WienHebein überlegt Straßensperren zugunsten der Fußgänger

Die Wiener Verkehrsstadträtin Birgit Hebein will während der Corona-Krise mehr Platz für Fußgänger schaffen.

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82. LANDESVERSAMMLUNG DER WIENER GR�NEN: HEBEIN
Birgit Hebein © (c) APA/HERBERT P. OCZERET
 

In Wien könnten bald ganze Straßen für den Verkehr gesperrt werden, um in der Coronavirus-Krise mehr Platz für Fußgänger zu schaffen. Derartige Überlegungen gab Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (Grüne) am Sonntag via Twitter bekannt. Der Koalitionspartner, die SPÖ, dürfte nicht allzu begeistern von diesen Plänen sein.

Hebein wies darauf hin, dass es trotz der verhängten Ausgangsbeschränkungen erlaubt sei, sich alleine oder mit Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern an der frischen Luft zu bewegen, zu spazieren oder Rad zu fahren - immer mit dem vorgegebenen Mindestabstand. "Die Menschen in Wien sollen das auch tun können, egal ob sie im Grünen oder in dicht bebauten Gegenden wohnen", schrieb die Ressortchefin auf ihrem Twitter-Account.

Deshalb arbeite man "im Ressort mit Hochtouren an praktikablen Möglichkeiten, um schnell mehr Platz im öffentlichen Raum zu schaffen. Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, wird es klare Informationen geben, welche Straßenzüge wie freigegeben werden können". Auf APA-Nachfrage wollte ein Hebein-Sprecher vorerst keine weiteren Informationen preisgeben.

Die SPÖ scheint alles andere als begeistert von diesem Vorhaben zu sein. Das legt zumindest ein Tweet des SPÖ-Gemeinderatsvorsitzenden Thomas Reindl nahe: "Warum Straßen sperren? Damit die Leute vom Asphalt zB der Ringstraße durch die Gitter in die von der Regierung gesperrten Parks schauen? Schwachsinn! Der Bund soll die Parks aufsperren!" Die Wiener Roten fordern - von Bürgermeister Michael Ludwig abwärts - seit Tagen die Öffnung der Bundesgärten in der Hauptstadt.


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Kommentare (1)
UHBP
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Lesenswert?

Aus vertraulicher Quelle!

Es sollte das Regierungsviertel für Autos gesperrt werden. Da hat der Sportminister Kogler sofort sein Veto eingelegt. "Soviel Bewegung muss auch nicht sein", sollen seine Worte gewesen sein.