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DresdenKunstdiebstahl: Verbliebene Juwelen werden restauriert

Um ihre Spuren zu verwischen hatten die Einbrecher im Juwelenzimmer Feuerlöschpulver versprüht. Nun müssen die verbliebenen Juwelen in mühevoller Kleinarbeit gereinigt werden.

Spektakulärer Einbruch in das Dresdner Grüne Gewölbe © APA/AFP/dpa/SEBASTIAN KAHNERT
 

Für die von den Juwelendieben im Dresdner Grünen Gewölbe mit einem Pulver besprühten Schmuckstücke gibt es Hoffnung. "Nach der gegenwärtigen Einschätzung werden die verbliebenen Werke rückstandslos gereinigt werden können", sagte ein Sprecher der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) der Deutschen Presse-Agentur. "Damit sind die Restauratoren derzeit befasst."

Zwei unbekannte Einbrecher hatten am vergangenen Montag aus einer Vitrine gut zwei Dutzend der insgesamt rund 100 Teile umfassenden Juwelengarnituren mit Diamanten und Brillanten gestohlen. Sie waren am frühen Morgen gewaltsam in das Museum eingedrungen und hatten im Juwelenzimmer mit einer Axt drei Löcher ins Vitrinenglas geschlagen. Die Stücke, die sie in der Kürze der Zeit darin nicht zu fassen bekamen, besprühten sie offenkundig mit Feuerlöschpulver, um Spuren zu verwischen.

Derzeit geschlossen

Das barocke Schatzkammermuseum August des Starken (1670-1733) ist seitdem geschlossen. An einer Übergangslösung für den Bereich der zerstörten Vitrine im Juwelenzimmer wird nach Angaben der SKD gearbeitet. "Wir möchten das Historische Grüne Gewölbe möglichst zeitnah wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen", sagte der Sprecher. Gemeinsam mit der Bauverwaltung des Freistaates, Polizei und Landeskriminalamt werde derzeit das Sicherheitskonzept überprüft.

Bisher seien 516 Hinweise eingegangen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Dresden mit. Demnach gingen allein 160 Hinweise über das von der Polizei geschaltete Portal ein. Auch der am 1. Dezember über die Sendung "Kripo Live" erfolgte Fahndungsaufruf habe weitere Hinweise ergeben, hieß es. Bisher gibt es nach Angaben des leitendes Oberstaatsanwaltes Klaus Rövekamp und Polizeipräsident Jörg Kubiessa aber noch keinen dringenden Tatverdacht gegen bestimmte Personen

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