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Nach ÜberschwemmungVenedig leidet unter dem Touristenschwund

Hoteliers beklagten einen Rückgang bei Buchungen über Neujahr von rund 50 Prozent.

© (c) AP (Andrea Merola)
 

Trüber Silvester in Venedig: Nach dem Hochwasser sieht sich die Lagunenstadt mit einem argen Touristenschwund konfrontiert. Hoteliers beklagten einen Rückgang bei Buchungen über Neujahr von rund 50 Prozent. "Wir schätzen tägliche Verluste für die Hotelbranche in Höhe von acht bis zehn Millionen Euro pro Tag", sagte der Präsident der venezianischen Hoteliervereinigung, Vittorio Bonacini.

Nach enttäuschenden Weihnachtstagen hatten die Hoteliers mit besseren Aussichten zu Silvester gerechnet. Doch die erhofften Reservierungen sind ausgefallen. "Leider ist die Information nicht durchgekommen, dass sich die Lage in Venedig nach dem außerordentlichen Hochwasser längst normalisiert hat", klagte Bonacini laut Medienberichten.

Weniger Leute - mehr Flair

Mit Lowcost- und Last-Minute-Angeboten hoffen die Hoteliers letzte unentschlossene Touristen zu überzeugen, nach Venedig zu reisen. "Mit weniger Besuchern ist der Markusplatz noch schöner", betonte eine Hotelinhaberin. Auch für den Karneval würden die Buchungen noch klar unter den Erwartungen liegen. Vor allem Touristen aus den USA hätten nach dem Hochwasser auf ihre Aufenthalte verzichtet.

Um Besucher zu überzeugen, dass Venedig nicht mehr überschwemmt ist, veröffentlichte der Hotelierverband vor Weihnachten ein Video, in dem Venezianer von ihrer Rückkehr zum Alltag nach Behebung der Schäden berichten. "Wir wollen damit jedem zeigen, dass in Venedig wieder alles in Ordnung ist", meinte Bonacini.

Im vergangenen Monat hatte ein außergewöhnliches Hochwasser die italienische Weltkulturerbestadt heimgesucht. Am 12. November war der Pegel auf 187 Zentimeter gestiegen, den höchsten Stand seit 33 Jahren. Der Markusdom wurde überflutet und vom Salzwasser beschädigt. Die Hoteliers beklagten seitdem einen nie da gewesenen Rückgang der Buchungen.

 

Kommentare (9)

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pinsel1954
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Jetzt haben sie das erreicht was sie wollten - oder doch wieder nicht?

Vor kurzem haben sie noch gejammert, dass sie zu viele Touristen haben, sie wollen mehr Ruhe von den vielen Menschen.
Jetzt haben sie das erreicht und es passt wieder nicht!
Was wollen sie wirklich, die Venezianer?
Ich vermute sehr wohl das Geld von den Touristen, aber sie wollen sie nicht in der Stadt haben......
Und der Bettelbrief an die EU wird wohl schon unterwegs sein.........

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Tillennium
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@pinsel1954

Es sind nicht die Menschen in Venedig, die jetzt jammern, sondern die Hoteliers!

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saubertl
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Übersetzungsfehler?

Tägliche "Verluste" oder ausgebliebene Umsätze? Ich kenne die Originalaussage der Italienischen Hoteliervereinigung nicht. Aber werden hier wieder ein mal Apfel gemeint und als Birnen bezeichnet? Aber es ist halt so. Alle Städte der Welt sind eigentlich gleich, nur Venedig ist ein bisschen anders.
Das meint der Saubertl

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Autschal
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Jahrzehnte

lang abcashen und sich dann aufregen. Geregelter Kreuzschifffahrtsverkehr, Eintritt zahlen und, und, und. Und jetzt ist eingetreten, was sich Venedig gewunschen hat - und es ist gut so.

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zlatorog
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Overtourism oder Touristenschwund - Venedig leidet immer!

Vor ein paar Monaten haben die Venezianer für 2020 Eintrittsgebühren angekündigt, um dem Touristenansturm in ihrer Stadt Herr zu werden.
Siehe: https://www.kleinezeitung.at/lebensart/reise/alpeadria/5623198/Ab-2020_Das-bringt-VenedigEintritt-fuer-zehn-Millionen-Besucher
Jetzt hat sich die Lage offenbar entspannt, aber es passt wieder nicht. Da drängt sich der Eindruck auf, dass es eventuell doch hauptsächlich ums Abkassieren gehen könnte...

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walter1955
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mich hat Venedig 2 mal gesehen

wurde gerupft wie eine Weihnachtsgans
mich sehen sie sicher nicht mehr dort

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Tillennium
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@walter1955

Wenn du als Tourist dorthin gehst und nur zu den Hotspots gehst, wirste abgezogen. Trink deinen Kaffee nicht am Markusplatz, geh etwas abseits in kleine Gassen. Dort gibt es noch normale Preise.

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minerva
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nicht auf Venedig mit dem Finger zeigen - bei uns in Tirol @zlato...

darfst nichteinmal mehr von der Autobahn runter - auch die Tiroler werdens noch billiger geben

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PiJo
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Lebensqualität gegen Gewinnmaximierung

Es ist immer schwierig wenn die heimische Bevölkerung und gewinnorientierte
Politiker und Geschäftsleute unterschiedliche Ziele verfolgen.
Ein paar wenige steigern ihr Einkommen, die Mehrheit hat nichts davon.

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