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Schwarze Liste im NetzFahrradkuriere rächen sich an geizigen Promis

Weil prominente und betuchte Kunden mit Trinkgeld geizten, veröffentlichten Fahrradkuriere nun eine Liste der geizigen Promis.

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Millionen auf der Bank aber kein Trinkgeld für Kuriere: Kicker Gonzalo Higuain © (c) APA/AFP/MIGUEL MEDINA (MIGUEL MEDINA)
 

Die Jobs bei Essens-Lieferdiensten sind für Knochenarbeit und schlechte Löhne bekannt. Fahrradboten kämpfen nicht nur gegen die niedrige Zahlung, sondern auch gegen den Geiz vieler prominenter Kunden. Aus Rache gegen VIPs, die ihnen kein Trinkgeld gönnen, hat eine Gruppe italienischer Lieferdienst-Kuriere auf Facebook eine Liste geiziger Promis veröffentlicht.

Bekannte Fußballer, glamouröse Showgirls und prominente TV-Moderatoren stehen auf der "Schwarzen Liste" der Kuriere, die Kunden häufig mit dem Fahrrad beliefern. "Diese Promis leben in Luxuswohnungen, doch man bekommt mehr Trinkgeld in Außenbezirken als in Nobelvierteln", beklagten sich die Fahrer. Nicht einmal bei schlechtem Wetter würden die Promis den Essenslieferanten Trinkgelder geben.

Mit der Veröffentlichung der Namen der Promis wollen die Fahrradkuriere Essens-Lieferdienste wie Deliveroo und Foodora in Sachen Löhne unter Druck setzen. "Wir kennen die Adressen und die Gewohnheiten der Kunden. Wir können diese heiklen Daten gegen euch nutzen", ist auf der Facebook-Seite der Fahrkuriergruppe "Deliverance Milano" zu lesen, die für bessere Arbeitsbedingungen und eine Arbeitsversicherung kämpfen.

Kommentare (2)

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paulrandig
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War auch meine Erfahrung

"Kleine" Kunden, die nicht oft etwas brauchen, geben gerne Trinkgeld und bedanken sich - beides eine Währung, mit der man Fahrradboten für sich gewinnt.
Große Kunden oder Promis, für die man immer wieder fährt, sehen den Fahrradboten als etwas Ähnliches wie den Mailserver - er wird gar nicht bemerkt, zum Inventar gezählt und nur wahrgenommen, wenn er einmal etwas langsamer ist. Trinkgeld? - Fehlanzeige.
Jajaja, ich weiß, es gibt sie, die Ausnahmen. Aber eine gewisse Häufung ist festzustellen.
Als Ausnahme sind mir beispielsweise viele Arztpraxen in Erinnerung, für die ich Blutproben transportiert habe: Hier gab es außergewöhnlich viele freundliche Menschen und sehr oft Süßigkeiten (die man als Fahrradbote ja ohne Kalorienbedenken runterschnupfen kann).

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Promis

Möchtegern Promis, Starlets usw. haben den Bezug zur Realität verloren. Sofern sie je einen besaßen. was kost´ die Welt...
ein Wunder dass sie überhaupt bezahlen, wahrscheinlich wollten sich einige eh auch darum drücken.