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Coronavirus Messehalle Wien wird für Groß-Lazarett vorbereitet

In einem ersten Schritt werden in der Halle A ab nächster Woche 880 Betten verfügbar sein.

Messehalle Wien wird für Groß-Lazarett vorbereitet © (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Im Hinblick auf den erwarteten weiteren Anstieg der Corona-Kranken trifft Wien Vorkehrungen, um bei Bedarf genügend Krankenbetten zur Verfügung zu haben. Die Messehalle in Wien-Leopoldstadt wird deshalb für ein Groß-Lazarett vorbereitet, wie Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Freitag bekannt gab. In einem ersten Schritt werden in der Halle A ab nächster Woche 880 Betten verfügbar sein.

Die Kapazitäten seien für Patienten gedacht, die einen leichten Verlauf der Krankheit hätten, aber nicht zu Hause pflegerisch oder medizinisch betreut werden können. "Das ist kein Spitalsersatz, sondern ein Betreuungsraum", erklärte Ludwig. Der Bürgermeister betonte auch, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handle: "Wir zeigen, dass wir als Stadt gut vorbereitet sind." Eventuell würden die zur Verfügung gestellten Betten gar nicht gebraucht. Derzeit gebe es jedenfalls in den Krankenhäusern noch genug Kapazitäten.

Kapazitäten bei Bedarf noch erweiterbar

Ludwig  betonte vor Journalisten, dass bei Bedarf die Kapazitäten über die vorerst geplanten 880 Betten hinaus noch erhöht werden könnten. Der gesetzlich vorgeschriebene Raum pro Patient - zehn bis zwölf Quadratmeter - werde jedenfalls sichergestellt.

Die Aufbauarbeiten für die Umfunktionierung der Halle A in ein großes Krankenbetten-Lager haben am Freitagnachmittag bereits begonnen. Über das Wochenende werde nun die nötige Infrastruktur wie Duschen, WC und versperrbare Kästchen vorbereitet bzw. Material wie Betten, Matratzen und Leintücher angeliefert, hieß es.

Sollten die Räumlichkeiten tatsächlich benötigt werden, werde neben der pflegerischen auch ärztliche Betreuung an Ort und Stelle gegeben sein, sagte der Bürgermeister. Dafür arbeitet die Stadt mit diversen Blaulichtorganisationen zusammen. Auch mit bereits pensionierten Mitarbeitern sei man in Kontakt.

"Wir haben jetzt noch wenige Erkrankte", so Ludwig. Sollte aber eine Situation wie in anderen Ländern - etwa Italien - eintreten, sei man vorbereitet.

Der Stadtchef richtete angesichts der am Freitag vielerorts zu beobachteten Hamsterkäufe auch beschwichtigende Worte an die Wienerinnen und Wiener. Er sei mit den Supermarktketten in Kontakt, die Lieferung und Verfügbarkeit von Lebensmitteln sei absolut sichergestellt: "Es ist nicht notwendig, die Regale leerzukaufen. Sie können wie gewohnt einkaufen gehen."


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Kommentare (3)

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pescador
6
2
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Mit welchem Personal werden die Patienten betreut?

Gotti1958
0
7
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PESCO

Steht doch alles im Artikel. Vorschlag: Nicht nur die Überschrift sondern den ganzen Text lesen.

altbayer
0
5
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