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Brüche im AlltagCorona beschert den USA neuen Rekord an Drogentoten

Brüche im Alltag wegen der Pandemie hätten Süchtige besonders hart getroffen, so CDC-Direktor Robert Redfield. Der Anstieg der Todeszahlen dürfte auf den Missbrauch synthetischer Drogen zurückzuführen sein.

© APA (AFP)
 

Die Corona-Pandemie hat in den USA zu einer Zunahme der Zahl der Drogentoten geführt. In den zwölf Monaten bis Ende Mai 2020 seien mehr als 81.000 Menschen an einer Überdosis gestorben, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit - mehr als je zuvor in einem solchen Zeitraum. Brüche im Alltag wegen der Pandemie hätten Süchtige besonders hart getroffen, so CDC-Direktor Robert Redfield. Der Anstieg der Todeszahlen dürfte auf den Missbrauch synthetischer Drogen zurückzuführen sein.

"Während wir den Kampf zur Beendigung dieser Pandemie fortsetzen, ist es wichtig, die verschiedenen Gruppen nicht aus den Augen zu verlieren, die auf andere Weise betroffen sind", mahnte Redfield. Die Zahl der Todesfälle durch Überdosierungen ist laut CDC zwar schon in den Monaten vor der Pandemie angestiegen; schon für das Jahr 2019 wurden mit rund 71.000 Drogentoten so viele wie nie zuvor verzeichnet. Statistiken deuteten aber darauf hin, dass die Corona-Krise eine noch stärkere Zunahme bewirkte.

Das dürfte besonders auf den Missbrauch synthetischer Drogen wie Fentanyle (Opioide) zurückzuführen sein, für die von Mai 2019 bis Mai 2020 um 38 Prozent mehr Todesfälle verzeichnet wurden. Todesfälle im Zusammenhang mit Kokain-Überdosen haben um mehr als 26 Prozent zugenommen.

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