und einen Nachweis dafür hat, braucht keinen Test. In der Bundeshauptstadt fällt auch die Maskenpflicht an belebten Orten. Die Gastronomie bleibt hingegen weiterhin geschlossen.

Seit Anfang April haben sich die beiden Bundesländer ‒ zuerst gemeinsam mit dem Burgenland, das bereits vor zwei Wochen wieder öffnete ‒ in einem speziellen regionalen Lockdown befunden. Grund war unter anderem eine Überlastung der Intensivstationen.

Das Ende des sogenannten Ost-Lockdowns bedeutet auch, dass die in Wien und Niederösterreich geltenden restriktiven Ausgangssperren ab Montag nicht mehr gelten. Dort galten diese rund um die Uhr. So waren Fahrten in andere Regionen nur zu bestimmten Zwecken erlaubt. Auch die Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen und Zoos dürfen nun wieder öffnen ‒ das allerdings unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Weitere Lockerungen soll es erst wieder am 19. Mai bundesweit geben.

"Problem liegt im privaten Bereich"

Für Katharina Reich, Generaldirektorin für die Öffentliche Gesundheit, sind die Öffnungen im Osten vertretbar, "da wir uns in einem sicheren Setting mit einem ausgezeichneten Testangebot befinden", wie sie heute im Ö1-Morgenjournal erklärte. Auf die Frage, welche Lehren aus den stark angestiegenen Inzidenzzahlen in Vorarlberg zu ziehen seien, meint Reich: "In sicheren Testsettings wie in der Gastronomie sind keine Cluster-Fälle aufgetreten." Das Problem liege vielmehr im privaten Bereich, da durch die Öffnungen ein Gefühl der Normalität aufgekommen sei, wodurch Sicherheitsschranken gefallen seien. "Wir müssen vermehrt darauf hinweisen, dass dort, wo wir uns selber schützen müssen, weiterhin intensive Bemühungen notwendig sind ‒ sonst kommt es im privaten Bereich zu steigenden Zahlen."

Nach den weiteren Öffnungsschritten am 19. Mai wird voraussichtlich die Vorlage von drei verschiedene Eintrittstests mit unterschiedlich langer Gültigkeitsdauer von 24, 48 und 72 Stunden möglich sein. Auf die Frage, ob dies nicht zu unübersichtlich und verwirrend für die Bevölkerung sei, erläutert Reich: "Es ist nicht ganz einfach, aber wir wollten den Menschen mehrere Möglichkeiten anbieten, damit der Zugang nicht zu kompliziert wird. Je professioneller das Testangebot, desto länger hält es."

Was die Impfungen in den Betrieben betrifft, geht Katharina Reich vom 17. Mai als offiziellem Startdatum aus. Die einzelnen Bundesländer seien bereits mit den Vorbereitungen beschäftigt. Zur Frage, wie eine Impfkampagne aussehen könne, wenn irgendwann mehr Impfdosen als Impfanmeldungen da seien: "Es wird eine zielgruppenorientierte Kampagne notwendig sein", meint Reich. Das Impfen soll "als Tor zur Welt" herausgestrichen werden. Zudem sei das Impfen der bessere und stabilere Weg, sich zu schützen ‒ Tests seien immer nur Hilfsmittel, das müsse der Bevölkerung bewusst gemacht werden.

Ausgeschert aus dem sogenannten Ost-Lockdown war bereits vor zwei Wochen das Burgenland. Dort waren der Handel und der Dienstleistungssektor wieder geöffnet worden. Der dortige Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) musste wegen dieses Vorgehens Kritik einstecken. Mit dem Ende der verschärften Maßnahmen sind nun auch wieder etwa Einkaufsfahrten in andere Bundesländer erlaubt.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sieht nach dem Ost-Lockdown die Strategie des regionalen Vorgehens gegen die Pandemie bestätigt: "Es war richtig, dass wir als eines der ersten Länder auf Massentests gesetzt haben und in der Pandemiebekämpfung gezielt regional und nicht flächendeckend vorgegangen sind." Mit diesen beiden Maßnahmen habe man die dritte Welle besser meistern können als andere Länder. Gleichzeitig betonte er die Wichtigkeit der Impfungen.


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Kommentare (11)
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Laser19
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Vorarlberg hat es bewiesen,

die Öffnungen haben nicht zu erhöhten Infektionen geführt. Die Art und Weise wie man die österreichische Bevölkerung für Dumm verkauft, sucht ihres Gleichen.

SANDOKAN13
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Das haben sie schon

nur nicht in der Gastronomie, sondern hauptsächlich im Lebensmittelhandel.

SANDOKAN13
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Man hat von Anfang

an ein Familienverbot verabsäumt. 1 Jahr musste die Gesellschaft das ausbaden.

Lodengrün
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Ja

es können nur die Privaten sein. Die können sich auch nicht wehren. Sagt sie das über den Handel, der Industrie, dem Tourismus s,…, ist sie ihren Job los. Sie soll mir einmal erklären wie contact tracing im Handel, in den Öffis, ….. funktioniert. Gingst du im Vorjahr in Deutschland ins Bad, ins Gasthaus,…dann wurde alles von dir mit Datum und Zeit, im Restaurant der Tisch, eingetragen. Diese Zahlen nehme ich ernst. Wenn aber die Verkäuferin vom Möbelgeschäft erkrankt kann sie es nur von privater Seite bekommen haben.

tomtitan
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Kommt das Virus

doch nicht mit dem Auto?

gluca
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Es ist so Arg....

Immer wieder das gleiche von den "Verantwortlichen"
Es werden jene Fälle, die am eigentlich sich am Arbeitsplatz infizieren, dem privaten Umfeld zugeschrieben und somit ergibt sich eine klare Verfälschung der Fakten.
Es ist verwunderlich, dass sich in den ganzen Monaten der Pandemie, noch keine Person offiziell am Arbeitsplatz angesteckt hat

SANDOKAN13
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In meinem

Umfeld haben sich alle in Lebensmittelgeschäften angesteckt.

gluca
1
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Es ist so Arg....

Immer wieder das gleiche von den "Verantwortlichen"
Es werden jene Fälle, die am eigentlich sich am Arbeitsplatz infizieren, dem privaten Umfeld zugeschrieben und somit ergibt sich eine klare Verfälschung der Fakten.
Es ist verwunderlich, dass sich in den ganzen Monaten der Pandemie, noch keine Person offiziell am Arbeitsplatz angesteckt hat

UHBP
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das Problem liege eher im privaten Bereich.

Das größte Problem sind dabei jene die einen Garten haben und dort das Virus neben den Salatpflänzchen züchten!
Schlage vor, alle Beherbergungsbetriebe sofort zu offenen und die Menschen nur mehr "fremd" Unterzubringen- Maximal eine Person darf sich im privaten Haushalt aufhalten. Damit ist der private Bereich ausgedünnt und die Pandemie hat bald ein Ende.

lombok
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Je mehr geöffnet wird ...

umso mehr verteilen sich die Menschen auf die verschiedenen Einrichtungen. Und somit nehmen die privaten Treffrn ab.

Zusätzlich kommen nun die warmen Temperaturen dazu, sodass man nicht mehr zwangsläufig in Innenräumen dicht gedrängt zusammen sitzt.

Ach ja, und dann gibt es nun ja die Impfung. Ich glaube, dass es für den bevorstehenden Sommer gut aussieht.

Bobby_01
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Ja

Genau.

Das Virus entsteht von heute auf morgen im privaten Bereich.
Hr. Ludwig hat wahrscheinlich als Einziger erkannt, dass es offensichtlich doch von aussen in den privaten Bereich kommt.
Aber manchen ist das egal.
In Rosental haben wir eine Inzidenz von über 500!
Aber der Bürgermeister veranstaltet Bürgermeisterstammtische vom 10.05. Täglich trotz Lockdown.
Da treffen sich ganze Straßen und Siedlungen zum verbreiten des Virus.
Unverständlich dass sich nicht mal der Bürgermeister an die Verordnungen halten kann.