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Doch keine Entwarnung Australien: Bereits 27 Tote und neues "Megafeuer"

Premier Morrison erwägt Einrichtung von Untersuchungskommission zu den Bränden.

 Auf die großen Segel des berühmten Opernhauses wurden als Zeichen der Solidarität Bilder von Feuerwehrleuten projiziert
Auf die großen Segel des berühmten Opernhauses wurden als Zeichen der Solidarität Bilder von Feuerwehrleuten projiziert © APA/AFP/SAEED KHAN
 

Bei den verheerenden Buschbränden in Australien hat es ein weiteres Todesopfer gegeben. Wie die Feuerwehr im südlichen Bundesstaat Victoria am Sonntag mitteilte, kam dort ein 60-jähriger Feuerwehrmann im Kampf gegen die Flammen ums Leben. Er wurde während der Löscharbeiten von einem Baum erschlagen. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei den seit Monaten anhalten Buschbränden auf mindestens 27.

Die Feuerwehr nutzt derzeit eine Phase günstigerer Wetterbedingungen, um die Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Die Behörden warnten aber, dass die Feuer-Krise trotz der etwas besseren Aussichten für die kommenden Tage noch lange nicht vorbei ist. Im Südosten des Kontinents bildete sich ein neues "Megafeuer". An den Grenzen der beiden Bundesstaaten New South Wales und Victoria vereinten sich in der Nacht auf Samstag drei Buschfeuer zu einem "Megabrand" mit einer Fläche von 600.000 Hektar. In einigen Gebieten hatten die Temperaturen zuvor 44 Grad erreicht. Eine gute Nachricht kam aus der Region um Gospers Mountain nordwestlich von Sydney: Dort wurde ein ähnlich großer Riesenbrand eingedämmt - nach zehn Wochen. Einen symbolischen Dank an die Einsatzkräfte gab es in Sydney: Auf die großen Segel des berühmten Opernhauses wurden als Zeichen der Solidarität Bilder von Feuerwehrleuten projiziert.

Kritik an Regierungschef

Der wegen seines Umgangs mit der Katastrophe in der Kritik stehende australische Regierungschef Scott Morrison kündigte unterdessen am Sonntag an, die Regierung erwäge die Einrichtung einer Untersuchungskommission zu den Bränden. "Ich denke, das wird nötig sein", sagte er dem Sender ABC. Er werde entsprechende Schritte einleiten.

Australien brennt: Die Wochen des Feuers in Bildern

Seit Beginn der großen Brände im Oktober sind landesweit 26  Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2.000 Häuser wurden zerstört. Etwa 10,6 Millionen Hektar brannten nieder.

(c) APA/AFP/STATE GOVERNMENT OF VICTORIA/HANDOUT (HANDOUT)

Die Bilder, die uns tagtäglich von den Buschfeuern erreichen, sprechen Bände.

(c) APA/AFP/SAEED KHAN (SAEED KHAN)

Rottöne in allen Schattierungen bestimmen das Land.

(c) APA/AFP/SAEED KHAN (SAEED KHAN)

Beinahe unheimlich mutet die Stimmung mitten am Tage an.

(c) APA/AFP/SEAN DAVEY (SEAN DAVEY)

Hunderte Millionen Tiere kamen in den Flammen um. Dieser Koala hat es geschafft, er hat überlebt. Für rund 25.000 seiner Artgenossen bedeuteten die Buschfeuer den sicheren Tod.

(c) AP

Fauna und Flora sind unumkehrbar zerstört.

(c) AP (Dan Himbrechts)

Der Rauch ist nicht aufzuhalten. Über den Pazifik erreichte er nun auch Südamerika.

(c) APA/AFP/PETER PARKS (PETER PARKS)

Die Einsatzkräfte geraten immer mehr an ihre Grenzen.

(c) AP (Rick Rycroft)

Klicken Sie sich durch die beeindruckenden Bilder vom brennenden Kontinent.

(c) APA/AFP/PETER PARKS (PETER PARKS)
(c) APA/AFP/SAEED KHAN (SAEED KHAN)
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Morrison, ein entschiedener Verfechter fossiler Energien, kündigte auch an, die Emissionsziele würden "sich entwickeln". Eine Reduzierung der umfangreichen Kohleexporte seines Landes schloss er aber aus. "In den kommenden Jahren werden wir unsere Politik auf diesem Gebiet, die Emissionen noch weiter zu reduzieren, weiter entwickeln." Dies werde "ohne CO2-Steuer, ohne Strompreiserhöhung und ohne Stilllegung der traditionellen Industrien" geschehen, sagte der konservative Premier.

Zuletzt hatte es in Australien vermehrt Proteste gegen die Politik Morrisons gegeben. Am Freitag gingen in Sydney und Melbourne erneut zehntausende Menschen auf die Straßen und forderten die Regierung auf, mehr gegen die Erderwärmung zu unternehmen und Australiens massiven Kohleexport zurückzufahren.

Die Schäden durch die Feuer sind bereits immens - auch für die Wirtschaft, besonders den Tourismus und die Landwirtschaft. Allein auf der Känguru-Insel im Süden des Landes wurden bisher mehr als 32.000 tote Schafe gezählt. Auch die Winzer sind betroffen: Die Anbauregion Victoria sorge sich wegen der Rauchbelastung, sagte die Abgeordnete Helen Haines dem Sender ABC. "Rauchflecken könnten ganze Jahrgänge zerstören."

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Danke für Ihr Verständnis.

migs
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Da könn ma noch lange unseren igL-100er im Grossraum Graz fahren um das zu kompensieren...

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huckg
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Das Immissionsgesetz-Luft kurz IGL

behandelt lokale Schadstoffemissionen in Sanierungsgebieten vor allem aufgrund der Feinstaubbelastungen in Ballungszentren.
Hat mit CO2 nicht wirklich viel zu tun.
Aber macht nix, Hauptsache man kann über Umweltschutz motzen.

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hfg
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Wie hoch ist der CO2 Ausstoß

Durch die Brände in Australien - ich möchte wissen auf wieviele Schnitzel ich verzichten muss und wie oft ich mein Auto nicht benützen darf.

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hfg
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Die Frage war schon teilweise ernst

Bei der Diskussion soll und muss man auch die Relationen rational betrachten.
Ich bin ohnehin Vegetarier. Aber Australien hält wie viele anderen Länder vom Klimaschutz wenig bis gar nichts.

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huckg
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Meinst du so wie Austria?

Wann versteht ihr das endlich: Beim Klima gibt keine Nationen, es betrifft alle Lebewesen auf dem Planeten gleich.
Wir, du und ich sind unter den weltweiten Spitzenreitern im CO2 Ausstoß. Egal was 1,4 Milliarden Chinesen machen. Es macht Null Sinn dorthin zu schauen wo wir nichts ändern können.
Hier in Österreich liegt UNSERE Verantwortung den CO2 Ausstoß drastisch zu verringern und innerhalb der nächsten 10 Jahre auf Null herunterzufahren. Dazu haben wir uns verpflichtet und es Bedarf allen Anstrengungen um es zu schaffen. Es gibt keinen Plan(eten) B, oder hast du einen? Dann halte ihm nicht länger zurück!

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schadstoffarm
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Es reicht wennst

Kein co2 ausatmest, also Luft anhalten.

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birgit001
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Wie pietätlos ist dieser Kommentar?

Eine halbe Milliarde (!) Tiere mussten Ihr Leben lassen und tausende Menschen haben ihre Existenzen verloren und Sie denken an Ihre Schnitzel? Am besten noch so billig wie möglich... es ist wirklich beschämend!

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