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Weltkulturerbe in GefahrKlimawandel bedroht Schiefen Turm von Pisa

Auch Bauwerke sind vom Klimawandel betroffen: Die Aufweichung des Bodens infolge heftiger Niederschläge könnte an der Stabilität des 800 Jahre alten Bauwerks nagen, so ein Experte.

Der Schiefe Turm von Pisa hatte sich bereits 1173 kurz nach seiner Errichtung zu neigen begonnen © drimafilm - stock.adobe.com
 

Der Klimawandel könnte sich negativ auf die Stabilität des Schiefen Turms von Pisa auswirken. Dies betonte Carlo Viggiani, Geotechnik-Experte und Mitglied der Kommission, die für die Aufsicht des Monuments zuständig ist.

Das Phänomen der heftigen Niederschläge in Italien könnte zur Aufweichung des Bodens beitragen und an der Stabilität des Monuments nagen, sagte Viggiani laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. "Der Turm ist jedenfalls gesund und wir glauben, dass er es für weitere 300 bis 400 Jahren bleiben wird", sagte der Experte.

Das 800 Jahre alte Bauwerk war zwischen 1993 und 2001 mit tonnenschweren Gewichten unter dem Fundament um 44 Zentimeter "geradegezogen" worden. Während der Aktion wurde es durch starke Stahlseile gesichert.

Der Schiefe Turm von Pisa, der zum Weltkulturerbe zählt, wurde danach im Dezember 2001 nach elf Jahren wiedereröffnet. Das 58,5 Meter hohe Gebäude hatte sich schon kurz nach seiner Errichtung im Jahr 1173 zu neigen begonnen. Als das Bauwerk bei einer Neigung von 4,5 Meter gegenüber der Vertikalen umzufallen drohte, wurde es 1990 für Besucher geschlossen. Die Bauarbeiten kosteten 28 Millionen Euro.

 

Kommentare (1)

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lombok
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Lesenswert?

Letztlich ist auch ein Gebäude irgendwann der Vergänglichkeit ausgesetzt.

Das ist leider so - sogar hier den Klimawandel verantwortlich zu machen, finde ich jedoch ein bisserl unnötig. Ich weiß schon, dass ich jetzt ein paar "Daumen runter" bekomme - aber es ist unnötig, jeden Tag irgendetwas auf dieser Welt zu thematisieren, was angeblich der böse Klimawandel zu verantworten hat.

Meine Nichte (9 Jahre) hat mir vor kurzem gesagt, dass Sie so Angst hat, dass die Welt "untergeht". Leider hat ihre Lehrerin nicht das Fingerspitzengefühl, über dieses Thema zu diskutieren, ohne eine Dramatik an den Tag zu legen, dass die Kinder verzweifelt nach Hause kommen.

Durch solche und hunderte andere Aktionen werden nun plötzlich immer mehr Menschen zu Gegnern dieser Umweltdebatte, weil es schon alles ein bisserl viel wird.

Schade, dass es hier keinen "gesunden" Mittelweg der Debatte und des Handelns gibt. Es ist nicht gut, wenn die Welt derart gespalten wird und es scheinbar nur mehr böse Menschen und Gutmenschen gibt.

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