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Australien brenntKampf gegen 60 Kilometer breite Feuerfront nahe Sydney

Die Flammen bedrohten zudem Häuser. "Es wird viele Wochen dauern, um dieses Feuer löschen zu können - und auch nur, wenn wir viel Regen bekommen", hieß es bei RFS.

© APA (AFP)
 

Mehrere Hundert Feuerwehrleute haben im Osten Australiens am Wochenende weiter eine 60 Kilometer breite Feuerfront nahe der Millionenstadt Sydney sowie zahlreiche Buschbrände bekämpft. Premierminister Scott Morrison dankte ihnen am Sonntag für ihren "großartigen" Einsatz.

Im besonders stark betroffenen Bundesstaat New South Wales gingen 1.600 Feuerwehrleute bei großer Hitze und Wind gegen rund 100 Buschfeuer vor. Auch im nördlichen Nachbarstaat Queensland wüteten weiter zahlreiche Brände. Dort will die Regionalregierung nun die Koalas besser schützen.

Australien: Kampf gegen die Buschfeuer

Nördlich von Sydney wütet derzeit ein "Mega-Feuer". Mehrere Brände waren zu einem Großbrand zusammengewachsen.

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Die Feuerwehrleute - zumeist Freiwillige - geraten immer wieder an ihre Grenzen.

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Auch die Hauptstadt Canberra haben die Rauchschwaden bereits erreicht.

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Auch wenn es immer wieder gelingt, Brände zu löschen, ist die Gefahr noch lange nicht gebannt.

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Denn ab Dienstag wird eine neue Hitzewelle mit Temperaturen über 40 Grad Celsius erwartet.

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Die USA und Kanada schickten in den vergangenen Tagen Einsatzkräfte zur Verstärkung der australischen Feuerwehr nach New South Wales.

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(c) AP (Rick Rycroft)
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Im Nordwesten der Millionenmetropole Sydney waren am Freitag mehrere Brände in einem "Megafeuer" aufgegangen, einer der Brandherde wütet demnach lediglich 75 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Die Feuerfront dieses sogenannten Gospers-Mountain-Feuers habe bereits Teile mehrerer Nationalparks erfasst und dort schon großen Schaden angerichtet, teilte die Feuerwehr am Wochenende mit. Die Flammen bedrohten zudem Häuser. "Es wird viele Wochen dauern, um dieses Feuer löschen zu können - und auch nur, wenn wir viel Regen bekommen", hieß es bei RFS.

Australien: Verheerende Buschbrände lodern weiter

Die verheerenden Buschbrände in Australien, die bisher drei Todesopfer gefordert haben, werden immer mehr zur Bedrohung für die Millionenmetropole Sydney.

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"Hohe Temperaturen, starker Wind und niedrige Luftfeuchtigkeit werden vorhergesagt, was die Bedingungen gefährlich macht", teilte die Feuerwehr des Staates New South Wales mit.

(c) APA/AFP/DAVID GRAY (DAVID GRAY)

Bilder der Katastrophe.

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(c) AP (Darren Pateman)
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Megafeuer

Seit Tagen ist in Sydney, der Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales, die Luft wegen des "Megafeuers" rauchgeschwängert, viele Einwohner tragen auf der Straße Atemschutzmasken. Am Sonntag fanden Strandgänger Asche an einigen Stränden im Osten der Stadt. Der Wetterdienst warnte vor einer neuen Hitzewelle zu Wochenbeginn mit Temperaturen von 40 Grad Celsius und mehr. Schon am Wochenende begünstigten Hitze und Winde die Feuer und erschwerten der Feuerwehr die Löscharbeiten.

Im nördlichen Nachbarstaat Queensland vernichteten die zahlreichen Buschfeuer seit Beginn der diesjährigen Brandsaison im Oktober mehr als 200.000 Hektar Land, in New South Wales mehr als zwei Millionen Hektar. Dort zerstörten die Flammen zudem mehr als 680 Häuser und beschädigten 250 Gebäude. Beide Bundesstaaten leiden seit längerem unter großer Trockenheit, was die Buschfeuer begünstigt. Üblicherweise beginnt Australiens Brandsaison erst im November.

Koalas bedroht

Unter den Buschfeuern leiden auch die Koalas, die zusammen mit Kängurus nur in Australien heimisch sind. Die Feuer zerstörten auch schon Teile ihres Lebensraums. Die Regierung in Queensland kündigte deshalb am Sonntag an, mehr als 570.000 Hektar im Südosten des Staates als Koala-Prioritätsgebiet auszuweisen. Auf dieser Fläche sollen künftige Eingriffe wie Waldrodung strenger begrenzt werden.

Die Beutelsäuger leben vor allem in Bäumen. Dort bewegen sie sich kaum. Nach Angaben der Naturschutzorganisation Australia Koala Foundation (AKF) gibt es noch zwischen 43.000 und 100.000 Koalas. Allein in New South Wales starben durch die Feuer seit Oktober nach Angaben von Tierschützern mehr als 350 Koalas.

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