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Sturm auf das KapitolTwitter-Reaktionen: "Das sind Terroristen"

Auf Twitter, dem Lieblingsmedium des noch-Präsidenten Donald Trump (auf dem er zuvor, wie auch auf Facebook gesperrt worden war) wird nun heftig über die Tumulte in Washington D.C. diskutiert, nach Ursachen geforscht, Erklärungen gesucht und Konsequenzen gefordert. 

Nach den Ausschreitungen in Washington D.C. wird nun heftig diskutiert – vor Allem auf Twitter. © imago images/ZUMA Wire (John C. Clark via www.imago-images.de)
 

Nach den Tumulten rund um die Bestätigung Joe Bidens zum Wahlsieger durch den Kongress – eigentlich eine Formalität – bleiben viele Fragen offen. Auf Twitter, dem Lieblingsmedium des noch-Präsidenten Donald Trump (auf dem er zuvor, wie auch auf Facebook gesperrt worden war) wird nun heftig über die Ereignisse diskutiert, nach Ursachen geforscht, Erklärungen gesucht und Konsequenzen gefordert. 

Joe Biden, der in wenigen Wochen das Amt des US-Präsidenten Inne haben wird, nennt diesen Tag "eine schmerzhafte Erinnerung daran, wie zerbrechlich Demokratie ist". Um sie zu erhalten, brauche es eine Führung mit "guten Absichten, Mut aufzustehen, der Hingabe zum Allgemeinwohl und nicht zu persönlichen Interessen und dem Machterhalt.   

Schärfere Töne kommen von anderen Demokraten. Chuck Schumer, Senator von New York und Fraktionsführer der Demokraten im US-Senat spricht von "Randalierern, Aufständischen, Verbrechern und inländische Terroristen". Man müsse diese "gewalttätigen Extremisten" strafrechtlich verfolgen.

Die Kongressabgeordnete Cori Bush zu den Ereignissen: " Dieser Putschversuch ist weiße Vorherrschaft in Aktion." Weiters fordert sie den Ausschluss jener vom Kongress, die daran gearbeitet haben, die Ergebnisse der Wahl zu kippen.

Mike Pence, der republikanische Vizepräsident hebt in einem Tweet die Rolle der Behörden hervor: "Danke an die unglaublichen Polizeibeamte des Kapitols und an alle Beamte, die heute für Sicherheit gesorgt haben". In einem anderen Tweet richtet er sich an die Randalierer: "An die die Chaos anrichten: ihr habt nicht gewonnen. Gewalt gewinnt nie. Freiheit siegt. Und das bleibt ein Haus des Volkes."

Auch auf internationaler Ebene haben sich zahlreiche hochrangige Politikerinnen und Politiker via Twitter zu Wort gemeldet. Boris Johnson, britischer Premier, spricht von "schändlichen Szenen". Die USA stünden weltweit für Demokratie, nun sei ein friedlicher und geordneter Machtwechsel von größter Wichtigkeit. 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Tweet: "Ich glaube an die Stärke der US-Institutionen und Demokratie. Der friedliche Machtwechsel steht im Mittelpunkt. Joe Biden hat die Wahl gewonnen." 

"Uns haben sie für weniger getötet"

Zahlreiche User, sowie Bürgerrechtsorganisationen – viele aus dem "Black Lives Matter"-Umfeld (vor einigen Monaten gab es nach mehreren Vorfällen US-weite Proteste gegen Polizeigewalt mit rassistischem Hintergrund), kritisieren unterdessen Unterschiede in den Reaktionen der Behörden auf die Demonstranten. "Uns haben sie für weniger getötet", heißt es etwa in einem Tweet der Bürgerrechtsorganisation NAACP. 

Für Aufregung sorgt ein Tweet, der offenbar einen Polizisten zeigt, der für ein Selfie mit einem der Demonstranten posiert:

 

 

 

 

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