AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

LondonKlima-Aktivisten wollen Flughafen Heathrow mit Drohnen lahmlegen

Damit soll die britische Regierung gezwungen werden, Emissionen zu verringern.

© AP
 

Britische Klima-Aktivisten wollen den Londoner Flughafen Heathrow ab Mitte September mit Spielzeugdrohnen lahmlegen, um den Druck auf die Regierung zur Verringerung der CO2-Emissionen zu erhöhen. Die Gruppe namens "Heathrow Pause" erklärte, sie wolle die Fluggeräte ab dem 13. September mit einer Stunde Vorwarnzeit innerhalb der Fünf-Kilometer-Sperrzone um den Flughafen aufsteigen lassen, aber außerhalb der An- und Abflugrouten.

Dies werde die Betreiber zur Absage von Starts und Landungen zwingen, auch wenn die Drohnen nur bis zur Kopfhöhe aufsteigen sollen. "Die Untätigkeit der Regierung beim Klimawandel und die drohende Katastrophe einer Flughafen-Erweiterung lassen uns keine Wahl und zwingen uns zum Handeln", erklärte "Heathrow Pause", eine Splittergruppe der Klimaschutz-Bewegung "Extinction Rebellion". Heathrow ist der größte Flughafen Europas.

Flughafen ergreift Schutzmaßnahmen

Der Flughafen nannte das Vorhaben illegal und kontraproduktiv. Man habe robuste Notfallpläne aufgestellt, um den Weiterbetrieb von Heathrow sicherzustellen. "Wir stimmen zu, dass etwas gegen den Klimawandel getan werden muss", sagte ein Sprecher. Es gehe um ein globales Thema, mit dem konstruktiv umgegangen werden müsse. "Strafbare Handlungen zu begehen und Passagiere zu behindern ist kontraproduktiv." Es sei illegal und riskant, Drohnen in einem Fünf-Kilometer-Radius um einen Flughafen aufsteigen zu lassen. Heathrow werde eng mit der Polizei und anderen Behörden zusammenarbeiten, um die Folgen der Drohnenflüge abzumildern. Für den 9., 10. und 27. September haben die Piloten von British Airways bereits Streiks in Heathrow angekündigt.

Auf Großbritanniens zweitgrößtem Flughafen nach Heathrow, in Gatwick, wurden nach der Sichtung von Drohnen Ende vergangenen Jahres rund 1.000 Flüge gestrichen. Der Vorfall kurz vor Weihnachten brachte die Reisepläne von etwa 140.000 Menschen durcheinander. Eine weitere Drohnensichtung legte im Jänner Heathrow für eine Stunde lahm. Beide Flughäfen haben Drohnen-Abwehr-Systeme nach militärischem Standard bestellt. In Heathrow wurden 2018 etwa 80 Millionen Passagiere abgefertigt. Ebenfalls im vergangenen Jahr wurde dort der Bau einer dritten Startbahn genehmigt, gegen die Umweltschützer juristisch vorgehen.

Kommentare (2)

Kommentieren
ichbindermeinung
0
0
Lesenswert?

EU sollte Unions-Vorbild sein

die EU Zentrale mit ihren ca. 50.000 Mitarbeitern sollte als treibende Kraft beim Klimaschutz alle dienstlich notwendigen innereuropäischen Reisen nur mehr mit der klimafr. Bahn und nicht mehr den klimaschädl. Flieger durchführen um so den Unionsbürgern würdevoll zu zeigen, dass man es auch selbst lebt was man täglich fordert. Die CO2 Reduktion wäre sicherlich immens

Antworten
Amadeus005
4
3
Lesenswert?

Deppen - gefährden die Sicherheit anstatt nachzudenken.

Nur gemeinsam geht das. Dann schalten wir denen halt Strom und Handynetz aus. Freu mich schon, wenn die mit Pferd reiten, da ja Strom auch noch mit kalorischen Kraftwerken erzeugt wird.
Dann sollen sie halt wegen Allgemeingefährdung 10 Jahre zum Nachdenken bekommen.

Antworten