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Gehirnhautentzündung Auf Mallorca wird vor Verzehr von Schnecken gewarnt

Bisher wurde der Ratten-Lungenwurm nur in zwei Igeln entdeckt. Forscher auf Mallorca warnen dennoch, unzureichend gekochte Schneckengerichte zu verzehren.

Sujetbild © (c) nito - stock.adobe.com
 

Warnung an Touristen und Einheimische auf der spanischen Urlauberinsel Mallorca: Vor dem Verzehr von unzureichend gekochten Schneckengerichten wird abgeraten. Grund für die Warnung ist der Fund von Parasiten, die bisher in Europa selten gesichtet wurden. Es geht um den sogenannten "Angiostronggylus cantonensis", einen Ratten-Lungenwurm. Bei Menschen und Tieren kann der Parasit eine Hirnhautentzündung hervorrufen.

Bereits 2018 wurden auf der Baleareninsel Parasiten dieser Art in zwei Igeln entdeckt. In einer Pressekonferenz am Montag klärten Biologen der Balearenuniversität von Palma de Mallorca über die Gefahr, die von den Parasiten ausgeht auf und in welchem Zusammenhang dies mit dem Verzehr von Schnecken steht.

Ratten-Lungenwurm

Der Ratten-Lungenwurm (Angiostrongylus cantonensis) ist ein Parasit, dessen Hauptwirt Ratten sind, in deren Lungen er lebt. Als Zwischenwirt dienen verschiedene Landschnecken und Krabben.

Menschen können sich über kontaminierte Nahrung, auch den Zwischenwirten, infizieren und bei den Infizierten kann der Parasit eine eosinophile Meningoenzephalitis (Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute) auslösen. Klinische Symptome einer Infektion mit dem Ratten-Lungenwurm sind starke Kopfschmerzen, Meningismus und neurologische Ausfälle.

Die Erkrankung kann bis zum Koma und Tod fortschreiten. Besonders gefährdet sind Personen mit Immunschwäche (z. B. Schwangere, HIV-Infizierte, Personen mit angeborenen Immunschwächen).

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