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WeltumwelttagVerpestete Luft tötet jedes Jahr sieben Millionen Menschen

"Um die Luftqualität zu verbessern, müssen wir unseren Feind kennen", betont UNO-Generalsekretär Antonio Guterres am heutigen Weltumwelttag.

© (c) APA/EPA/ROLEX DELA PENA
 

Geschätzte neun von zehn Menschen weltweit sind Luftschadstoffen ausgesetzt, die die Leitlinien für Luftqualität der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überschreiten. Dies verkürzt die Lebenserwartung und schädigt Ökonomien auf dem ganzen Planeten, hieß es in einer Erklärung der UNO zum heutigen Weltumwelttag, der sich diesmal mit dem Thema Luftverschmutzung auseinandersetzt.

"Müssen unseren Feind kennen"

Die verschmutzte Luft tötet laut UNO jedes Jahr rund sieben Millionen Menschen. Sie verursacht langfristige Gesundheitsprobleme wie etwa Asthma und sie verringert die kognitive Entwicklung von Kindern, betonte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres. "Um die Luftqualität zu verbessern, müssen wir unseren Feind kennen", betonte er. "Todesfälle und Krankheiten aufgrund von Luftverschmutzung werden durch kleine Partikel verursacht, die unsere Abwehrmechanismen durchdringen, jedes Mal wenn wir unsere Lungen mit Luft füllen."

Diese Partikel würden aus vielen Quellen kommen: Verbrennen von fossilen Brennstoffen für Energie und Transport, Chemikalien und Minenindustrie, offene Müllverbrennung, Abbrennen von Feldern und Wäldern und bei der Verwendung von Holz und Kohle zum Kochen und Heizen mit Brennstoffen, die in den Entwicklungsländern ein großes Problem sind.

Viele Luftschadstoffe tragen auch zur globalen Erwärmung bei. "Ruß ist ein Beispiel dafür. Er entsteht durch Dieselmotoren, beim Verbrennen von Müll, dem Verwenden von Kohle und Holz in Küchenöfen und er ist extrem schädlich, wenn er eingeatmet wird", hieß es in der Erklärung. Eine Reduktion des Ausstoßes solcher Verschmutzer würde nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung verbessern, sie könnte auch die globale Erwärmung um bis zu 0,5 Grad Celsius über die nächsten paar Jahrzehnte mildern.

"Es gibt keinen Grund, nicht zu handeln"

"Es gibt keinen Grund, warum die internationale Gemeinschaft nicht handeln könnte", appellierte Guterres. Vorbilder gibt es im Montreal Protokoll. Wissenschafter identifizierten eine große Bedrohung für die Gesundheit der Bevölkerung und des Planeten. Regierungen und Unternehmen handelten, um die Ozonschicht zu schützen. "Heute stehen wir einer ebenso dringlichen Krise gegenüber. Es ist Zeit, entschlossen zu handeln."

Guterres Botschaft an die Regierungen "ist klar": Umweltverschmutzung besteuern, Unterstützungen für fossile Brennstoffe beenden, keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen.

Kommentare (9)

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vielseiter
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INTERESSANT!

Wann verstummt denn endlich der Applaus zum Beispiel:
> Für die "Tempo 140" Verfechter?
> Oder für die Käufer der frischen Himbeeren aus Südamerika Mitte Januar?
> Oder für nötigen und unnötigen Kunststoff Klim-Bim in den Geschäften und Baumärkten?
> Oder für die deutschen oder amerikanischen € 130,-- Sportschuhe, für die ein Mädl aus Bangladesch um 50 Cent pro Paar mitgearbeitet hat.
> Oder für die Kurzurlaube per Flugzeug ins Nachbarland?
> Oder ... die Liste ist lang!
- Nie! -
Denn: Konsum ist angesagt!

Und keiner fragt danach: Wann ist endlich genug.

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Sam125
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verwüstete Luft tötet jedes Jahr....!

Wenn wundert da überhaupt noch etwas, denn allein in China werden extra tausende Kohlekraftwerke betrieben, die allein für die Produktion der hochgiftigen Lithium-Batterien für die E-Auto benötigt werden!! Weiteres ist der unbegrenzte und genauso schädliche Flugverkehr auch ein eigenes Thema, welches aber der Öffentlichkeit natürlich vorenthalten bleibt! In den westlichen ja so hochaufgeschlossenen Indistrieländer, hört man ständig, dass die Luft in den Großstädten zu dreckig ist! Aber wie war die Luft allein hier in Graz in den 60ger bis zu den 80ger Jahren? Wir setzen daher auf E Mobilität und die Zeche zahlen die Menschen in Kolumbien (weltgrößter Abbau des hochgiftigen Lithium!) , Afrika und Asien! Wir reden hier bei uns nur groß über Umweltschutz und zerstören mit unserer "guten" Luft allerdings das Leben vieler anderer Völker der Erde!!

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Eyeofthebeholder
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@Sam125: Lithium ist nicht "hochgiftig",

es wird, im Gegenteil, als Medizin bei bestimmten psychischen Erkrankungen eingesetzt.

Weiters betreibt China auch nicht extra tausende Kohlekraftwerke für die Lithium-Batterien, China hat insgesamt "nur" 973 GW Kohlekraftwerke.

Außerdem trägt der Flugverkehr nur zu 2,5 % zu den globalen CO2-Emissionen bei, und das wird der Öffentlichkeit auch nicht vorenthalten, sondern im Gegenteil übergebührend breitgetreten, um von den wirklich großen Verschmutzern (Straßenverkehr, Landwirtschaft, Hausbrand) abzulenken.

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heku49
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Wie recht sie haben.....!

Deshalb muß der öffentliche Verkehr ausgebaut werden und gratis zur Verfügung gestellt werden. Die Pendlerpauschale muss dringend überarbeitet werden ( Hunderte Pendler könnten ohne weiteres Öffis verwenden ) Kilometerabhängige Autobahnmaut nach dem Verursacherprinzip. Wir sind die letzte Generation, die das noch versuchen kann umzusetzen.

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Sam125
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Sam125 - sollte heißen: verpestete Luft tötet jedes Jahr 7 Millionen Menschen,

s

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brosinor
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Ich hoffe und bezweifle gleichzeitig

...dass die Grazer Autowahnsinnigen inkl.deren politische Vertreter diesen Artikel lesen!

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vielseiter
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@brosinor: ABER:

Auch wenn sie ihn lesen, wird sich nichts ändern!
(Es ist ihnen nämlich nicht so wichtig. - Macht Geilheit versperrt den Blick auf`s wirkliche Leben.)
Die angesprochenen Inhalte und die Notwendigkeit dies und das zu vermeiden sind ja nicht neu.
Jedoch die Menge an "Sondermüll" wächst von Tag zu Tag.
Leider muss man die Luft in manchen Gegenden auch dazu rechnen.

(Siehe dazu auch meinen Kommentar von 05.06., 11:00 Uhr)

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brosinor
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Anzeige!

Politiker die nichts gegen Luftverschmutzung unternehmen, ja sie auch noch unterstützen, wie in Graz, gehören angezeigt.

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GordonKelz
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WAS MAN SO ALLES LERNEN KANN...

...von einer 16 jährigen.....
Gordon Kelz

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