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Laut WHOCoronavirus-Impfstoff wird es erst in eineinhalb Jahren geben

Das Coronavirus hat nun einen offiziellen Namen: "Sars-CoV-2". WHO kündigte Maßnahmen und Impfstoff in 18 Monaten an. Zwei Neuerkrankungen in Bayern bestätigt.

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Doktor Paul McKay forscht an einem Impfstoff gegen das Coronavirus © (c) APA/AFP/TOLGA AKMEN
 

Das neuartige Coronavirus trägt nun offiziell den Namen "Sars-CoV-2". Auch die neue Lungenerkrankung bekam eine eigene Bezeichnung. Sie wird nun "Covid-19" genannt. "Co" steht demnach für "Corona", "vi" für "Virus" und "d" für "disease" (Krankheit).

2019-nCoV war demnach der provisorische Name für das Virus, nachdem die Krankheit in Erscheinung getreten war. Die neue Bezeichnung für die Erkrankung, Covid-19, sei ausgewählt worden, weil sie einfach auszusprechen sei und kein Land und keine bestimmte Bevölkerung stigmatisiere, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Impfstoff in 18 Monaten verfügbar

Er sehe zudem eine "realistische Chance", die weitere Ausbreitung des Virus zu bremsen. "Wenn wir jetzt investieren, haben wir eine realistische Chance, diesen Ausbruch zu stoppen", sagte Tedros.

Ein erster Impfstoff könnte in 18 Monaten verfügbar sein, "also müssen wir heute alles mit den uns verfügbaren Waffen machen", sagte WHO-Chef Ghebreyesus. Ein führender chinesischer Wissenschaftler erklärte, die Epidemie könnte bis April überwunden werden. In der Volksrepublik sind nach Angaben der Behörden inzwischen mehr als 1.000 Menschen an dem Virus gestorben.

 

Der Ausbruch stelle laut WHO einen Notfall für China dar und sei auch eine "ernsthafte Bedrohung für den Rest der Welt". Die Zahl der festgestellten Infektionen in China stieg nach WHO-Angaben auf mehr als 44.200

Zwei Neuerkrankungen in Bayern

In Bayern gibt es zwei neue und damit insgesamt 14 bestätigte Coronavirus-Fälle. Die zwei Neuerkrankungen stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer aus Stockdorf bei München, bei dem vor einigen Wochen ein erster Mitarbeiter positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden war, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstagabend mitteilte.

In München unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Einzelheiten zu den neuen Fällen wollte das Ministerium am Mittwoch bekanntgeben. Das Unternehmen Webasto hatte den Stammsitz am 29. Jänner vorsorglich geschlossen, nachdem einer der Mitarbeiter positiv getestet worden war. Er hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt, die wenig später zurück in ihre Heimat flog. Alle 14 bestätigten Coronafälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit Webasto. Infiziert hatten sich weitere Mitarbeiter sowie einige Angehörige. Deutschlandweit gibt es damit nun insgesamt 16 Menschen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen worden ist.

Unter den Menschen auf einem in Japan unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff wurden weitere 39 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Nach Angaben des japanischen Gesundheitsministers Katsunobu Kato stieg damit die Zahl der Infektionsfälle unter den an Bord der "Diamond Princess" nach Japan gereisten Menschen auf mindestens 174. Das Schiff mit rund 3.700 Menschen an Bord war Anfang der vergangenen Woche nach seinem Eintreffen in Yokohama unter Quarantäne gestellt worden. Zuvor war ein Passagier, der die "Diamond Princess" in Hongkong verlassen hatte, dort positiv auf das Coronavirus getestet worden.

 

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