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DeutschlandSerienvergewaltiger ließ ein Opfer mit seinem Fahrrad heimfahren

29-Jähriger soll mehrere Frauen in Wäldern rund um Berlin angegriffen und vergewaltigt haben. Jetzt konnte der Täter gefasst werden.

Sujetbild © AP
 

Ermittler in Berlin und Brandenburg haben eine Serie von Vergewaltigungen aufgeklärt. Ein 29-Jähriger wurde am Dienstagabend in Berlin gefasst, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwoch mitteilten. Dem Mann werden acht Vergewaltigungen oder versuchte Vergewaltigungen seit dem 12. Juni vorgeworfen, davon teils besonders schwere Fälle.

Er soll die Frauen in Waldgebieten in Berlin und Brandenburg angegriffen haben. Konkret werden ihm fünf Vergewaltigungen oder versuchte Vergewaltigungen im Bereich des Forstes Grunewald vorgeworfen. Zwei weitere Taten in einem Waldgebiet bei Kleinmachnow und im nordöstlich von Berlin liegenden Bernau konnten demselben Täter zugeordnet werden.

Erst am Montag hatte die Polizei den mutmaßlichen Serientäter identifiziert, seinen Aufenthaltsort aber noch nicht herausgefunden. Zunächst war sein Alter mit 30 Jahren angegeben worden.

Weitere Tat nach Ausforschung

Am Dienstag erfuhren die Ermittler dann, dass eine weitere Frau in einem Waldgebiet in Potsdam Opfer einer Vergewaltigung geworden war. Stunden später wurde der Mann kurz hinter der Landesgrenze in Berlin festgenommen.

Zum Tatmuster teilte die Polizei am Mittwoch mit, der 29-Jährige habe die späteren Opfer zunächst freundlich angesprochen. Dann habe er sie mit Gewalt gepackt, gewürgt und für die Taten in entlegenere Gebiete gezerrt.

Besonders sein Verhalten nach der Tat sei "ziemlich ungewöhnlich" gewesen: Er habe sich augenscheinlich um die Frauen "kümmern" und sich etwa mit ihnen verabreden wollen. Dem Opfer in Kleinmachnow gab er demnach sein Fahrrad, damit die Frau nach Hause fahren kann.

Die Staatsanwaltschaft gab an, bei drei der Taten bestehe der Verdacht auf eine besonders schwere Vergewaltigung. Demnach soll der Mann am Mittwoch einer Haftrichterin vorgeführt werden. Außerdem soll er medizinisch und psychiatrisch untersucht werden.

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