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Scharfe Greenpeace-Kritik"Österreich fährt mit leeren Händen zur Weltklimakonferenz"

Auch der überarbeitete Nationale Energie- und Klimaplan (NEKP) stößt bei Greenpeace auf herbe Kritik - er sei "absolut mangelhaft".

© (c) APA (Robert Jäger)
 

"Es fehlen konkrete Ziele, finanzielle Mittel und greifbare Maßnahmen": Auch der überarbeitete Nationale Energie- und Klimaplan (NEKP) stößt bei Greenpeace auf herbe Kritik. Zur Weltklimakonferenz in Madrid nächste Woche fahre Österreich "mit leeren Händen". Sollte es bis Jahresende nicht grundlegende Verbesserungen geben, würden rechtliche Schritte "gegen das klimafeindliche Vorgehen der Regierung" geprüft, kündigten die Umweltschützer am Mittwoch an. Diese nehme "die Klimakrise nicht ernst".

Bis 2. Dezember zu begutachten

Die Überarbeitung des NEKP erfolgte nach Kritik durch die EU-Kommission, erläuterte Greenpeace, der Plan liegt der Öffentlichkeit nunmehr bis nächsten Montag (2. Dezember) zur Begutachtung vor. Konkrete Handlungsaufforderungen der Kommission seien ignoriert worden, analysiert Greenpeace. "Wer auf eine ambitionierte Überarbeitung durch die Übergangsregierung gehofft hat, wurde enttäuscht."

Beim Verkehr steigen die Emissionen unaufhaltsam, konkret um über 70 Prozent seit 1990.

Adam Pawloff, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace

Die Maßnahmen würden bei Weitem nicht reichen, um die Mindestziele von minus 36 Prozent klimaschädlicher Emissionen bis 2030 zu erreichen. Es gebe keine konkreten Ziele für zentrale Branchen wie Landwirtschaft oder Abfallwirtschaft, hier sei nicht oder nicht ausreichend nachgebessert worden, ebenso bei den Themen Energieeffizienz sowie Heizen und Kühlen. Eine Liste der klimaschädlichen Subventionen und Förderungen fehle weiter, gleichfalls eine CO2-Bepreisung sowie die Budgetierung einzelner Maßnahmen.

Beim Verkehr steigen die Emissionen unaufhaltsam, konkret um über 70 Prozent seit 1990.

Adam Pawloff, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace

Beim Verkehr absolut planlos

"Besonders erschütternd" sei "die Planlosigkeit" beim Verkehr. "Die Emissionen steigen hier unaufhaltsam, konkret um über 70 Prozent seit 1990," so Adam Pawloff, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace. Die Organisation fordert das gesetzliche Ende der Neuzulassungen von Verbrennungsmotoren bis spätestens 2028 (reine Diesel- und Benzinfahrzeuge bis 2025, Hybridfahrzeuge bis 2028). Eine zeitlich und finanziell begrenzte Förderung von E-Pkw sei unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll, der Fokus auf Agrotreibstoffe im NEKP wird strikt abgelehnt.

Für den Gebäudebereich sei von einer Verdoppelung der Sanierungsrate die Rede, die derzeit bei rund einem Prozent liege. Überdies vermissen die Umweltschützer Angaben, wie viel Emissionen durch den Klimaplan eingespart werden, sowie Ideen für die sozialverträgliche Ausgestaltung der Maßnahmen.

Kommentare (11)

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Mezgolits
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Gesetzliches Verbot für Verbrennungsmotore =

Atom- + Kohlestrom für E-Autos. Erfinder Mez.

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100Hallo
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Klima

Im Jahre 2000 hat die EU sich vieles groß auf die Fahnen geschrieben. Was ist heute? Das Gegenteil ist Sache.

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helga.zuschrott
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bitte nennen sie fakten....

.... sonst ist ihr beitrag sinnlos.....

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100Hallo
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Klima

Die globale Erwärmung ist eine Bedrohung die verhindert
werden muß
Die fossilen Brennstoffe gehen aus und werden unerschwinglich
Die erneuerbaren werden kostengünstig.
Die EU wird Exportweltmeister erneuerbarer Energietechnologie
Die Eu wird bis 2020 die wettbewerbsfähigste und dynamischte wissensbasierte Wirtschaft der Welt( Lissabonstrategie, März 2000)
und die Realitet.
Teuerste Energiepreise innerhalb der G20
Solarproduktion in Europa nicht mehr vorhanden
E-Autos aus China, größte Steuern innerhalb der EU und weitere Steuern sind angedacht. es dauert nicht mehr lange und Europa ist das Armenhaus der Welt.

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fwf
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Vorschlag:

Ich schlage vor, alle Privatautos mit Verbrennungsmotor zu verbieten, dafür eigene Fahrstreifen für Eselskarren einzuführen (dass unsere Politiker schneller vorankommen). Ebenso wäre zur Förderung des Welthandels die Höchstgeschwindigkeit für LKW auf 100 km/h zu erhöhen. E-Biker dürfen auch auf Autobahnen fahren. Und die Reklameleuchten in den Städten dürfen nur noch bis zwanzig Uhr leuchten. Das wäre doch wirksamer Umweltschutz ?

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100Hallo
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Kosten

Bin neugierig wer dann für die Kosten der Straßen aufkommt?

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Lamax2
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Herumgejammere

Ich bin mir sicher, dass andere EU Staaten um nichts besser sind; sie haben eben Atomkraftwerke. Außerhalb der EU schaut es noch viel schlimmer aus. Österreich bemüht sich ausreichend und mit Hausverstand und die anderen müssen erst einmal so weit kommen im Umweltverhalten.

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SoundofThunder
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🤔

Tja,wir haben nix außer Absichtserklärungen. Aber wir sind nicht die einzigen. Und solange sich die Amerikaner und die Chinesen ein Sch.... um die Umwelt scheren wird es nicht viel nützen.

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isogs
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beginnen

Trotzdem , wer muß mal beginnen, nur warten auf andere, das wird auch nicht gehen. Kleine Schritte können auch Kleine machen.

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annamariaspreitzer
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...

Genau so ist es!

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tannenbaum
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Stimmt so nicht!

Österreich fährt nicht mit leeren Händen zur Weltklimakonferenz! Immerhin kann Österreich damit Punkten, indem wir über dreihundert LKW Ladungen Müll aus Rom nach Niederösterreich karren, um dort zu verbrennen! Angeblich wird schon über eine Ausweitung dieses sinnvollen Geschäftes verhandelt! Außerdem wird am Wiener Flughafen ein dritte Piste gebaut, damit unsere Sehenswürdigkeiten von noch mehr Tagestouristen, durch Billigfluglinien herangekart, überschwemmen können!

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