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Überfall auf GeldtransporterRäuber in der Schweiz und Frankreich verhaftet

Nach einem Überfall auf einen Geldtransporter in der Schweiz im Juni 2019 sind nun 13 Verdächtige festgenommen worden. Der Raubüberfall war nicht der einzige dieser Art.

Geldtransporter
Geldtransport-Räuber in der Schweiz und Frankreich verhaftet © (c) markobe - stock.adobe.com (Marko Beric)
 

13 mutmaßliche Beteiligte an einem Überfall auf einen Geldtransporter in Mont-sur-Lausanne in der Schweiz im Juni 2019 sind am Dienstag im Kanton Waadt und im Raum Lyon in Frankreich verhaftet worden. In der Schweiz nahm die Polizei fünf und in Frankreich acht Personen fest.

Die Operation wurde von der Kantonspolizei Waadt mit der Kriminalpolizei von Lyon und einer Spezialeinheit gegen organisierte Kriminalität durchgeführt. Die Verhafteten werden verdächtigt, in verschiedenen Funktionen an dem Überfall auf einen Lieferwagen einer privaten Geldtransportfirma beteiligt gewesen zu sein. Im Sommer 2019 war bereits ein Verdächtiger in Spanien verhaftet worden. Der Franzose aus der Region Lyon wurde im August an die Schweiz ausgeliefert und befindet sich noch in Haft. Die Ermittlungen gehen weiter, um die Rolle der Verdächtigen zu ermitteln.

Attacken nach gleichem Muster

Die Angreifer hatten den Geldtransporter in der Industriezone von Mont-sur-Lausanne mit mehreren Fahrzeugen blockiert und die Kuriere mit vorgehaltener Waffe zum Verlassen des Fahrzeugs gezwungen. Danach steckten sie mehrere Fahrzeuge in Brand und flüchteten mit einem Teil des Geldes. Dieser Überfall war nicht der erste dieser Art auf Waadtländer Boden. Bereits ein Jahr früher wurde in Mont-sur-Lausanne ein Raubüberfall auf einen Geldtransporter verübt. Erst vor knapp einem Monat verhaftete die Polizei sieben Verdächtigte eines Überfalls auf zwei Geldtransporter in La Sarraz vom August 2019.

Zwischen 2017 und 2019 gab es weitere Attacken nach gleichem Muster in Daillens (Dezember 2019), Chavornay (Februar 2018) und Nyon (Mai 2017). Das Vorgehen der Täter war immer gleich: Die Räuber bedrohten die Kuriere mit Schusswaffen, sprengten den Lieferwagen, um an das Geld zu kommen, schossen auf die Fahrzeuge, bevor sie die Flucht ins benachbarte Frankreich ergriffen. Nach der Angriff-Serie ergriff der Kanton Waadt Sicherheitsmaßnahmen. So dürfen Geldtransporte nur noch in schweren gepanzerten Fahrzeugen erfolgen. Die Geldmenge wurde auf zehn Millionen Franken limitiert.

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