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Umstrittenes UrteilNavajo-Indianer soll in USA hingerichtet werden

US-Justiz braucht für Verhängung der Todesstrafe Zustimmung des Indianerstammes: Die Navajos verweigerten die Zustimmung, auch die Opferfamilie forderte lediglich lebenslange Haft.

Auska Mitchell mit einem Foto seines Neffen Lezmond Mitchell
Auska Mitchell mit einem Foto seines Neffen Lezmond Mitchell © AP
 

Ungeachtet von Protesten soll am Mittwoch (16.00 Uhr Ortszeit; 22.00 Uhr MESZ) in den USA ein wegen Doppelmordes verurteilter Angehöriger des Indianerstamms der Navajo hingerichtet werden. Das Todesurteil gegen Lezmond Mitchell, den derzeit einzigen Ureinwohner in einer US-Todeszelle, soll im Gefängnis von Terre Haute im Bundesstaat Indiana vollstreckt werden.

Der heute 38-Jährige hatte 2001 gemeinsam mit einem Komplizen bei einem Autoraub eine 63-Jährige und deren neunjährige Enkelin brutal ermordet.

Das Todesurteil aber ist umstritten: Laut einem Bundesgesetz braucht die US-Justiz für die Verhängung der Todesstrafe die Zustimmung eines Indianerstammes, wenn die Tat sich in dessen Territorium ereignete und Täter und Opfer dem Stamm angehören. Die Navajos verweigerten die Zustimmung, auch die Opferfamilie forderte lediglich lebenslange Haft. Die Anklage umging den Widerstand, indem sie einen Straftatbestand aufführte, der nicht unter das fragliche Bundesgesetz fällt.

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