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Schweden Höchste Zahl an November-Toten seit 1918

In Schweden sind im vergangenen Monat so viele Menschen gestorben wie in keinem November der letzten 100 Jahre.

© (c) AFP (JONATHAN NACKSTRAND)
 

Während die Corona-Zahlen stark zugenommen haben, starben im November 2020 insgesamt 8.088 Menschen in Schweden, dem EU-Land mit einem viel beachteten Corona-Sonderweg. Dies entspreche einer Übersterblichkeit von zehn Prozent im Vergleich zu den entsprechenden Monaten 2015 bis 2019, teilte die schwedische Statistikbehörde (SCB) am Montag mit.

"Das ist die höchste gemessene Anzahl an Todesfällen in einem November seit 1918. Das war das Jahr, in dem die Spanische Grippe ausgebrochen ist", erklärte der SCB-Bevölkerungsstatistiker Tomas Johansson. Damals seien im November 16.600 Menschen in Schweden gestorben. Der Höchststand seit 2000 stamme aus dem Jahr 2002, als 7.720 Todesfälle registriert worden seien.

Ältere betroffen

In relativen Zahlen starben im November 2020 rund 77,9 Personen pro 100.000 Einwohnern. Im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße war dies der höchste Wert seit November 2010. Die Übersterblichkeit ist nach Angaben der schwedischen Statistiker bisher nur auf die Altersgruppe 65 Jahre und älter begrenzt. In der Altersgruppe 0 bis 64 Jahre seien im November dagegen etwas weniger Menschen gestorben als im Durchschnitt der vergangenen fünf November.

Die Behörde wies darauf hin, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die sich im Nachhinein noch verändern könnten. Sie spricht von Übersterblichkeit, wenn die Zahl der Sterbefälle über dem Schnitt der Jahre 2015 bis 2019 liegt. Befindet sie sich darunter, wird dies als Untersterblichkeit bezeichnet.


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Kommentare (11)
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schulzebaue
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2002

sind täglich also 10 Menschen weniger gestorben als 2020.

bei einer geringeren Bevölkerungszahl. (ca. -1,3 Millionen)

und bei durchschnittlich über 250 Toten/Tag.

Da wäre damals wohl auch schon ein Lockdown fällig gewesen......

calcit
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Wo sind denn jetzt alle hier die den "schwedischen Weg" so...

...über den grüne Klee loben?

UHBP
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@cal..

Glauber keiner Statistik, die du nicht selbst gefäscht hast ;-)
Der Beitrag hätte auch lauten können: In Österreich sind im Herbst doppelt so viel Menschen an Corona gestorben, als in Schweden.
Abgerechnet wird am Schluss!

erstdenkendannsprechen
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schweden hat ganz und gar keine rosigen covid-zahlen,

das stimmt.
aber man muss die schwedischen november-toten in relation zur gesamtbevölkerung stellen, und die war 1918 geringer.
trotzdem ist es ein höchsten werte an toten in einem monat, das stimmt schon.
schweden fährt aber auch ein programm - zb. keine prüfungen an schwedischen pflichtschulen von jänner bis juni. wär bei uns auch undenkbar.

madermax
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Übersterblichkeit...

Schweden hatte also 10% Übersterblichkeit. In Österreich starben 2019 täglich 230 Personen. Im November gab's täglich allein 100 Corona Tote. Somit hat Österreich - keine Ahnung - eine Übersterblichkeit von 50%?

Ohne Vergleichszahlen sinnlos zu diskutieren...

vonnixkummtnix
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@madermax

Mann hat in Schweden die Zahl aller der Toten im November 2020 mit der, der November der Jahre davor verglichen. Es kann natürlich auch sein, dass es plötzlich viel mehr Herzinfarkt- oder Vekehrstote gab oder Alkoholiker, die sich tot gesoffen haben.

Die Zahlen von Österreich mit allen 230 Personen die 2019 täglich gestorben sind, nur mit den Corona-Toten des heurigen November zu vergleichen, wäre Schwachsinn. Aber das hat außer madermax auch niemand gemacht.

erstdenkendannsprechen
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auf euromomo

finden sich dazu recht anschauliche graphiken.

checker43
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Hoch ist sie auch bei uns

"Die zweite Covid-Infektionswelle hat in Österreich erstmals seit Jahren eine hohe Übersterblichkeit ausgelöst. Für die Woche vom 9. bis zum 15. November weist die Statistik Austria 2.286 Todesfälle aus – der dritthöchste Wert seit 2000. Das europäische Mortalitätsmonitoring attestiert Österreich damit erstmals seit Ausbruch der Pandemie eine "hohe Übersterblichkeit". Im Frühjahr lagen die Todesfälle nur leicht über dem Durchschnitt. In Deutschland sind sie deutlich niedriger.

Höher als in den jüngsten Daten war die Sterblichkeit laut den Zahlen der Statistik Austria zuletzt nur in den ersten beiden Kalenderwochen des Jahres 2017. Damals führte eine besonders starke Grippewelle zu einem deutlichen Anstieg der Todesfälle auf 2.293 beziehungsweise 2.340. Von diesen Rekordwerten ist Österreich allerdings auch heuer nicht mehr weit entfernt ."

erstdenkendannsprechen
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die übersterblichkeit ist zur zeit in österreich höher als in schweden.

die schwere grippewelle von 2017 haben wir schon "überholt".
und das trotz aller maßnahmen. nur waren die toten dort auf einen kürzeren zeitraum konzentriert, dh. es gab sehr hohe wochenwerte, dafür weniger wochen, in denen es so war (2 wochen).
nun sind die wochenwerte ähnlich hoch (nicht ganz) - aber wahrscheinlich über einen längeren zeitraum. wir werden sehen, wie die nächsten wochen werden.

RonaldMessics
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dass es in fast allen .....

...europäischen Ländern 2020 Maßnahmen gab, die einer Infizierung entgegen wirkten, wird immer wieder beim Vergleich der Zahlen vergessen. Und dass man dabei auch den grippalen Infekt in seiner Verbreitung hemmte, wird auch vergessen. Selbst die Mobilität, die während der Lockdowns nachweislich reduziert wurde, hatte weniger Verkehrsunfälle verzeichnet. So kann man erkennen, wie schwer es ist Zahlen ohne ergänzenden Einflussfaktoren zu vergleichen.

erstdenkendannsprechen
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auch deswegen ist die headline

irreführend.