Im westindischen Bundesstaat Gujarat ließen viele Menschen beim internationalen Uttarayan-Festivals – bekannt als das "Drachenfest" ihre Drachen hoch in der Luft gegeneinander kämpfen. Doch die Kämpfe endeten für sechs Personen tödlich, berichtet die "Daily Mail".

Ziel des Wettbewerbs ist es, andere Drachen im Luftkampf mit der Drachenschnur abzuschneiden. Die Menschen lassen beim Drachenfest ihre Drachen von Dächern oder den Straßen aus aufsteigen. Dabei wickelten sich die scharfen Schnüre, die oft mit Metall- oder Glaspulverpasten bestrichen sind, um die Hälse vieler Menschen.

Unter den Todesopfern befinden sich drei Kinder, das jüngste Kind war zwei Jahre und das älteste sieben Jahre alt. Bei dem zweijährigen Mädchen wickelte sich eine Schnur um den Hals, als sie mit ihrem Vater unterwegs war. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo sie später starb. Auch drei Männer erlitten tödliche Schnittverletzungen. Insgesamt 130 Menschen erlitten Schnittverletzungen, 46 weitere wurden verletzt.

Auch im Jahr 2016 starben zwei Kinder bei dem Drachenfest in Gujarat. Während des Festes sind auch zahlreiche Tierschützer im Dauereinsatz. Die messerscharfen Schnüre wickeln sich nämlich auch um Wild- und Greifvögel und verletzen diese schwer. Tierschützer sammeln die Tiere ein und bringen sie in Notaufnahmezentren, wo sie behandelt und nach ihrer Genesung wieder freigelassen werden.