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Wiener TourismusRetten, was noch zu retten ist

Dieser Tage wird für den Sommer oft Erholung im eigenen Land empfohlen. Der Tourismus in Wien wird sich heuer kaum noch erholen. Die Verantwortlichen wollen jetzt retten, was noch zu retten ist und planen schon für 2021. Währenddessen soll den Wienern der Urlaub in der eigenen Stadt schmackhaft gemacht werden.

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© Schöggl
 

Erst vergangenen Herbst hat der Wien Tourismus darauf verzichtet, ein bestimmtes Ziel an Nächtigungen zu formulieren. Dadurch wollte sich die Stadt weg vom Massentourismus bewegen. Am Ende des Jahres wird nun trotzdem wieder intensiv über Nächtigungszahlen gesprochen werden. Je nach Prognose rechnet die Stadt mit rund 40 Prozent weniger Besucher*innen als im letzten Jahr und einen Umsatzrückgang von etwa 60 Prozent. Zahlen, die in den vergangenen Jahren ständig neue Rekorde bedeutet haben, werden heuer einbrechen, egal wie groß die Verluste am Ende tatsächlich sind.
 
Der Wiener Tourismusdirektor Norbert Kettner ortet noch zwei große Unbekannte im Hinblick auf den Sommer. Die erste betrifft Deutschland und die Schweiz: „Mehr als ein Viertel aller Ankünfte in Wien kommen aus diesen beiden Ländern. Je nachdem wie die Ausreiseempfehlungen aus diesen Ländern nach Österreich im Sommer sein werden, können wir auch bei den Nächtigungen noch etwas aufholen“, sagt Kettner. 
 
Die zweite Unbekannte sind, so Kettner, die Veranstaltungen: „Der Wiener Tourismus ist von zwei Ks gekennzeichnet: Kultur und Kongresse. Solange keine Großveranstaltungen durchgeführt werden können, sind beide Zweige gestoppt.“ Der Fokus liegt daher besonders auf österreichischen Tourist*innen, die in den vergangenen Jahren im Hochsommer die Stadt eher meiden und eher im Winter die Weihnachtsmärkte bevölkern. 
 

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Mit Tourist*innen aus der eigenen Stadt hat sich Eugene Quinn schon seit Längerem einen Namen gemacht. Seine Vienna Ugly-Führungen, aber auch Spaziergänge zu Gebäuden Otto Wagners oder Gemeindebauten, locken Wiener*innen genauso an wie ausländische Tourist*innen: „Wien ist eine der meistbesuchten Städte, viele Wiener*innen haben dennoch kein Interesse daran, ihre Stadt zu entdecken“, sagt Quinn. In der aktuellen Situation sieht er nun die Chance für ein Projekt, das ihm schon lange im Hinterkopf schwebt: Die Vienna Walking Week.
 
Ende Juli lädt er Wiener*innen dazu ein, zuhause Urlaub zu machen und bietet innerhalb einer Woche 14 Führungen an. An Orten, die einem jeden Tag begegnen, an denen man hin und wieder vorbeigeht, oder wo man noch nie war. So gibt es etwa einen Spaziergang in der Freudenau, einen am Bisamberg mit Weinbegleitung und einen an der Berzirksgrenze des Siebten entlang: „Damit wollen wir einerseits zeigen, dass sich vieles über die Bezirksgrenze stark ändern kann, wie etwa Mietpreise in Neubau und in Rudolfsheim. Aber wir wollen auch Vorurteile gegen Hipster abbauen, denn sie sind es, die Innovationen in die Stadt bringen“, sagt Quinn.
 
Geht es nach Quinn, eignet sich die Walking Week natürlich auch dafür, aus den Bundesländern nach Wien zu kommen und eine Woche hier zu verbringen. Das Nächtigungskraut wird sie aber ebenso wenig fett machen, wie potenzielle Besucher*innen aus Köln, Bern oder Hermagor. Dessen ist sich auch Norbert Kettner bewusst. Aber um die Nächtigungszahlen geht es in der Strategie für diesen außergewöhnlichen Sommer nur am Rande: „Wir wollen das Miteinander zwischen Tourismusbetrieben und lokalen Unternehmen fördern. Mit dem Ziel, dass sich 2021 alles wieder normalisiert.“


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