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St. Anton am ArlbergNach Polizeikontrollen: 96 Ski-Touristen in Tirol angezeigt

Bei intensivierten Kontrollen wurden am Freitag 44 Unterkünfte und 133 Personen überprüft.

In St. Anton am Arlberg wurden intensive Polizeikontrollen durchgeführt
In St. Anton am Arlberg wurden intensive Polizeikontrollen durchgeführt © APA/EXPA/Johann Groder
 

Nach Berichten unter anderem über angebliche Ski-Touristen, die auch Partys gefeiert haben sollen, hat die Tiroler Polizei am Freitag mit der angekündigten Intensivierung der Kontrollen von Beherbergungsbetrieben speziell in St. Anton am Arlberg und im Stanzertal begonnen. Bei der Kontrolle von 44 Unterkünften und 133 Personen wurden vorerst 96 Anzeigen erstattet und 29 Sicherheitsleistungen eingehoben, teilte die Exekutive in einer Aussendung mit.

Zudem wurde eine behördliche Quarantäne und ein behördlicher PCR-Test angeordnet. Angezeigt und kontrolliert wurden unter anderem Briten, Dänen, Schweden, Rumänen, Deutsche, Australier, Iren und Polen. Im Auge hatte die Polizei - im Auftrag bzw. Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Landeck und unter Einbeziehung der betreffenden Gemeinden - dabei besonders die Einhaltung des Meldegesetzes bzw. der Bestimmungen zu Zweitwohnsitzen sowie der Covid-Einreise- und Notmaßnahmenverordnung.

"Kein Kavaliersdelikt"

Das Strafmaß nach dem Epidemiegesetz bei Übertretungen der Verordnung beträgt bis zu 2.180 Euro, hieß es. Die Kontrollen seien "sehr effektiv und ohne nennenswerte Probleme bei den Beherbergungsbetrieben und Personalunterkünften" durchgeführt worden, erklärte Bezirkspolizeikommandant Christoph Patigler. Gesetzesübertretungen in diesem Bereich seien "kein Kavaliersdelikt".

Tirols Landespolizeidirektor Edelbert Kohler hatte sich zuletzt gegen Vorwürfe von zu wenigen Kontrollen gewehrt. Man kontrolliere bereits seit Wochen in sehr hoher Frequenz, hatte Tirols oberster Polizist im Interview mit dem ORF Tirol betont. Hinsichtlich angeblicher Partys in Heustadeln in St. Anton sprach er von "Halbwahrheiten".

Es stimme zwar, dass viele Zweitwohnsitze angemeldet wurden, das sei an sich aber nicht strafbar. Auch habe man festgestellt, dass sich Personen abseits der Pisten aufhalten und dort Getränke konsumieren oder die Jause zu sich nehmen, so Kohler. Dabei handle es sich aber nicht nur um Niederländer oder Briten, sondern auch um Einheimische - und solange der Abstand dabei gewahrt bleibe, gebe es für die Polizei auch keinen Grund zum Einschreiten.

Platter: Umgehung der Verordnungden "absolut inakzeptabel"

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat am Samstag die Umgehung der Covid-Verordnungen als "absolut inakzeptabel" bezeichnet. Die am Freitag in St. Anton am Arlberg und im Stanzertal durchgeführte Razzia mit 96 Anzeigen habe deutlich gemacht, "wie wichtig ein hartes Vorgehen ist", so Platter am Samstag. Auch Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprachen sich für eine Bestrafung bzw. eine "Aktion Scharf" aus.

In St. Anton und im Stanzertal wurden Zweitwohnsitze kontrolliert, überprüft wurden dabei meldegesetzliche Auflagen und die Widmungskonformität der Zweitwohnsitze. Auch möglichen Übertretungen der Covid-19-Einreiseverordnung wurde nachgegangen. Die Kontrolle von 44 Unterkünften bzw. 133 Personen hatte 96 Anzeigen zur Folge, zudem wurden 29 Sicherheitsleistungen eingehoben.

"Es gibt klare Regeln, die für alle gelten und auch einzuhalten sind. Bei Covid-Verstößen gibt es null Toleranz", stellte Platter fest. Der Kontrolldruck seitens der Behörde und Exekutive werde weiterhin aufrechterhalten.

Unterstützung in seiner Haltung erhielt der Landeshauptmann sowohl von Anschober als auch von Nehammer. Nur durch die Einhaltung der Schutzmaßnahmen sei es zu schaffen, die Infektionszahlen weiter zu senken, sagte Anschober. "Auflagen und Vorgaben sind einzuhalten. Wer sie umgeht und trickst, schadet der ganzen Gesellschaft", so der Gesundheitsminister. Es brauche daher eine "Aktion Scharf" und intensive Kontrollen, denn Tricksereien dürften sich nicht lohnen.

"Wer sich nicht an die Covid-19-Maßnahmen hält und sich damit ungerechtfertigt im Land aufhält, muss auch bestraft werden", unterstrich Nehammer. Man werde weiterhin "ein Auge darauf haben, dass die Bestimmungen zur Bekämpfung der Pandemie eingehalten werden", so der Innenminister.


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Kommentare (36)
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dieRealität2019
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für Ausländer gehören wieder der Einbehalt von Sicherheitsleistungen

wenn sie nicht zahlen können oder wollen.

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Ja Herr Platter, " so der Herr , so das Gscherr" !

Sakul1
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Vermieter.....

Und die Vermieter, die erst alles möglich machten, mit ihrem rechtswidrigen Vermieten, gehen straffrei aus dieser Schweinerei ?! Da stinkt es gehörig im Staate Österreich, liebe Freunde ....!

47er
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Jetzt fehlt nur noch,

dass auch sie nach dieser Schikane Entschädigung für "verpatztes" Einkommen beantragen.

Peterkarl Moscher
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Dummheit

Nicht böse sein , aber in solche Teppen kann man nicht mehr helfen, da hilft
nur eines " Trafen" bis sich die Balken biegen!!!!

Peterkarl Moscher
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entschuldigung

tut mir leid verschrieben " Trafen", aber man sieht selbst geschrieben und kein Plagiat!

silent
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Virol

ist gut .....

ratschi146
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und was mach ich jetzt mit meinen 5 Zweitwohnungs-Zimmern in Lech....

.... wenn man mir die Mieter rausstraft? ;-)

Da haben die ganzen guaten Ausreden und die Schmäh´´s die alle anwenden nix genutzt.

Jetzt brauchen diese "Zweiwohnsitzbesitzer" sicherlich auch einen staatlichen Zuschuss ;-)

laut schreien - Vater Staat wird es für euch richten ;-)

voit60
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Hohe Geldstrafen für Quatiergeber

und die Sache wird dann sich eher nicht mehr so leicht wiederholen. Ohne ein Zimmer kann keiner aus dem Ausland lange ins Land kommen, also wieder einmal ist die Geldgier Schuld an einer Misere.

SANDOKAN13
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Wieder mal 3 Leute

um ein Auto herumgestanden, die Tee getrunken haben, wird dann als Party von der Neidgenossenschaft angepatzt, unfassbar. Erlebe täglich solche Szenen, und unsere Supermärkte dürfen wieter die Leute verseuchen!!

sheena2
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Bin noch immer sprachlos...

Habe noch nie irgendjemanden "wieder" mit hartem "T" schreiben sehen...

FRED4712
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sag mal, gehts noch?

du vergleichst einen supermarkt, wo lebensnotwendige Lebensmittel unter strengsten Vorschriften verkauft werden mit treffen zum spass?????
mit tee meinst du wohl jagatee, wo es dann lustig hergeht....unglaublich die ignoranz mancher poster hier......und die Zahlen gehen nicht runter genau wegen solcher figuren.
zum fremdschämen solche typen

isogs
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Ist ja einfach

Skigebiet sperren und dann ist Ruhe

koeflach
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Lobbyisten

Da sind die Skilobbyisten stärker.

georgXV
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???

und der total ÜBERFORDERTE und absolut UNFÄHIGE Tiroler Gesundheitslandesrat ist noch immer im Amt ...
Offensichtlich / Gott-sei-Dank hat er Kontaktverbot mit den Medien auferlegt bekommen, denn er ist schon sehr lange NICHT mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten.

kropfrob
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Die Zweitwohnsitze ...

... werden kontrolliert, die gewerblichen Vermieter aber nicht? Na klar, bei den Hotel könnte man ja auf einen Parteifreund treffen ...

Ogolius
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Und immer wieder....

......die gleichen Bundesländer und Täter... In diesem Bereich herrscht ein anderer gesellschaftlicher Zugang zu Vorgaben und Entscheidungen. Das Motto „mia san mia“ ist eine unumgängliche Wertschöpfung des Bergvolkes. Wenn sie großteils auch ein liebenswürdiger Menschenschlag sind, so hält sich das Verständnis zu Geld und Gefahr leider in keiner gesunden Relation. Und: „haben keine Schuld und haben immer alles richtig gemacht“ ...irgendwie ein übersteigertes Selbstvertrauen leicht an der Grenze zur Hybris 😳

Buero
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Platter

Weiß ganz genau, was da vor sich geht. Aber er ist ja der Anführer eines Landes, wo Apres Ski, Schifahren und Geschäft über der Grsundheit und über dem Gesetz steht. Ich sage nur Ischgl, Hörl etc.
Übrigens der Hörl, der als Covid-Infizierter zu einer Sitzung geht.

salziere
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Ihr Statement nach fast einem Jahr

der Covidkrise und dem Platter immer noch so was zu unterstellen ist gelinde gesagt Unsinn. Und 24 Daumen-oben-Klicker löffeln ihre Suppe auf der Couch sitzend und applaudieren, unfassbar.

SANDOKAN13
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tja salzier

so sind halt die Geistesriesen bei uns, net ärgern!

salziere
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Aber deine Art, Dinge sprachlich bzw. bildhaft rüberzubringen

mag ich ebenso wenig....so wie oben '...Supermärkte dürfen wieter die Leute verseuchen!!'

Was soll man dazu noch sagen.

Stony8762
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Das sind alles keine Armen in St. Anton, Ischgl usw. Die grinsen bei 1000€ Strafe nur und feiern ungeniert weiter! Und wir anderen müssen mit einer (durchaus notwendigen) Lockdownverlängerung nach der anderen dafür büssen!!!

argus13
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Grenzkontrollen

gab und gibt es offensichtlich nicht - wie kommen Australier Briten usw. zu uns? Warum lässt man sich mit den Anmeldungen beim Zweiwohnsitz - muss erst genau geprüft werden, viele Mitarbeiter in Quarantäne...- nicht zwei Monate Zeit, dann gebe es das Kasperltheater nicht! Liftbetreiber sollten die am Pistenrand Feiernden kontrollieren. Nachdem sich die meisten Liftbetreiber nicht ausreichend Schutzmaßnahmen getroffen haben, gehören die Lifte zugesperrt! Sie jammern ja das es sich nicht rechnet!

Stadtkauz
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Virol ist anders

Dafür dürfen unsere Kinder nicht zur Schule, unsere Enkerl dürfen uns nicht nicht besuchen und wir haben Kurzarbeit oder den Job verloren.

Nixalsverdruss
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Ihr Heuchler! Wozu diese künstliche Aufregung?

Sie wissen doch ganz genau, dass das alle Nase lang passiert.
Sie wissen auch, dass Ihre Nachbarn das eine oder andere mal mit 5, vielleicht sogar 8 oder 10 anderen in der Garage zusammenstehen und das eine oder andere Bier trinken. Sie wissen ganz genau, dass ein paar Pensionisten zusammen kommen, mit Abstand - mal mit, mal ohne Masken und vielleicht nur einen Kaffee oder ein Glaserl Wein miteinander trinken...
Ich nehme an, dass das alle ohne böse Absicht machen - und doch mit einer gewissen Naivität, dass sich hierbei viel infizieren ist auch klar.
Wir wissen alle schon längst, dass die Ansteckungen bei uns zuhause, bei Freunden, etc. passieren - und nicht (sehr oft) in der Arbeit, beim Einkaufen und schon gar nicht in der Schule!
Also fangen wir bei uns selber zu suchen an...!

Patriot
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@Nix...: Natürlich passieren Ansteckungen

auch in der Schule! Mehr als zugegeben wird. Die Schulen müssen auf Druck der Eltern deshalb öffnen, weil ihnen die Kinder zuhause auf den Sack gehen!

 
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