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Prüfverfahren läuftEMA will Sputnik-Produktion in Russland inspizieren

Nach russischen Angaben ist die Inspektion durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) für Mitte April vorgesehen. Auch Kliniken, in denen Sputnik V verwendet wird, sollen besucht werden.

© (c) AFP (PAVEL KOROLYOV)
 

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bereitet die Entsendung von Experten nach Russland zur Inspektion von Produktionsstätten des Covid-Impfstoffs "Sputnik V" vor. Das teilte EMA-Chefin Emer Cooke am Dienstag bei einem virtuellen Treffen mit dem Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments mit. Auch Kliniken, in denen Sputnik V verwendet wird, sollen besucht werden. Nach russischen Angaben ist die EMA-Inspektion für Mitte April vorgesehen.

Die EMA hatte Anfang März ein Prüfverfahren für "Sputnik V" im Rahmen einer Rolling Review begonnen. Dabei werden Testergebnisse bereits geprüft, auch wenn noch nicht alle Daten vorliegen und noch kein Zulassungsantrag gestellt wurde.

Cooke machte keine Angaben, wann mit einer Zulassung von "Sputnik V" für die EU gerechnet werden könnte. Sie verwies darauf, dass neue Impfstoffe gründlich geprüft werden müssten und betonte ausdrücklich, dass für Sputnik V "dieselben Standards und Untersuchungen wie bei jeder anderen wissenschaftlichen Bewertung" angewandt werden.

Zuvor hatte der Chef des staatlichen russischen Direktinvestmentfonds RDIF in einem Interview erklärt, dass mit einer raschen EU-Zulassung wohl nicht zu rechnen sei. "Wenn eine Zulassung kommt - voraussichtlich nach Juni - könnten wir innerhalb von drei, vier Monaten etwa 100 Millionen Dosen für 50 Millionen Menschen in der EU liefern", sagte Kirill Dmitrijew der "Berliner Zeitung" (Samstag).

"Wir erwarten jetzt eine EMA-Delegation für Mitte April, und wir hoffen, dass die Entscheidung über Sputnik V eine rein wissenschaftliche sein wird und keine politische." Der vom Gamaleja-Forschungszentrum in Moskau entwickelte Impfstoff hat nach Angaben von Experten eine Wirksamkeit von über 91 Prozent gegen das Coronavirus. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass der Schutz zwei Jahre hält.


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