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CoronavirusÖsterreicher informieren sich weniger über Social Media

Die Zahlungsbereitschaft für digitale Dienste ist gestiegen.

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Die Österreicher wenden weniger Zeit als in den ersten Tagen der Ausgangsbeschränkungen auf, um sich über das Coronavirus zu informieren. Nach wie vor ist der ORF die wichtigste Nachrichtenquelle, gleichzeitig ist die Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte gestiegen. Die Nutzung von Social Media zur Informationsbeschaffung ist gesunken, wie aus einer Studie des Gallup-Instituts hervorgeht.

Umfrage über Mediennutzung

Das Institut hat bereits Mitte März eine Umfrage über die Mediennutzung der Österreicher in der Krise durchgeführt. Am 7. und 8. April wurden nun erneut 1.000 Personen online befragt. Die Studie, die repräsentativ für die webaktive Bevölkerung ab 16 Jahren ist, wurde am Freitag präsentiert.

Waren es in den ersten Tagen des Shutdowns noch mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten, die täglich zwei Stunden und mehr damit zubrachten, sich auf den letzten Stand über Covid-19 zu bringen, so waren es in den Tagen vor Ostern nur noch 30 Prozent. Das liegt laut Gallup-Geschäftsführerin Andrea Fronaschütz auch daran, dass sich die Bevölkerung inzwischen noch besser informiert fühlt (83 Prozent gegenüber 77 Prozent im März).

Die Bedeutung der Zeitungen für die Informationsbeschaffung in der Krise hat weiter zugelegt (von 54 auf 64 Prozent der Befragten), Soziale Medien verzeichnen den deutlichsten Rückgang in der Nutzung (von 41 auf 28 Prozent). Der ORF bleibt die am häufigsten genannte Nachrichtenquelle der Österreicher.

Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte gestiegen

Außerdem ist die Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte gestiegen. Am ehesten sind laut Umfrage die Leser des "Standard" dazu bereit, hier antworteten 36 Prozent mit "ja" oder "eher ja", weitere 20 Prozent mit "vielleicht". Fast gleichauf liegen die "Salzburger Nachrichten" mit 35 Prozent. Die GIS-Gebühr finden 34 Prozent in Ordnung, 56 Prozent würden sie lieber abschaffen. Die vehementesten Gegner der Gebühr finden sich unter den FPÖ-Anhängern und jenen, die meinen, dass eine fremde Macht hinter der Coronakrise stecke - immerhin 26 Prozent der Bevölkerung mit einem Schwerpunkt in den jüngeren Gruppen, wie aus den Unterlagen zur Studie hervorgeht.

Die Hälfte der Österreicher befürchtet keine nachhaltigen Beschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit. Etwas weniger, nämlich 45 Prozent, haben laut der Umfrage allerdings genau diese Befürchtung. Das Vertrauen in die zukünftige Presse- und Meinungsfreiheit ist unter NEOS-Wählern mit 75 Prozent am höchsten. Die Wähler der beiden Regierungsparteien ÖVP und Grüne vertrauen mehr darauf als jene von FPÖ und SPÖ.

Zur Medienförderung in der Coronakrise haben 39 Prozent keine Meinung, fast ebenso viele (38 Prozent) unterstützen grundsätzlich die Idee einer Sonderförderung für Medien wegen wirtschaftlicher Beeinträchtigung. 23 Prozent lehnen sie ab. 43 Prozent sind der Ansicht, die Förderung sollte sich an der Qualität orientieren, 17 Prozent finden, Grundlage sollten Regeln der guten journalistischen Praxis sein und nur 11 Prozent betrachten Größe und Reichweite als das geeignete Kriterium.

 


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