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Dutzende Anzeigen in WienJugendliche mieteten sich eigens Haus für Corona-Party

Jugendliche hatten sich in Hietzing zum Feiern Haus gemietet - ein weiteres Fest Unbelehrbarer fand in Margareten statt. Insgesamt wurden 50 Anzeigen und elf Organmandate ausgestellt.

© APA/EXPA/Johann Groder
 

Kaum ist der dritte Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus am Stefanitag in Kraft getreten, hat die Polizei in Wien schon die ersten unerlaubten Partys auflösen müssen. In Hietzing haben sich Jugendliche sogar eigens dafür ein Haus gemietet. 22 der geschätzten 40 bis 50 Partygäste im Alter von 13 bis 22 Jahren wurden angezeigt, die anderen konnten flüchten. In der Nacht auf Samstag wurde auch eine zweite Feier, die in Margareten abgehalten wurde, aufgelöst, so die Polizei.

Aufgeflogen war die unerlaubte Party in Hietzing, weil sich ein Gast in der Nacht auf den Stefanitag in betrunkenem Zustand am Kopf verletzt hatte. Seine Freunde brachten den Jugendlichen ins Freie und alarmierten einige Straßen vom Haus entfernt die Rettung. Somit kam auch die Polizei hinzu, die das Fest in der Nähe rasch bemerkte. Bei der Kontrolle konnten die Partyteilnehmer zunächst noch flüchten. Die Beamten konnte niemanden mehr in dem Haus antreffen.

Nur eineinhalb Stunden später wurden die Einsatzkräfte erneut zu dem Haus geholt. Ein Anrainer hatte sich wegen Lärms beschwert. Er berichtete auch, dass Schusswaffen im Spiel seien.

Daraufhin forderten die Polizisten Verstärkung an. Bezirkskräfte, die Polizeidiensthundeeinheit und Kollegen der Spezialeinheit WEGA trafen schließlich bei dem Haus bei der Speisinger Straße ein. Von den schätzungsweise 40 bis 50 Partygästen konnten nur noch 22 angetroffen werden. Die anderen flohen über Nachbargrundstücke. Einige versuchten noch, sich im Keller zu verstecken. Die Jugendliche wurden wegen des Verstoßes gegen die Covid-19-Notmaßnahmen-Verordnung angezeigt. Ein 18-jähriger Österreicher und ein 19-jähriger Deutscher müssen sich auch wegen des Besitzes von Drogen - vermutlich Marihuana - verantworten.

Die vom Nachbarn erwähnte Waffe stellte sich als Schreckschusspistole heraus. Die Beamte fanden auch eine Machete, ein Klappmesser und Munition. Alles wurde sichergestellt. Der Schlüssel für das Haus wurde abgenommen, der Hausbesitzer wird nun über den Vorfall informiert.

Fast zur gleichen Zeit löste die Polizei in Margareten eine Party auf. Auch hier beschwerte sich ein Anrainer über Lärm. Mehrere Anzeigen wurden ausgestellt. Insgesamt verzeichnete die Polizei in den ersten Tagen des Lockdowns (26. bis 27. Dezember, 6.30 Uhr) wegen des Verstoßes gegen die Covid-19-Notmaßnahmen-Verordnung 50 Anzeigen und elf Organmandate.


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ichsags
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Im Gegensatz zur Demo in Graz...

... hat hier die Polizei endlich durchgegriffen!!
Andere Frage: was macht ein 13-jähriger mitten in der Nacht auf einer Party?? Hier sollte Fürsorge und Polizei bei den Erziehungsberechtigten auch durchgreifen...

Carlo62
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Ich habe den Bericht über die Demo in Graz gesehen.

Die Stimmung der Teilnehmer war großteils derart aggressiv, dass eine Deeskalation vermutlich die bessere Lösung war. Die Teilnehmer wurden identifiziert und werden mit einer Verwaltungsstrafe konfrontiert werden. Ob man am 2. Weihnachtsfeiertag wirklich mit Wasserwerfern eingreifen hätte sollen, ich weiß es nicht. Es ist halt leichter, ein Zusammentreffen von 10-20 Jugendlichen zu beenden als eine Demo mit 4.000-5.000 Menschen.

einmischer
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Carlo62

Ganz Deiner Meinung.
Aber wenn man das Verhältnis der Grünen zu den Roten sieht wäre es
anscheinend kritiktechnisch "wurscht" gewesen.
Dann hätte es Kritik an der gewaltbereiten Exekutive gegeben.

FRED4712
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bei dem artikel über die grazer demo

sieht man eine dame mit einem t-shirt mit spritze in den kopf.....hat sie vermutlich nicht, aber man hat ihr ins hirn......aber gut so, wenn die irr...andersdenkenden sich jetzt durch entsprechende kleidung weithin sichtbar als solche kennzeichnen

Mein Graz
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@Carlo62

Die Teilnehmer wurden identifiziert?
Alle 1.500?
Von den paar dort anwesenden Polizisten?
Und alle kriegen jetzt eine Verwaltungsstrafe?

Carlo62
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Die Drahtzieher sind ausgeforscht...

...und über die Social Medien (FB, Instagram) ist es ein Leichtes, ziemlich alle zu identifizieren!

Mein Graz
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@Carlo62

Da bleibt nicht viel übrig von deiner Aussage " Die Teilnehmer wurden identifiziert....".

Wurden die Teilnehmer jetzt vor Ort identifiziert oder nur die Drahtzieher?
Oder müssen die Teilnehmer jetzt erst mit viel Mühe und Aufwand ausgeforscht werden, um eine Verwaltungsstrafe aussenden zu können?