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Coronavirus Kreuzfahrtreedereien verschärfen Regeln

Nach Infektionen auf mehreren Schiffen sollen die Regeln für Passagiere von großen Kreuzfahrten deutlich verschärft werden. Zwölfter Coronavirus-Fall in Bayern.

GERMANY - SHIP - CRUISE LINER NORWAY
© (c) EPA (Ingo Wagner)
 

Die Kreuzfahrtindustrie verschärft ihre Vorsorgemaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ab sofort dürfen keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord eines Kreuzfahrtschiffs gehen, die 14 Tage vor der Einschiffung aus oder über China gereist sind oder über Flughäfen in dieser Region im Transit, einschließlich Hongkong und Macao.

Das teilte der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA am Freitag in Hamburg mit. Zudem werde allen Personen die Beförderung verweigert, die möglicherweise Kontakt mit einer infizierten Person hatten und es würden im Bedarfsfall Gesundheitschecks vor der Einschiffung vorgenommen.

Kreuzfahrtbranche in Bedrängnis

Bereits vor einer Woche hatten die internationalen Kreuzfahrt-Reedereien erklärt, keine Passagiere und Crewmitglieder mehr an Bord zu lassen, die zuvor auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Auf mehreren Kreuzfahrtschiffen war es seitdem zu Infektionen mit dem Coronavirus gekommen oder zum Verdacht auf Infektionen. Etliche Kreuzfahrten, die nach China geführt hätten, wurden umdisponiert, verändert oder gestrichen.

Die Kreuzfahrtbranche sei eine der erfahrensten Branchen, wenn es darum gehe, Gesundheitsbedingungen zu überwachen, heißt es in der CLIA-Mitteilung. Die Schiffe verfügten über die Ausrüstung und das medizinische Fachpersonal, um Passagiere im Krankheitsfall zügig zu behandeln und eine weitere Übertragung zu verhindern.

Coronavirus - zwölfter Fall in Bayern

In Bayern gibt es einen zwölften Coronavirus-Fall. Dies teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitagabend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Bei dem neuen Fall handelt es sich um die Frau eines Mannes, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war. Er wird derzeit in der München Klinik Schwabing behandelt.

Der Mann ist Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei München. Alle in Bayern aufgetretenen Fälle stehen in Zusammenhang mit Webasto. Dort hatten sich Mitarbeiter bei einer Kollegin aus China angesteckt. Die Frau wird nach Angaben des Gesundheitsministeriums medizinisch überwacht und ist in der München Klinik Schwabing isoliert, wo sich bereits sieben weitere Coronavirus-Patienten aus Bayern befinden.

Damit ist die Gesamtzahl der Virennachweise in Deutschland auf 14 gestiegen. Zwei Fälle sind Rückkehrer aus China.

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