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"Earth Strike"Weltweit wurde heute für das Klima gestreikt

Die „Fridays for Future“-Streiks erreichten heute ihren vorläufigen Höhepunkt. An vielen Orten wurden Teilnehmerrekorde erwartet.

Die ersten Streiks gingen am Freitag in Neu Seeland über die Bühne © AP
 

Der Planpincieux-Gletscher auf Europas höchstem Berg-Massiv, dem Mont Blanc, wird zum Problem. Er ist so weit abgeschmolzen, dass er einsturzgefährdet ist. Zwei Straßen wurden auf italienischer Seite gesperrt, Premier Giuseppe Conte zeigte sich besorgt. „Die Gefahr, dass ein Gletscher kollabieren könnte, darf uns nicht gleichgültig sein. Dieses Ereignis muss uns wachrütteln!“

Mit dieser Meinung steht Conte nicht alleine da. Heute sind weltweit wieder Hunderttausende auf die Straßen gegangen, um nachhaltige Klimapolitik und -gerechtigkeit einzufordern. Unter dem Namen „Earth Strike“ setzte die mittlerweile global agierende „Fridays for Future“-Bewegung ihre Streiks am Freitag fort. Dem Aufruf folgten heute mehr Menschen denn je – der Höhepunkt der ausklingenden „Week for Future“, an der sich offiziell mehr als 100 Nationen beteiligen. Mit der emissionsarmen Bootsreise Greta Thunbergs – Ausgangspunkt und Ikone der Bewegung – nach New York zur UN-Vollversammlung und ihrer sehr emotionalen Rede ist das Anliegen auch in den USA deutlich populärer geworden. Am vergangenen Freitag versammelten sich Menschen in Tausenden Städten rund um die Welt, in mehr als 160 Ländern wurde gestreikt.

Earth Strike: Aufstehen für das Klima

In Neuseeland gingen am Freitag die ersten Proteste über die Bühne.

(c) APA/AFP/MARTY MELVILLE (MARTY MELVILLE)

Landesweit sollen es 170.000 Teilnehmer gewesen sein.

(c) APA/AFP/MARTY MELVILLE (MARTY MELVILLE)

In dem Pazifikstaat mit knapp fünf Millionen Einwohnern gab es in mehr als 40 Städten Demonstrationen.

(c) AP (Nick Perry)

Allein in der Hauptstadt Wellington marschierten nach Schätzungen mehr als 40.000 Menschen mit. Dabei waren neben Schülern auch viele Eltern und Großeltern.

(c) APA/AFP/MARTY MELVILLE (MARTY MELVILLE)

Weltweit streikten Tausende Menschen, wie hier in Helsinki in Finnland.

(c) AP (Markku Ulander)

Turin, Italien

(c) AP (Alessandro Di Marco)

Dharmsala, Indien

(c) AP (Ashwini Bhatia)

Seoul, Südkorea

(c) AP (Ahn Young-joon)

Rom, Italien

(c) AP (Alessandra Tarantino)
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Klima-Aktivisten brechen Rekorde

Das sollte heute noch einmal übertroffen werden. Greta Thunberg, die sie wieder auf dem Rückweg über den großen Teich befindet, sprach auf Twitter von 6383 angekündigten Protestaktionen. Der Bewegung zufolge waren vor einer Woche sogar vier Millionen Menschen involviert. Schulen, Wissenschaftler, NGO’s und Religionsgemeinschaften unterstützen die Anliegen.

Auch in Österreich stiegen die Teilnehmerzahlen. Johannes Stangl, der die Bewegung in Österreich mitaufgebaut hat, erwartete Zehntausende Teilnehmer alleine in Wien. Mit Ausnahme von St. Pölten wurde in allen Landeshauptstädten demonstriert. „Die Niederösterreicher kommen geschlossen nach Wien“, erklärt Stangl. Der Zeitpunkt sei auch im Hinblick auf die bevorstehende Wahl am Sonntag ideal, um sich bei Wählern wie Politikern Gehör zu verschaffen.

Und danach? Ans Anführen denken die Klima-Aktivisten nicht. „Wenn wir es geschafft haben, uns während des Wahlkampfs Gehör zu verschaffen, dann wird uns das bei der Regierungsbildung erst recht gelingen“, gibt sich Stangl optimistisch. Man höre die Klimaschutz-Versprechen der Parteien und wolle dann darauf achten, dass diese auch umgesetzt werden. Eine nachhaltigere Klimapolitik wird letztlich auch mit Verzicht aller einhergehen, daher würden Politiker das Thema häufig scheuen. „Aber wir verzichten jetzt auch schon“, sagt Stangl. „Auf eine lebenswerte Zukunft zum Beispiel.“

Kommentare (4)

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ichbindermeinung
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wenn zehn/hunderttausende in Ö ihren Arbeitsplatz wegen z.B. der E-Mobilität verlieren werden...

schon allmählich beginnend werden zehntausende/hunderttausende Menschen in Österreich ihren Arbeitsplatz wegen der E-Autos verlieren (Teileproduktionen, Kat, Auspuff, Filter, Motoren, Anbauteile, Zubehörlieferfirmen, Antriebsstränge, Öle, Treibstoffe, Tankstellen, Werkstättenservice, Steuereinnahmen....etc.) - die Krönung ist aber, dass der Ankauf dieser Autos noch mit dem Steuergeld der Bürger gefördert wird. Bin schon gespannt was die Klimaaktivisten dann entgegen werden, wenn Massen auf der Straße stehen werden

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hbratschi
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ichbindermeinung...

...du hast insofern recht, dass die meinung, e-mobilität sei umweltfreundlich, gelinde gesagt, ein schmarrn ist...

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Mein Graz
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@ichbindermeinung

Also weiter machen wie bisher, damit die Wirtschaft wächst und die Menschen Arbeit haben?
Arbeit ohne lebenswerte Umwelt - ist das erstrebenswert?

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schandopr
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klima

Schön langsam wachen "die da Oben" in aller Welt auf und sehen/fühlen sich auf den Schwanz getreten, denn es häufen sich die Entgegnungen, ja Beschimpfungen, ja auch die halbherzige Duldung der "Meinung" des Volkes, das eine lange Zukunft vor sich hat und auch in diese Richtung denkt, während unser "Verantwortlichen" in Regierungsperioden denken, die oft von minimal bis ein Diktatorenleben dauern. Dabei wollen die Menschen überhaupt "ewig" leben und tun alles Mögliche dafür, vor allem die Gestopften.

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