Gezerre um VollwaisenFür Eitan deutet der Weg nun nach Italien

Vollwaise soll nun binnen 15 Tagen nach Italien, entschied Gericht. Großeltern in Israel steht noch Berufung offen.

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Laut Ermittlern entführte Eitans Großvater (Mitte des Bildes) ihn mit einem Komplizen, dabei soll er einem "strategischem Plan"  gefolgt sein
Laut Ermittlern entführte Eitans Großvater (Mitte des Bildes) ihn mit einem Komplizen, dabei soll er einem "strategischem Plan" gefolgt sein © (c) AFP (JACK GUEZ)
 

Die Rückkehr des kleinen Eitan nach Italien wird wahrscheinlicher. Ein Bezirksgericht in Tel Aviv wies am Donnerstagabend die Berufung der Familie mütterlicherseits zurück. Großvater Shmuel Peleg und Großmutter Esther Cohen hatten gegen eine entsprechende Entscheidung erster Instanz eines Gerichts in Tel Aviv Protest eingelegt. Demzufolge muss Eitan zurück in die Obhut seiner Tante väterlicherseits gebracht werden. Eitan soll nun binnen 15 Tagen nach Italien zurückkehren. Offen ist noch, ob Peleg und Cohen sich an den Obersten Gerichtshof in Israel wenden werden, die letzte Instanz, um die Rückführung Eitans nach Italien anzufechten.

Die Richter des Bezirksgerichts in Tel Aviv schrieben in ihrem Urteil: "Bei allem Mitgefühl für den Schmerz der Großeltern des Minderjährigen können wir diesen Einspruch nur abweisen." Eitan sei illegal nach Israel gebracht worden. Das Gericht forderte die sorgeberechtigte und bei Pavia in Italien lebende Tante Eitans, Aya Biran, auf, es möglich zu machen, dass die in Israel lebende Familie den Kontakt mit dem Sechsjährigen aufrecht erhalten und das Kind in Italien besuchen könne. Das Drama um den Buben hatte am Pfingstsonntag begonnen. Damals stürzte am Monte Mottarone am Lago Maggiore eine Seilbahngondel ab. 14 Menschen kamen ums Leben, darunter die beiden Eltern, der Bruder sowie die Urgroßeltern des heute Sechsjährigen, der als Einziger überlebte.

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