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Explosives ErbeRäumungsbefehl für Schweizer Alpendorf

Im Schweizer Alpendorf "Mitholz" wurde den Anrainern mittels Videobotschaft und Brief mitgeteilt, dass sie ihr Dorf verlassen müssen. Dieses steht nämlich auf einem verschütteten Munitionslager, das schon einmal explodierte.

Schweizer Alpendorf "Mitholz"
Räumungsbefehl für Schweizer Alpendorf "Mitholz" © (c) SRF
 

Im Dezember des Jahres 1947 explodierte in Mitholz der Berg. Neun Menschen verloren ihr Leben, 200 waren plötzlich obdachlos. Das Dorf steht auf einem Munitionslager, nach dem Unglück wurde so viel Sprengstoff wie möglich aus den Trümmern geborgen. Doch nicht genug, wie die Schweizer Politik jetzt entschied: Die Mitholzerinnen und Mitholzer müssen für das Unterfangen, den restlichen Sprengstoff zu bergen, ihr Dorf verlassen - und das kann lange dauern, mindestens zehn Jahre. "Im ehemaligen Munitionslager Mitholz besteht ein höheres Risiko infolge einer Explosion von Munitionsrückständen als bisher angenommen", lautet die Begründung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung.

Die Munitionsrückstände aus dem ehemaligen Munitionslager sollen geräumt und nicht künftigen Generationen hinterlassen werden

Bundesrätin Viola Amherd
Nun wurden die Dorfbewohner mittels Videobotschaft und Brief über die Entscheidung des Bundesrates informiert: Für das ganze Alpendorf gilt ein Räumungsbefehl. Rund 170 Einwohner betrifft diese Anordnung, mit dem eigentlichen Projekt soll 2030 begonnen werden. Der Bundesrat will nun sämtliche Liegenschaften bewerten lassen und die Hauseigentümer dementsprechend mit Geldern des Bundes entschädigen.

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