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Gegen Rassimus Hunderttausende auf den Beinen

Rund um die Welt kam es auch am Sonntag wieder zu ausgedehnten Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Ausgelöst durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in den USA haben am Wochenende erneut weltweit Menschen gegen Rassismus demonstriert.

(c) AFP (MARCO LONGARI)

In den USA heizte der Tod eines weiteren Schwarzen bei einem Polizeieinsatz die Proteste weiter an, in London kam es bei einer Gegendemonstration Rechtsextremer zu Zusammenstößen mit der Polizei.

(c) AFP (DANIEL LEAL-OLIVAS)

Auch in Deutschland, Frankreich, Australien und in der Schweiz gingen tausende Menschen gegen rassistische Diskriminierung auf die Straße.

(c) AFP (ANNE-CHRISTINE POUJOULAT)

In Atlanta im US-Bundesstaat Georgia gingen am Samstag laut Medienberichten hunderte Demonstranten auf die Straße und setzten ein Schnellrestaurant in Brand. Dort war am Freitag der 27-jährige Rayshard Brooks angeschossen worden; er starb später im Krankenhaus. Atlantas Polizeichefin trat nach dem Vorfall zurück.

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In Deutschland gab es am Wochenende bundesweite Kundgebungen gegen Rassismus und für Solidarität in der Coronakrise. In Berlin kamen am Sonntag mehrere hundert Menschen unter dem Motto #SogehtSolidarisch zusammen, um ein "Band der Solidarität" zu bilden. Auch in anderen Städten wie Leipzig und Hamburg waren Protestveranstaltungen angekündigt.

(c) AFP (APU GOMES)

In London versammelten sich am Samstag zahlreiche Menschen zu einem Gegenprotest gegen eine Anti-Rassismus-Kundgebung.

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Obwohl der ursprünglich für Samstag geplante Protest der Black-Lives-Matter-Bewegung bereits am Freitag stattgefunden hatte, um Auseinandersetzungen mit Rechtsextremen zu vermeiden, zogen am Samstag mehrere hundert Rechtsextreme zum Parlament, um dort Statuen vor möglichen Angriffen zu "schützen". 

(c) AFP (ANNE-CHRISTINE POUJOULAT)

Auf Fernsehbildern waren gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei zu sehen. Mehr als hundert Menschen wurden festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Sechs Beamte wurden demnach leicht verletzt. Premierminister Boris Johnson verurteilte die Gewalt und sprach von "rassistischem, rücksichtslosem Vorgehen".

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In Frankreich gab es am Samstag in allen größeren Städten Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. In Paris folgten mehrere tausend Demonstranten einem Aufruf zum Protest gegen den Tod des jungen Schwarzen Adama Traoré im Polizeigewahrsam 2016. 

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In Lyon gingen nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen auf die Straße. Sowohl in Paris als auch in Lyon kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten. Weitere Kundgebungen wurden aus Marseille, Montpellier und Bordeaux gemeldet.

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In Paris versammelten sich am Samstagabend mehrere dutzend Polizisten mit ihren Streifenwagen am Triumphbogen. Aus Protest gegen Äußerungen von Innenminister Christophe Castaner warfen sie ihre Handschellen auf den Boden. 

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Anti-Rassismus-Proteste mit tausenden Teilnehmern gab es am Samstag zudem erneut in Australien. Auch Australien kämpft mit seiner Vergangenheit wegen der Unterdrückung der Aborigines.

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m Auckland in Neuseeland gab es am Sonntag eine Protestaktion vor dem US-Konsulat, in der Hauptstadt Wellington gab es eine Kundgebung vor dem Parlament. Auch in Taiwans Hauptstadt Taipeh versammelten sich hunderte Menschen zum Gedenken an Floyd und andere Opfer von Polizeigewalt in den USA.

(c) AFP (OLI SCARFF)

Mehrheitlich in schwarz gekleidete Demonstranten protestierten auch in mehreren Schweizer Städten gegen Rassismus. Allein in Zürich beteiligten sich nach Polizeiangaben mehr als 10.000 Menschen an der Demonstration.

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George Floyd wurde Ende Mai in Minneapolis getötet, als ein weißer Polizist ihm minutenlang das Knie auf den Nacken drückte. Floyd hatte wiederholt gefleht, er bekomme keine Luft mehr.

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