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InterviewSrebrenica-Überlebende Selma Jahić: "Es war so, als würden wir nicht existieren"

Vor 26 Jahren starben beim Genozid in Srebrenica rund 8000 Menschen. Selma Jahić überlebte und erzählt, wie Erinnerungen sie bis heute retraumatisieren und warum sie den Krieg als Kampf gegen ein unbezwingbares Monster verstand.

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Frau Jahić auf dem Bild sind Sie mit Ihrer Mutter zu sehen. Aufgenommen in Srebrenica. Sie waren damals sechs, Ihre Mama 23 Jahre alt. Hinter Ihnen liegen Serbien und die „feindlichen Truppen“, schrieben Sie auf Twitter. Es herrschte Krieg. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie heute an diese Zeit zurückdenken?
SELMA JAHIĆ: Zwiegespalten. Einerseits ist es unglaublich, dass seitdem beinahe dreißig Jahre vergangen sind und andererseits, wenn ich mir Häuser oder gar ganze Dörfer um Srebrenica und Blječeva, wo ich herkomme, ansehe, merke ich: Es hat sich nichts verändert. Die tiefen Wunden sind zugewachsen, aber nie richtig ausgeheilt.

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