Alec BaldwinSchussunfall: Set-Mitarbeiter rücken in den Fokus der Ermittler

Der 63-jährige US-Schauspieler Alec Baldwin hatte die Kamerafrau Halyna Hutchins am Donnerstag während der Filmarbeiten den Western "Rust" im US-Bundesstaat New Mexico versehentlich erschossen. Nun kommen immer mehr Details des tragischen Vorfalls ans Licht.

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Trauer um die beliebte Kamerafrau, sie hinterlässt ihren Mann und einen achtjährigen Sohn © AP
 

Nach dem tödlichen Schuss des Hollywood-Stars Alec Baldwin auf eine Kamerafrau sind die Waffenmeisterin und der Regieassistent des Filmdrehs in den Fokus der Ermittlungen gerückt. Die 24-jährige Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed war während des Drehs für die Unglückswaffe verantwortlich, Regieassistent Dave Halls soll dem Schauspieler die Waffe übergeben haben, wie US-Medien am Samstag berichteten.

Baldwin sowie der angeschossene Regisseur Joel Souza zeigten sich schockiert über den Vorfall. Der 63-jährige US-Schauspieler Baldwin hatte die Kamerafrau Halyna Hutchins am Donnerstag während der Filmarbeiten den Western "Rust" im US-Bundesstaat New Mexico versehentlich erschossen, als er eine Requisitenwaffe abfeuerte. Hutchins wurde in den Oberkörper getroffen und wenig später im Krankenhaus für tot erklärt. Regisseur Souza erlitt eine Schulterverletzung und musste behandelt werden.

Vorläufiger Untersuchungsbericht

US-Medien zitierten am Samstag aus einem vorläufigen Untersuchungsbericht, dass Waffenmeisterin Gutierrez-Reed die Waffe vorbereitet habe. Zusammen mit zwei anderen habe sie diese auf einen Wagen gelegt.

Der erfahrene Regieassistent Halls reichte Baldwin den Berichten zufolge die Unglückswaffe während der Probe für eine Szene mit dem Hinweis, dass es sich um eine "kalte Waffe" handle. Im Filmjargon bedeutet dies, dass sie keine scharfe Munition enthält. Halls "wusste nicht, dass die Waffe mit scharfer Munition geladen war", heißt es im Polizeibericht.

Auf am Samstag veröffentlichten Aufnahmen des Notrufs nach dem Unglück sagte eine Mitarbeiterin am Set: "Wir haben zwei Menschen, die versehentlich mit einer Requisitenwaffe angeschossen wurden. Wir brauchen sofort Hilfe." Auf die Frage, ob die Waffe mit echter Munition geladen gewesen sei, sagte sie: "Das kann ich Ihnen nicht sagen." Sie beschimpfte jedoch den Regieassistenten und erklärte: "Dieses Arschloch von Regieassistent, der mich beim Mittagessen angeschrien hat... Er sollte die Waffen kontrollieren, er ist verantwortlich für das, was am Set passiert."

Spannungen am Set

Laut einem Bericht der "Los Angeles Times" hatte es wenige Stunden vor dem tödlichen Unfall Spannungen am Set gegeben. Sechs Mitglieder des Filmteams verließen demnach aus Ärger über die Arbeitsbedingungen die Dreharbeiten. Dem Bericht zufolge hatte auch Hutchins bessere Sicherheitsmaßnahmen gefordert.

"Keine Worte können meinen Schock und meine Trauer angesichts des tragischen Unfalls zum Ausdruck bringen, der das Leben von Halyna Hutchins genommen hat", erklärte Baldwin am Freitag, der offenbar nicht wusste, dass die Waffe geladen war. "Es bricht mir das Herz für ihren Mann, ihren Sohn, und alle, die Halyna gekannt und geliebt haben." Baldwin sicherte den Ermittlungsbehörden seine umfassende Kooperation zu.

"Aufstrebendes Kameratalent"

Souza äußerte sich am Samstag gegenüber der Filmwebsite "Deadline". Er sei "am Boden zerstört über den Verlust seiner Freundin und Kollegin". Sie sei ein "fürsorglicher, lebendiger und unglaublich talentierter Mensch" gewesen. Die 42-Jährige aus der Ukraine stammende Hutchins war 2019 vom Branchenmagazin "American Cinematographer" als eines der aufstrebenden Nachwuchstalente an der Kamera ausgewählt worden.

Die Regeln für den Gebrauch von Requisitenwaffen an Drehorten sind üblicherweise sehr streng. Trotzdem gab es auch in der Vergangenheit schon tragische Unfälle. Der bekannteste dieser Fälle ist der Tod des Schauspielers Brandon Lee im Jahr 1993. Der Sohn des Kampfsport-Stars Bruce Lee starb damals am Set des Films "The Crow" durch einen Bauchschuss.

Kommentare (7)
top8
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Ami wahnsinn

Echte waffen am set sind irre!
Da gehören fake waffen mit geschlossenem lauf verwendet!

Adiga
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Liest sich als...

als hätte es am Set "türkise" Verhältnisse gegeben.

EventHorizon
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Reden ist Silber

Schweigen ist Gold

Carlo62
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Natürlich war Kurz schuld am Unglück,

oder was wollen Sie mit damit aussagen?

Nebelspalter
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Das es..

Jetzt wieder “Experten” für Alls gibt, quatschen und meinen ihren Senf dazugeben zu müssen ohne das Ergebnis der Untersuchung abzuwarten.
Kurz war nie so wichtig um omnipräsent zu sein.

Adiga
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das meinte icht

Das da jemand nicht die Wahrheit sagt... und seine Kollegen hintergangen haben könnte.

Lage79
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@carlo

wirklich? 🤦🏻‍♂️