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Nach Baby-Fund Erzwungene Intimuntersuchungen werden Fall für Katars Justiz

Nach den erzwungenen Intimuntersuchungen bei mehreren Frauen am Flughafen von Katars Hauptstadt Doha müssen sich die Verantwortlichen einer strafrechtlichen Untersuchung stellen.

Mehrere Flugreisende waren Anfang des Monats aus einer Maschine von Qatar Airways geholt und auf Anzeichen für eine kürzlich erfolgte Niederkunft untersucht worden
Mehrere Flugreisende waren Anfang des Monats aus einer Maschine von Qatar Airways geholt und auf Anzeichen für eine kürzlich erfolgte Niederkunft untersucht worden © AFP
 

 Vorläufige Ermittlungen hätten ergeben, dass bei dem Vorfall die Standardverfahren verletzt worden seien, teilte Katars Regierung am Freitag mit. "Diejenigen, die für diese Verstöße und illegale Handlungen verantwortlich sind, wurden an die Staatsanwaltschaft überwiesen."

Das Golfemirat entschuldigte sich erneut für die "schmerzhafte Erfahrung", die einige Passagierinnen infolge dieser Prozeduren erlitten hätten. "Der Staat Katar betont, dass das, was passiert ist, der Kultur und den Werten Katars widerspricht", hieß es weiter.

Anfang des Monats waren Berichten zufolge 18 Frauen am Flughafen von Doha aus Flugzeugen geholt worden, um ihre Genitalien untersuchen zu lassen. Zuvor war in einem Mistkübel ein ausgesetztes Baby gefunden worden. Offenbar sollte so festgestellt werden, ob eine der Reisenden kürzlich ein Kind zur Welt gebracht hatte. Die meisten der betroffenen Frauen stammen aus Australien. Premierminister Scott Morrison nannte den Vorfall "entsetzlich und inakzeptabel".

Baby in Sicherheit

Die Regierung Katars hatte bereits vor einigen Tagen eine "umfassende, transparente Untersuchung" des Vorfalls versprochen. Das Baby sei unterdessen in Sicherheit und werde in Doha medizinisch versorgt, hieß es. Katar ist Gastgeber der kommenden Fußball-WM 2022 und steht wegen der Menschenrechtslage international in der Kritik.

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