AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Boeing-RaumschiffFolgenschwerer Fehler: Testflug von "Starliner" scheitert

Nach dem Start einer Rakete mit der unbemannten Raumkapsel an Bord am US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral kam es zu einem Problem bei der automatischen Zündung der Antriebe.

Unbemannter Testflug von Raumschiff "Starliner" scheitert
Unbemannter Testflug von Raumschiff "Starliner" scheitert © AP
 

Der erste Härtetest für das neue Boeing-Raumschiff "Starliner" ist nach einem folgenschweren Fehler am Freitag gescheitert. Nach dem Start einer Rakete mit der unbemannten Raumkapsel an Bord am US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral kam es zu einem Problem bei der automatischen Zündung der Antriebe. Die eigentlich geplante Reise zur Internationalen Raumstation ISS fällt buchstäblich flach.

NASA-Chef Jim Bridenstine erläuterte, dass nach dem zunächst erfolgreichen Start Freitagfrüh (Ortszeit) die geplante Trennung der Atlas-V-Rakete vom "Starliner" der Firma Boeing erfolgte. Dann allerdings seien durch einen falsch laufenden Timer Probleme mit einem Antrieb aufgetreten. In der Folge habe das Raumschiff so viel Treibstoff verbraucht, dass es nicht mehr zur ISS gelangen konnte.

Starliner: Folgenschwerer Fehler

Der erste Härtetest für das neue Boeing-Raumschiff "Starliner" ist nach einem folgenschweren Fehler am Freitag gescheitert. 

(c) APA/AFP/NASA/JOEL KOWSKY (JOEL KOWSKY)

 Nach dem Start einer Rakete mit der unbemannten Raumkapsel an Bord am US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral kam es zu einem Problem bei der automatischen Zündung der Antriebe.

(c) APA/AFP/NASA/JOEL KOWSKY (JOEL KOWSKY)

Die eigentlich geplante Reise zur Internationalen Raumstation ISS fällt buchstäblich flach.

(c) APA/AFP/NASA/JOEL KOWSKY (JOEL KOWSKY)

NASA-Chef Jim Bridenstine erläuterte, dass nach dem zunächst erfolgreichen Start Freitagfrüh (Ortszeit) die geplante Trennung der Atlas-V-Rakete vom "Starliner" der Firma Boeing erfolgte.

(c) AP (Malcolm Denemark)

Dann allerdings seien durch einen falsch laufenden Timer Probleme mit einem Antrieb aufgetreten.

(c) AP (Joe Burbank)

In der Folge habe das Raumschiff so viel Treibstoff verbraucht, dass es nicht mehr zur ISS gelangen konnte.

(c) AP (Joe Burbank)

Das Kontrollzentrum habe das fehlerhafte Manöver zwar abbrechen wollen, sagte Bridenstine. 

(c) AP (Terry Renna)

"Es scheint aber so zu sein, dass wir (der "Starliner") zwischen TDRS-Kommunikationssatelliten waren, was bedeutet, dass wir unser Kommando nicht durchbekommen konnten."

(c) AP (Terry Renna)

NASA-Angaben zufolge soll die Mission nun schon nach 48 Stunden mit der Landung auf der Erde wieder enden.

(c) AP (Terry Renna)

 Am Samstag hätte das Raumschiff eigentlich erstmals am Außenposten der Menschheit 400 Kilometer über der Erdoberfläche andocken sollen.

(c) AP (Terry Renna)

Die Rückkehr war für den 28. Dezember geplant. Bridenstine versicherte dabei: "Unsere Crew wäre sicher gewesen."

(c) AP (Terry Renna)

Und falls eine Besatzung an Bord gewesen wäre, hätte diese die Fehler im Ablauf womöglich noch korrigieren können.

(c) AP (Joel Kowsky)
(c) APA/AFP/NASA/JOEL KOWSKY (JOEL KOWSKY)
(c) APA/AFP/NASA/JOEL KOWSKY (JOEL KOWSKY)
(c) AP (Joel Kowsky)
1/15

Das Kontrollzentrum habe das fehlerhafte Manöver zwar abbrechen wollen, sagte Bridenstine. "Es scheint aber so zu sein, dass wir (der "Starliner") zwischen TDRS-Kommunikationssatelliten waren, was bedeutet, dass wir unser Kommando nicht durchbekommen konnten."

Ende nach 48 Stunden

NASA-Angaben zufolge soll die Mission nun schon nach 48 Stunden mit der Landung auf der Erde wieder enden. Am Samstag hätte das Raumschiff eigentlich erstmals am Außenposten der Menschheit 400 Kilometer über der Erdoberfläche andocken sollen. Die Rückkehr war für den 28. Dezember geplant. Bridenstine versicherte dabei: "Unsere Crew wäre sicher gewesen." Und falls eine Besatzung an Bord gewesen wäre, hätte diese die Fehler im Ablauf womöglich noch korrigieren können.

Der fehlgeschlagene Härtetest ist für Boeing und die NASA ein herber Rückschlag. Die US-Raumfahrbehörde will mit dem "Starliner" in den nächsten Jahren amerikanische Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen. Seit der Einstellung des Space Shuttle Programms im Jahr 2011 sind die USA von russischen Raumfähren abhängig. Bridenstine konnte zunächst nicht sagen, wie sich der missglückte Test auf den künftigen Zeitplan für den "Starliner" auswirken wird.

Auf dem "Starliner"-Flug zu ISS waren zwar keine Menschen an Bord, aber dafür Weihnachtsgeschenke, die für die Astronauten auf der Raumstation gedacht waren. Die Crew auf dem Außenposten der Menschheit wird über die Festtage nun leer ausgehen - und die Präsente erreichen, falls alles glatt geht, am Wochenende wieder amerikanischen Boden.

Kommentare (3)

Kommentieren
lissilein
0
4
Lesenswert?

oje

in der Haut der Person, die den Timer programmiert hat, möchte ich nicht stecken. Schade um den Treibstoff etc... :(

Antworten
griesserw
4
8
Lesenswert?

abhängig von Russland

Das stimmt nicht. Die Dragon Raumkapsel von SpaceX (Firma von Elon Musk) ist bereits im März erfolgreich zur ISS gefolgen und das günstiger als mit den russischen Raketen.

Antworten
heinz31
0
1
Lesenswert?

@griesserw

Ja, aber das sind nur Versorgungskapseln.
Emschen können nur von den Russen hinauf und herunter gebracht werden.
Eine Schmach für die USA.

Antworten