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SlowakeiPolizei durchsuchte Atomkraftwerk Mochovce

Die negativen Schlagzeilen um das slowakische Atomkraftwerk, das nur 100 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt ist, reißen nicht ab.

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© (c) APA/AFP/VLADIMIR SIMICEK
 

Eine Spezialeinheit der slowakischen Polizei hat am Dienstag das Gelände des Atomkraftwerks Mochovce durchsucht. Rund hundert Polizisten seien an der Razzia beteiligt, teilte die Polizei noch während der laufenden Aktion auf ihrer offiziellen Facebookseite mit.

"Die Polizeiaktion erfolgt im Rahmen eines laufenden Strafverfahrens wegen schwerwiegenden Betrugsverdachts im Zusammenhang mit dem Bau des dritten und vierten Reaktorblocks", hieß es in der Polizei-Mitteilung weiter. Nähere Informationen könne man wegen laufender Ermittlungen aber vorerst nicht veröffentlichen.

Massive Korruption?

Im Atomkraftwerk Mochovce sollten schon 2012 und 2013 ein dritter und vierter Reaktorblock in Betrieb gehen. Der Bau verzögerte sich aber seither immer wieder, wobei sich zugleich die Fertigstellungskosten in intransparenter Weise erhöhten. Schon seit mehreren Jahren ging die Polizei dem Verdacht nach, dass massive Korruption daran schuld sei. Schon im vergangenen Jahr waren deshalb ein italienischer Ex-Chef der Betreiberfirma Slovenske elektrarne sowie ein Manager einer Zulieferfirma vorübergehend festgenommen worden.

Die österreichische Umweltorganisation Global 2000 kritisiert seit langem, das unvollendete Kraftwerk weise schwere Sicherheitsmängel auf. Das slowakische Atomaufsichtsamt wies zwar die meisten Vorwürfe der österreichischen Atomkraftgegner als "inkompetent" zurück, verweigerte der Betreiberfirma jedoch bisher die Betriebsgenehmigung wegen nicht vollständig behobener Baumängel.

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