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Mindestens 722 insgesamtErste ausländische Todesopfer in China durch Coronavirus

Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer der Epidemie in Festlandchina und Hongkong stieg auf mindestens 722. Dies sind mehr als bei der Sars-Epidemie 2002/2003. Damals starben in China fast 650 Menschen.

© APA (AFP)
 

Die Zahl der Todesopfer in China durch das neuartige Coronavirus hat erneut deutlich zugenommen. Wie die nationale Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, starben seit dem Vortag 86 Menschen an den Folgen der Infektion - bis auf fünf alle in der zentralchinesischen Provinz Hubei. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer der Epidemie in Festlandchina und Hongkong stieg damit auf mindestens 722.

Dies sind mehr als bei der Sars-Epidemie 2002/2003. Durch die ebenfalls durch ein Coronavirus übertragene Atemwegserkrankung Sars waren damals in Festlandchina und Hongkong fast 650 Menschen gestorben.

Nach Angaben der Kommission wurden seit Freitag weitere 3.399 Fälle von Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus verzeichnet. Die Gesamtzahl der Krankheitsfälle in China wuchs damit auf mehr als 34.500. Hubei ist das Zentrum der Epidemie, von der dortigen Millionenmetropole Wuhan hatte der Erreger seinen Ausgang genommen.

Von China aus hat sich das Coronavirus in mehr als zwei Dutzend weitere Länder ausgebreitet. In Deutschland gibt es inzwischen 14 bestätigte Ansteckungsfälle.

Infizierter US-Bürger starb in China

In China starb indes ein infizierter US-Bürger, teilte ein Sprecher der US-Botschaft in Peking am Samstag mit. Das 60-jährige Opfer, bei dem die Atemwegserkrankung diagnostiziert worden sei, sei in einem Krankenhaus in Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei gestorben. Angaben zum Geschlecht machte der Sprecher nicht. Es handelt sich vermutlich um das erste ausländische Todesopfer nach Ausbruch der Epidemie in China. Das chinesische Außenministerium hatte die Zahl der erkrankten Ausländer am Donnerstag mit 19 angegeben.

Ebenfalls in einem Krankenhaus in Wuhan starb ein Japaner, der sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert hatte. Das japanische Außenministerium in Tokio teilte am Samstag mit, der etwa 60-jährige Mann sei mit einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht worden.

Lage in Österreich

Der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion bei einem chinesischen Urlauberkind in Vorarlberg hat sich nicht bestätigt. Die nach Innsbruck gesandte Probe sei negativ auf das Virus getestet worden, gab Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher am Freitagabend in einer Mitteilung Entwarnung. Grabher betonte, man werde die Entwicklung in Sachen Coronavirus weiter aufmerksam beobachten.

Das Kind war als Teil einer internationalen Reisegruppe, darunter sieben Personen aus Shanghai, vor zwei Tagen nach Vorarlberg gekommen. Die Gruppe hielt sich zum Skifahren im Land auf. Bei dem Kind traten Husten, Fieber und Halsschmerzen auf, daher wurde seine Erkrankung als Verdachtsfall behandelt. Die Gruppe wurde im Hotel isoliert, kann nun aber wohl wieder in Kontakt mit der Außenwelt treten.

Auch die offenen Wiener Verdachtsfälle einer Erkrankung mit dem Coronavirus sind alle negativ getestet worden, wie es aus dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) am Freitagabend hieß. Zuletzt hatte in der Nacht auf Freitag ein in Wien lebendes, aus China stammendes Ehepaar die Berufsrettung alarmiert.

Die beiden waren nach einer China-Reise am 30. Jänner nach Wien zurückgekehrt. Wegen Symptomen eines grippalen Infekts waren sie in ein Krankenhaus gebracht worden.

Nach der Bekanntgabe von zwei weiteren Coronavirus-Verdachtsfällen in Niederösterreich ist am Freitagnachmittag Entwarnung gegeben worden. Im Krankenhaus Mödling durchgeführte Tests seien negativ geblieben, teilte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding der APA mit. Insgesamt haben sich im Bundesland damit bisher elf Verdachtsfälle nicht erhärtet.

 

 

 

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