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6.803 Waldbrände im Juli2020 wird zerstörerischstes Jahr für Amazonas-Gebiet

Zahl der Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet im Juli ist im Vergleich zum Vorjahresmonat drastisch gestiegen - Auslöser sind häufig illegale Rodungen.

Unwiderbringlicher Verlust in der Lunge der Erde
Unwiderbringlicher Verlust in der Lunge der Erde © (c) APA/AFP/Mato Grosso State Communication /MAYKE TOSCANO
 

Die Zahl der Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet im Juli ist im Vergleich zum Vorjahresmonat drastisch gestiegen. Wie die brasilianische Weltraumagentur Inpe am Samstag unter Berufung auf Satellitenbilder mitteilte, gab es im Juli dieses Jahres 6.803 Waldbrände in der Region, im Vorjahresmonat waren es 5.318. Dies entspricht einem Anstieg um 28 Prozent.

Allein am 30. Juli habe es mehr als tausend Waldbrände gegeben, erklärte Inpe. Es handle sich um die höchste Zahl an Waldbränden an nur einem Tag im Juli seit 15 Jahren. Nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace stieg die Zahl der Waldbrände auf dem Gebiet indigener Volksgruppen um 77 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In Naturschutzgebieten gab es demnach einen Anstieg um 50 Prozent.

Brasiliens rechtsextremer Staatschef Jair Bolsonaro
Brasiliens rechtsextremer Staatschef Jair Bolsonaro Foto © (c) APA/AFP/EVARISTO SA

Auslöser der Waldbrände sind häufig illegale Rodungen. Bereits für den Juni dieses Jahres hatte Inpe eine Rekord-Entwaldung gemeldet. Im Juni beginnt in der Amazonas-Region die Trockenzeit, in der viele Brände ausbrechen.

Umweltschützer warnen schon länger, dass 2020 das zerstörerischste Jahr für den größten Regenwald der Erde werden könnte. Sie machen dafür direkt die Politik des rechtsextremen Staatschefs Jair Bolsonaro verantwortlich, dem sie die Begünstigung illegaler Rodungen vorwerfen.

Bolsonaro zweifelt die Verantwortung des Menschen für den Klimawandel an. Der Staatschef hat die finanziellen und personellen Ressourcen für den Umweltschutz bereits drastisch gekürzt.

Kommentare (2)

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ichbindermeinung
0
7
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regenwaldschädl. Palmöl in Österr. verbieten und Mercosur

schon längst hätte man in Ö das regenwald-/klimaschädl. Palmöl für alle in Ö in Verkehr gebrachten Produkte verbieten können, denn die heimischen Bauern können Öle/Butterreinfett liefern u. das Geld bliebe im Land. Zudem für Österr. die Teilnahme am kimaschädlichen Mercosurabkommens verbieten

melahide
0
3
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Die

meisten Produkte wo Palmöl verwendet wird werden gar nicht in Österreich erzeugt. Oder glauben Sie zb Nutella oder Maggie Produkte werden aus österreichischen Zutaten gefertigt? Das sind internationale Firmen die irgendwo produzieren.

Man kann nur bei heimischen Händlern heimische Produkte kaufen. Ist ja überall das gleiche ... wir haben so viel heimisches Holz! Es muss Mahagoni sein. Oder Zirbe. Jeder will Zirbe! Wachst auch nicht im Mühlviertel ...