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Pandemie weltweitSteigende Infektionszahlen: Welche Länder Corona besonders stark im Griff hat

Angesichts sprunghaft steigender Infektionszahlen setzten viele Länder auf rigide Maßnahmen: Israel befindet sich im Lockdown, Großbritannien könnte kurz davor stehen. Madrid ist seit gestern teilweise abgeriegelt.

Die Angst vor einem erneuten Lockdown geht um
Die Angst vor einem erneuten Lockdown geht um © AP
 

"Alarmierend!" So bezeichnete die WHO die jüngst stark angestiegenen Infektionszahlen. Mehrere europäische Länder, darunter Österreich, verschärften deswegen ihre Regeln zur Eindämmung der Pandemie. In Israel, Teilen von Asien, den USA, Südamerika oder Australien wurden bereits partielle Quarantänemaßnahmen verhängt. In Europa versucht man diese noch weitgehend zu vermeiden. Ein Überblick, welche Länder Corona besonders im Griff hat.

Spanien:

In Teilen der spanischen Hauptstadt Madrid sind am Montag neue strenge Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. Die Maßnahmen gelten für zwei Wochen und betreffen rund 850.000 Menschen in überwiegend ärmeren Stadtteilen. Die Einwohner dürfen die Bezirke nicht mehr verlassen. Ausnahmen gelten nur für den Weg zur Arbeit, zum Arzt und um Kinder zur Schule zu bringen. Da die Maßnahmen vor allem dicht besiedelte und einkommensschwache Viertel betreffen, war zu heftigen Protesten gekommen.

Großbritannien:

Bereits jetzt zählt Großbritannien mit 41.777 Verstorbenen die meisten Corona-Todesfälle in Europa und die fünftmeisten weltweit. Täglich kommen mindestens 6000 hinzu, wie aus Daten hervorgeht. Die Krankenhauseinweisungen verdoppeln sich alle acht Tage. Nun droht nach Einschätzung von Experten ein rapider Anstieg der Corona-Todeszahlen, wenn das Land nicht umgehend gegensteuert. Für mehrere Gegenden wurden bereits striktere Maßnahmen angeordnet. Etwa für Wales, wo heute knapp ein Drittel der Bevölkerung sich nur noch eingeschränkt bewegen darf. Auch die schottische Regierung stimmte ihre Landsleute bereits auf Einschränkungen ein. Am Dienstag  will sich Premierminister Boris Johnson an die Briten wenden. Die Regierung erwägt striktere Vorkehrungen, ein Lockdown soll vermieden werden.

Israel:

In Israel gilt seit Freitagnachmittag ein dreiwöchiger Lockdown. Die Bevölkerung muss sich unter anderem mit geschlossenen Schulen und Kindergärten sowie mit Einschränkungen der Bewegungsfreiheit arrangieren. Die Menschen dürfen sich nur in Ausnahmefällen weiter als 1000 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Die israelische Polizei hat in den ersten Lockdown-Tagen Tausende Verstöße gegen die neuen Corona-Restriktionen geahndet.

Tschechien:

Ein politisches Beben lösten die stark steigenden Zahlen in Tschechien aus. Der tschechische Gesundheitsminister Adam Vojtech hat wegen den dramatisch steigenden Corona-Neuinfektionen  am Montag seinen Rücktritt angekündigt. Zuvor wurde er für sein Krisenmanagement immer wieder kritisiert. Laut EU-Gesundheitsagentur ECDC liegt Tschechien innerhalb der EU bei der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im 14 Tage-Schnitt an zweiter Stelle hinter Spanien. Auch Regierungschef Andrej Babis gerät dadurch zunehmend unter Druck.

Italien und Neuseeland: Gegen den Trend

Während große Teile der Welt die Maßnahmen verschärfen, hebt Neuseeland seine weitgehend auf. Einschränkungen gelten seit gestern nur noch in der größten Stadt Auckland, wie Premierministerin Jacinda Ardern ankündigte. In allen anderen Landesteilen gilt ab sofort wieder die niedrigste Stufe 1 des vierstufigen Corona-Notfallplans. Großveranstaltungen können wieder stattfinden, wie etwa ein Rugby-Spiel gegen Australien im Oktober. Die Grenzen bleiben aber geschlossen. Neuseeland hatte die Pandemie zunächst gut unter Kontrolle bekommen und nach einem strikten Lockdown von Ende bis Mitte Mai mehr als hundert Tage lang keine Neuinfektionen mehr registriert. Mitte August trat dann plötzlich ein neuer Infektionsherd in Auckland auf.

Auch in Italien sinkt seit Tagen die Zahl der Neuinfizierten. Die italienischen Gesundheitsbehörden haben auch gestern eine sinkende Zahl von Coronavirus-Ansteckungen verzeichnet. 1350 neue Fälle wurden bei über 55.000 Tests in 24 Stunden von Sonntag auf Montag registriert, am Vortag waren es 1587 gewesen.

Eine Öffnung gibt es auch in Irland: Nach mehr als sechsmonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie sind die meisten Pubs seit gestern nun wieder geöffnet.

In Schweden ist die Zahl der wöchentlichen Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner seit Sommerbeginn rückläufig.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

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Danke für Ihr Verständnis.

frogschi
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Weiterer Ergänzungsvorschlag

Kroatien: Zahlen leicht rückläufig, hier wurde bei 50 pro 100.000 rasch eine Reisewarnung ausgesprochen. Dies ist für Tschechien nicht notwendig (193 pro 100.000).

scionescio
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@frogschi: ein weiterer Beleg dafür, dass es dem Kanzlerdarsteller nicht um die Gesundheit der Österreicher gegangen ist, sondern nur darum, den heimischen Hoteliers das Geschäft zu sichern und den Österreichern den Urlaub am Meer zu vermiesen und sie zur Strafe 12h im Stau stehen zu lassen!

Die Retourkutsche wird im Winter folgen und die anderen Länder werden mit Argusaugen auf unsere Zahlen schauen und mit Sicherheit auch einen Vorwand finden - aber so weit denkt der Studienabbrecher bzw. seine 59 Medienberater nicht.
Dass so jemanden von der Bevölkerung nichts mehr geglaubt wird und seine Warnungen nicht mehr ernst genommen werden, liegt auf der Hand und ist nicht der Bevölkerung zuzuschreiben, sondern dem unredlichen und absolut planlosen Agieren der Regierung.
Selbst in dieser Woche noch, weiß der Direktor einer Grazer Schule nicht, was das genaue Prozedere ist, wenn ein Lehrer unter Covid-19 Verdacht steht: welche Klassen bleiben zuhause, welche Lehrer müssen weiterunterrichten, wer muss getestet werden, wer wird verständigt ... völliges Chaos, das ganze Wochenende hektische Telefonate, Entscheidungen, die im Stundentakt wieder geändert werden, selbst nach Tagen noch keine Testergebnisse - da sollte man glauben, dass für so einen erwartbaren Fall und vielen Monaten Zeit eine klare Vorgangsweise festgelegt wurde!
Aber dafür inszenieren sich die Minister in Pressekonferenzen und vernachlässigen ihre Hausaufgaben! Bis heute gibt es kein regelmässiges Screening des systemrelevanten Personals (Krankenhaus, Altersheim, Betreuungseinrichtungen, Schulen) - aber die Dilettanten in der Regierung spielen sich dafür mit einem Ampelsystem und der Herr Kurz macht es gleich wieder kaputt, damit es nicht so aussieht, als ob der Herr Anschober was zusammengebracht hätte!

Balrog206
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Die

Skifahrer aus dem Ausland werden dieses Jahr so wieso großteils ausbleiben mit oder ohne Warnungen !

Hausberger
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Bitte an die Redaktion:

In der Presse Interview, „ach du alter Schwede“:

Kaum ein Staat wurde in den vergangenen Monaten so scharf für seinen lockeren Sonderweg ohne Lockdown und Maskenpflicht in der Coronakrise kritisiert wie Schweden. Doch inzwischen scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Britische und dänische Medien etwa sehen Schweden plötzlich nicht mehr als Pariastaat, sondern als Vorbild. Fast alles blieb in Schweden erlaubt: Kindergärten, Büros, Geschäfte und Schulen blieben offen. Nur ein Besuchsverbot in Altenheimen und eine Sitzplatzpflicht in der Gastronomie wurde eingeführt. Noch bis zum 29. März durften 500 Menschen zusammenkommen. Bis heute maximal 50.

„Das Umdenken im Ausland über die schwedische Strategie von sehr kritisch zu mehr Verständnis hat natürlich mit unseren guten und stabilen Zahlen zu tun“, sagt Anders Tegnell,

tigeranddragon
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Diese

aktuellen Zahlen in S sind viel banaler als jene glauben, die S Corona-Wunderland sehen.....es wird einfach viel weniger getestet, als in anderen Ländern.

Hausberger
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Infektion ist nicht gleich Krankheit

Daher Argument sinnlos, wichtig ist die Krankenhausbelegung bzw. schwere Verläufe und Todesfälle!

tigeranddragon
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Es

ist leider einfach nur mehr nervig, wenn ein steirischer Redneck wie sie @Hausberger glaubt Experte spielen zu müssen.

Sie sind kein Experte, sondern Leser von Zeitungsartikel, der sein eigenes Nichtwissen mit dem Anderer vermischt um dies dann als weise zu präsentieren.

Gehen sie einfach auf irgendeine Coronademo und bringen sie dort ihre weirden Gedanken unter die Leute.....ahja, es gibt aktuell ja gar keine Demos, ist es aktuell sogar den Q's zu gefährlich auf die Straße zu gehen?

Hausberger
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Redneck?

Etwa seit der Wende ins 21. Jahrhundert wird der Begriff Redneck auch verwendet, um Menschen ganz allgemein als eifernde konservative Reaktionäre zu bezeichnen, die der Moderne ablehnend gegenüberstehen.[6] Gelegentlich wird der Begriff auch als Bezeichnung für alle konservativen Nordamerikaner verwendet. Vorrangig bezeichnet er jedoch Weiße der Arbeiterschicht und/oder der ländlichen Bevölkerung, die über wenig Bildung verfügen und liberale Ansichten ablehnen.[7] Eine Reihe von Südstaatlern bezeichnen sich jedoch bewusst und stolz so, um ihre Herkunft und ihre Ansichten zu unterstreichen.

Eigentlich ist es sinnlos mit „tigeranddragon“ zu kommunizieren, wenn ES nicht mal zum eigenen Familiennamen steht!

lapinkultaIII
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Bitte Text korrigieren!

Zitat: "Bereits jetzt zählt Großbritannien mit 41.777 Verstorbenen die meisten Corona-Todesfälle in Europa und die fünftmeisten weltweit. Täglich kommen mindestens 6000 hinzu, wie aus Daten hervorgeht."

Von einer seriösen Zeitung erwarte ich mir mehr Sorgfalt.......

nuramrande
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Ein Schelm wer Böses denkt

Dieser Fehler zeigt doch nur wie die mainstream Medien ticken. Meldungen einfach übernehmen und ungeprüft veröffentlichen. Journalistische Recherche war einmal. Die dummen und verängstigten Leser glauben ohnehin jeden Blödsinn. Aber Gott sei Dank gibt es auch noch kritische Menschen wie Sie.

user10335
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Soll wohl heißen: Täglich 6000 Neuinfektionen

Und nicht 6000 Tote!

hbratschi
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ja, user,...

...kleiner aber (un)feiner unterschied...

vonnixkummtnix
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Vor 10 Stunden angemerkt,

interessiert es die Redakteure noch immer nicht, was die da für einen Blödsinn geschrieben haben.

tigeranddragon
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Was

genau in diesem Artikel ist ihrer Meinung nach Blödsinn?